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„Gott spielen, wer leben darf?“

20.08.2015

Nachstehend mein Leserbrief zum Thema Embryonenschutz, der in der liechtensteinischen Sonntagszeitung LIEWO anlässlich der diesbezüglichen Volksabstimmung vom 14.06.2015 in der Schweiz abgedruckt wurde:

Am 19.05.2015 ging mir folgender Mailtext zu, auf den ich mit meiner untenstehenden Stellungnahme antwortete! Der Absender der Mail Emil Rahm (http://emil-rahm.ch), dessen Namen und Homepage ich hier mit seiner freundlichen Genehmigung nenne, bat mich, diesen Text als Leserbrief zu verfassen, um ihn dann an zahlreiche Schweizer bzw. Liechtensteiner Zeitungen weiterzuleiten. Leider konnte sich nur eine der Zeitungen zu einem Abdruck durchringen, aber besser als gar nichts! Einige Zeitungen antworteten, dass Ihr Medium die gegenteilige Position vertrete und daher eine nicht mit der Meinung des Mediums übereinstimmende Veröffentlichung nicht möglich sei! Sie sehen: Das Gros der Mainstreammedien entscheidet ganz im Sinne des Systems!

Hier zunächst der Mailtext:

Gott spielen, wer leben darf?

Soll nach der Abstimmung vom 14. Juni im Labor entschieden werden, ob behinderte Menschen aussortiert werden?

Das aus Kreisen der CVP, SVP, BDP, EVP und SP bestehende Komitee “Nein zu PID (Präimplantationsdiagnostik)” schreibt:Die Bundesverfassung hält heute unmissverständlich fest: „Der Mensch ist vor Missbräuchen der Fortpflanzungsmedizin und der Gentechnologie geschützt“ (Art. 119 Abs 1). Mit der geplanten Verfassungsänderung gibt es jedoch keinen Embryonenschutz mehr. Es können theoretisch beliebig viele Embryonen erzeugt und für medizinische Zwecke missbraucht werden!Mit der geplanten Verfassungsänderung kann die PID eingeführt werden. Dadurch wird ermöglicht, dass künftig im Labor entschieden wird, ob Menschen mit Behinderungen geboren oder ausselektioniert werden! Mit einem NEIN am 14. Juni sagen Sie somit auch NEIN zur PID.Die Verfassungsänderung ermöglicht die Erzeugung beliebig vieler Embryonen. Damit werden Tür und Tor für jedes künftig denkbare Fortpflanzungsverfahren geöffnet. Dass dies ein grosser Schritt hin zur schrankenlosen Reproduktionsmedizin darstellt, zeigen die weitergehenden Forderungen, die bereits im Raum stehen, so z.B. die Eizellspende, die Leihmutterschaft oder die Embryonenspende. Die PID führt zu einer Diskriminierung von Menschen mit einer Behinderung, indem sie als unerwünschte und vermeidbare Risiken betrachtet werden. Folge davon könnten Leistungsverweigerungen der Sozialversicherungen und der Krankenkassen sein. Auf der anderen Seite müssen sich Eltern künftig rechtfertigen, wenn sie sich gegen eine PID und für ein Kind mit Behinderung entscheiden.Die geplante Aufhebung des Gefrierverbots für Embryonen ist nicht akzeptabel: Weil durchschnittlich rund 40 Embryonen für eine erfolgreiche Geburt gezeugt werden müssen, würden tausende überzählige Embryonen einem ungewissen Schicksal überlassen bzw. müssten nach spätestens 10 Jahren vernichtet oder der Forschung übergeben werden.Das Parlament hat die bundesrätliche Vorlage massiv ausgeweitet. Es will die PID statt nur erblich belasteten Eltern allen Paaren, die mittels künstlicher Befruchtung ein Kind erhalten möchten, zugänglich machen. Damit werden alle Embryonen dem Selektionsverfahren „lebenswert – lebensunwert“ unterworfen. Über den Wert eines Menschen darf nicht im Labor entschieden werden!

Tja, in der Schweiz wird eine echte Demokratie gelebt mit direkten Volksabstimmungen, und nicht wie in dem nach wie vor durch die alliierten Streitkräfte besetzten Verwaltungskonstrukt BRD, in dem die Bürger Politiker als „Volksvertreter“ wählen, die das Volk regelmäßig mit ihren Wahlversprechungen, die sie genauso regelmäßig nicht einhalten, hinter’s Licht führen! Aber auch in der Schweiz kam es zu einer wenig nachvollziehbaren Entscheidung für die Präimplantationsdiagnostik, was, falls Wahlmanipulation auszuschließen wäre (was ich persönlich in keinem Land der Welt für ausgeschlossen halte!), nur zeigen würde, wie unmündig und uninformiert die breite Masse ist:

Der Weg zur Präimplantationsdiagnostik (PID) ist eröffnet: Das Schweizer Stimmvolk hat die Verfassungsänderung, die die Grundlage legt für die Untersuchung künstlich befruchteter Embryos vor der Einpflanzung in den Mutterleib, mit 61,9% angenommen. Auch das für Verfassungsänderungen nötige Ständemehr wurde klar erreicht: Von den 23 Standesstimmen entfielen 17 ganze und drei halbe auf die Vorlage.

Die Gegner kamen auf 38,1%. Die Stimmbeteiligung lag bei 43,5%. Die Umfragen vor dem Urnengang hatten noch auf eine enge Entscheidung hingedeutet.

http://www.swissinfo.ch/ger/spannung-um-retortenbabys/41481234

Nachstehend mein in der LIEWO (Sonntagszeitung für Liechtenstein und Werdenberg) vom 14.06.2015 abgedruckter Leserbrief:

“Embryonenschutz” gibt es schon lange keinen mehr und seit langem werden ungeborene Kinder vorgeburtlich aussortiert und abgetrieben! Immer von den Eltern “gewollt”, die sich das so haben einreden lassen!

Eine Bekannte hat eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen, weil sie auf gar keinen Fall ein behindertes Kind wollte! Die Risiken (Abgang der Frucht durch Platzen der Fruchtblase aufgrund des Einstichs noch bis zu Wochen nach dem Eingriff, die Zusammenhänge würden dann natürlich von den Ärzten negiert!) hat sie in Kauf genommen bzw. war sich dessen vielleicht auch nicht bewußt!

Für mich kamen derlei riskante Untersuchungen nicht in Frage, zumal ich sowieso Restzweifel an dem Ergebnis gehabt hätte! Auch wollte ich gar nicht vorab wissen, was Sache ist und war sowieso sehr zuversichtlich, kein behindertes Kind zu bekommen! Außerdem weiß ich, dass die Natur selbst dafür sorgt und behindertes Leben in der Regel von Natur aus in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft oftmals unbemerkt von der werdenden Mutter abgeht! Die Natur sorgt halt dafür, dass selbst solche Ereignisse psychisch gut verträglich (unbemerkt) ablaufen! Das aber, was die Schulmedizin den Menschen antut, hochgefährliche Untersuchungen mit grausamen potentiellen Folgen, ist nur abartig: Abgang durch die Untersuchung, Entscheidung zu einer Spätabtreibung, die ein traumatisierendes Erlebnis für die Mutter ist, weil der bereits voll entwickelte Fötus zur Welt gebracht, also geboren werden muß, was oftmals lebenslänglich nicht verarbeitet wird! Aber so weit denkt so gut wie keine werdende Mutter, wenn sie sich für solch folgenschwere Untersuchungen entscheidet!

http://avenue.argus.ch/email/1094584/58188203.pdf

Im Übrigen ist natürlich nicht nur die „Präimplantationsdiagnostik“ abartig im ureigensten Wortsinne, sondern auch die Implantation befruchteter Ei selbst, denn all das entspricht nicht der Natur und ich persönlich hätte auch immer einen Restzweifel, wessen Kind ich da eigentlich austrage, sowohl in Bezug auf das implantierte Ei als auch den verwendeten Samen!

Aber wir leben in einer kranken Welt, in der das Widernatürliche die Oberhand gewonnen hat und uns an allen Ecken und Enden eingeredet wird, dass all das völlig in Ordnung ist!

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