Kategorie-Archiv: Ausgewählte Artikel

Bezahlen per Lastschriftverfahren via PayPal? Bloß nicht!

30.03.2019

Erst recht nicht, wenn Sie selbst PayPal eigentlich nicht nutzen (wollen) und aus gutem Grund kein PayPal-Konto besitzen!

Meine Erfahrung mit diesem dubiosen Verein lesen Sie bitte nachstehend!

Ich hatte ein Paar Schuhe gekauft, den Kauf aber widerrufen, die Schuhe zurück geschickt und entsprechend eine Rückerstattung des Kaufpreises auf mein Girokonto erwartet, von dem PayPal den Betrag auch für den Verkäufer abgebucht hatte!

Ich war gezwungen, diese Bezahlweise zu wählen, da der Verkäufer keine direkte Bezahlung z.B. durch Überweisung oder Lastschrifteinzug durch ihn selbst anbot!

Dass PayPal hierfür ein sogenanntes „Gastkonto“ für den Käufer bzw. Zahlungsverpflichteten eröffnet, das man dann ganz offensichtlich dem Käufer als dauerhaftes PayPal-Konto unterjubeln will, war mir leider nicht klar!

Ich habe PayPal natürlich unmissverständlich aufgefordert, dieses Gastkonto unverzüglich nach Abschluß der Transaktion wieder zu löschen, was mir aber nur telefonisch bestätigt wurde und was ich im Grunde auch gar nicht nachprüfen kann! Fakt ist jedenfalls, dass PayPal nun meine persönlichen Daten inklusive Bankverbindung vorliegen und diese wahrscheinlich nicht aus deren Datensammlung gelöscht werden, wie auch diesbezügliche Beschwerden anderer Betroffener im Netz bekunden.

Eine sehr aufschlussreiche Internetseite hierzu, wo ich auch gleich einen Kommentar gefunden habe, der meine Erfahrung bestätigt, finden Sie im nachstehenden Schriftverkehr mit dem Verkäufer.

Dass auch die schriftliche Kontaktaufnahme für den Fall, dass man kein PayPal-Konto besitzt, schwer gemacht wird, geht aus dem nachstehenden Schriftverkehr genauso hervor, wie alles weitere Wesentliche zu den dubiosen Geschäftsgebahren dieser Plattform mit Sitz in Kalifornien (!), die im Hintergrund ganz offensichtlich auch alle Wertstellungen in Dollar abrechnet, wie mir der Mitarbeiter am Telefon dummer Weise verriet, denn er sprach nicht von (m)einer Transaktion im Wert von 49,95 €, sondern von 54 Dollar noch was! Mir fällt da die Bezeichnung „Offshore-Unternehmen“ ein, aber das wäre wieder ein anderes Thema, das auch wert wäre, darüber zu berichten!

Nachstehend der Schriftverkehr mit dem Verkäufer, dessen Namen ich, um den sogenannten „Datenschutz“ einzuhalten, unkenntlich gemacht habe:

Von: Birgit < >
Datum: Freitag, 22. März 2019 10:09
An: < >
Betreff: Re: Ihre Bestellung xxx

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit widerrufe ich fristgerecht meine im Betreff genannte Bestellung.

Ich hatte 2 Paare in Gr. 39 und 40 bestellt, da ich nicht wußte, welche Größe besser passt. Der Schuh in Gr. 39 ist leider viel zu klein, obwohl ich eigentlich Gr. 39 trage. Ich würde sagen, dass er viel zu klein ausfällt!

Da PayPal bisher nur für ein Paar Schuhe das Geld abgebucht hat, muß zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Rückerstattung erfolgen!

Mit freundlichen Grüßen

Birgit van den Berg

Von: Birgit < >
Datum: Dienstag, 26. März 2019 13:01
An: < >
Betreff: Re: Ihre Bestellung xxx

Sehr geehrte Damen und Herren,

jetzt hat PayPal doch tatsächlich heute erst doch noch die zweite Abbuchung über 49,95 € getätigt, während die erste bereits am 20.03.2019 erfolgte!

Bitte erstatten Sie das Geld für das zurück gesendete Paar in Gr. 39 nach Erhalt der Ware (hier die Sendungsverfolgung des Paketes: https://www.myhermes.de/empfangen/sendungsverfolgung/sendungsinformation/#02081134003196) auf das nachstehende Konto:

Kontoinhaber: Birgit van den Berg
Bank: xxx
Bankleitzahl xxx
Kontonummer xxx
IBAN: DExxx
BIC: xxx

Sehr ärgerlich, diese Zahlungen über PayPal. Aber Sie haben ja keine normale Überweisung bei Ebay angeboten!

Mit freundlichen Grüßen

Birgit van den Berg

Am 29.03.19 12:46 schrieb < >:

Sehr geehrte Frau van den Berg,

wir haben Ihre Rücksendung erhalten und vollständig geprüft. Den Kaufpreis haben wir Ihrem PayPal Konto soeben gutgeschrieben,

Hinweis:

Sollten Sie sich bei PayPal für einen Rechnungskauf entschieden haben, reduziert sich der offene Betrag bei PayPal entsprechend Ihrer Rücksendung.

Vielen Dank für Ihren Einkauf bei xxx.de.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr xxx Team

Von: Birgit van den Berg < >
Gesendet: Freitag, 29. März 2019 13:23
An: < >
Betreff: Re: Ihre Bestellung xxx
Priorität: Hoch

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie schreiben, Sie hätten den Kaufpreis “meinem PayPal Konto” gutgeschrieben? Auch von PayPal habe ich die Mitteilung bekommen, dass der Betrag “meinem PayPal Konto” gutgeschrieben wurde!

Das dumme ist nur, dass ich kein PayPal-Konto habe, und dass ich Ihnen das Geld von meinem Girokonto überwiesen habe, und Sie auch aufgefordert habe, dass Geld auf mein Girokonto zurück zu überweisen!

Bitte erklären Sie mir, wie ich das verstehen soll!

Bisher ist auch keine Gutschrift auf meinem Konto eingegangen!

Ich fordere Sie jedenfalls auf, mein Geld genau auf das Konto zurück zu überweisen, von dem ich Ihnen das Geld (gezwungenermaßen via PayPal, weil Sie keine Direktüberweisung via Ebay angeboten haben!) überwiesen habe, nämlich mein (bereits mitgeteiltes) Konto:

Kontoinhaber: Birgit van den Berg
Bank: xxx
Bankleitzahl xxx
Kontonummer xxx
IBAN: DExxx
BIC: xxx

In Erwartung Ihrer Antwort schließe ich

mit freundlichen Grüßen

Birgit van den Berg

Von: xxx.de < >
Datum: Freitag, 29. März 2019 13:57
An: Birgit < >
Betreff: AW: Ihre Bestellung xxx

Sehr geehrte Frau van den Berg,

Ihre Zahlungen oder die hinterlegten Bankdaten bei PayPal können von uns aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht eingesehen werden. Bitte setzen Sie sich bei Fragen hierfür mit PayPal direkt in Verbindung.

Aber im Normalfall ist es so, dass je nachdem wie die Zahlung von Ihnen an PayPal beglichen wurde, auch die Rückerstattung über diese Zahlungsmethode erfolgt.

Ich habe heute die Meldung an PayPal zur Erstattung gegeben. Die Buchung auf Ihrem Bankkonto sehen sie ggf. erst 1-2 Tage später.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr xxx Team

Von: Birgit
Datum: Samstag, 30. März 2019 08:42
An: < xxx >
Betreff: Re: Ihre Bestellung xxx

Sehr geehrte Frau xxx,

so einfach geht das aber nicht! Sowohl Ebay, PayPal und auch Ihr Unternehmen schreibt mir per Mail, dass das Geld auf “mein PayPal-Konto” erstattet worden sei!

Ich habe sowohl unseren gesamten Schriftverkehr seit meinem Widerruf meiner Bestellung angehängt wie auch die Benachrichtigungen von Ebay („Der Betrag sollte auf Ihrem PayPal-Konto verfügbar sein.“)und PayPal („Das Geld wurde auf Ihr PayPal-Konto zurückgebucht.“)! 

Ihr Unternehmen ist verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass der Kaufpreis wieder dahin zurück erstattet wird, woher das Geld auch gekommen ist, und ich hatte Sie unten explizit aufgefordert, mir das Geld auf mein angegebenes Konto zurück zu erstatten, von dem es von PayPal auch eingezogen wurde! Auch wenn diese Erstattung via PayPal erfolgt, können Sie mich dennoch nicht mit der Mitteilung abspeisen, den Kaufpreis hätten Sie „meinem PayPal-Konto“ gutgeschrieben (s.u.)!

Ebay hat den geöffneten Fall für die Rückgabe “praktischer Weise” auch bereits geschlossen, nachdem wahrscheinlich das Geld auf „meinem PayPal-Konto“ gutgeschrieben wurde! Normaler Weise wartet Ebay auf die Bestätigung des Erhaltes der Erstattung durch den Käufer, aber wenn die fragwürdige Plattform PayPal zwischengeschaltet ist, gelten diese Rechtsgrundsätze offensichtlich nicht mehr!

Ich hatte es bereits geschrieben, dass ich nur per Lastschrift via PayPal bezahlt habe, weil Sie keine normale Überweisung oder Lastschrifteinzug durch Ihr Unternehmen direkt bei Ebay angeboten haben!

Mir war nicht klar, dass PayPal in diesem Fall für den Käufer ein sogenanntes “Gastkonto” einrichtet, von dem ich nur hoffen kann, dass man meiner Aufforderung an PayPal nachkommt, dass dieses umgehend wieder gelöscht wird, wenn diese unerfreuliche Transaktion beendet ist!

Telefonisch erreicht man Ihr Unternehmen übrigens auch nicht!

Ich finde es schon merkwürdig, dass nicht nur Ebay und PayPal, die definitiv Interesse daran haben, dass Kunden PayPal nutzen, sondern auch Ihr Unternehmen schreibt, dass das Geld auf meinem PayPal-Konto gutgeschrieben wurde, statt korrekt zu schreiben, dass Sie eine Rückerstattung auf mein Konto via PayPal veranlasst haben!

Wahrscheinlich spekuliert PayPal darauf, dass man sich damit begnügt und leitet erst eine Rückerstattung auf das Ausgangskonto des Käufers ein, wenn man sich beschwert und dies einfordert, wie ich es sowohl telefonisch als auch schriftlich getan habe, wobei aber Mails an die Adresse service@paypal.de, von der aus man auch angeschrieben wird, nicht beantwortet werden, wie PayPal dann mitteilt, und laut telefonischer Auskunft würden derlei Mailanfragen aber bearbeitet, wenn man die Mailadresse impressum@paypal.de nutzen würde, was ich nun zwar getan habe, aber mir kaum vorstellen kann, dass diese etwas unpassende Mailadresse richtig sein soll! Über die Homepage, auf die man bezüglich einer schriftlichen Kontaktaufnahme verwiesen wird, wiederum kann man PayPal nur kontaktieren, wenn man ein PayPal-Konto hat… Alles andere als seriös, denn hier soll ganz offenbar die schriftliche Einreichung der Beschwerde schwer gemacht werden!

Sie sehen: Die Geschäftsgebahren sind genauso fragwürdig, wie man es im Netz auch nachlesen kann, wo es unzählige Beschwerden über diese Plattform gibt, aus denen hervorgeht, dass das Wort “unseriös” noch harmlos ausgedrückt ist! Es gibt genügend Schilderungen von ganz extremen Fällen, die von den Betroffenen nicht unbegründet als Betrug bezeichnet werden!

Ein passendes Beispiel zum vorliegenden Fall (rot und fett):

Leserkommentar zum Artikel 

PAYPAL – LIEBER NICHT!

Immer häufiger erreichen uns Beschwerden von ebay-Verkäufern, denen aus unerfindlichen Gründen ihre Paypal-Konten gesperrt wurden. Nun kommen sie nicht mehr an ihr Geld, können keine weiteren Geschäfte abwickeln. Und warum das Ganze? Das wissen die Betroffenen auch nicht so recht. Die Auskünfte sind dünn, die Begründungen wenig nachvollziehbar.

Paypal gibt Zugriff auf Rückzahlung nicht frei

Beitrag von Schulte
15.07.2016, 11:13 Uhr

PayPal bucht von Bankkonto an. Bei Widerruf eines Kaufes muss der Verkäufer die Rückzahlung an PayPal vornehmen. Euer Guthaben wird von PayPal aber nicht auf Euer Konto überwiesen. Sehr oft wird Verfügbarkeit über Euer Geld von PayPal tagelang (manchmal sogar Wochenlang) blockiert. Kein Mensch weiß wie lange PayPal Euer Guthaben frei gibt. Zu dieser Verzögerungstaktik habe ich auch nichts in den AGBs gefunden. Wenn die Sperre auf Euer Guthaben irgendwann aufgehoben wird, dürft Ihr dann über Euer Geld verfügen.

https://www.it-recht-kanzlei.de/Kommentar/9168/Paypal_gibt_Zugriff_auf_Rueckzahlung_nicht_frei.php

Ich kann nur hoffen, dass mir das Geld, wie telefonisch durch PayPal zugesagt, jetzt auf mein Girokonto erstattet wird!

Ihr Unternehmen jedenfalls schuldet mir die Erstattung des Kaufpreises, und solange das Geld nicht auf meinem Konto eingegangen ist, ist diese Forderung gegen Ihr Unternehmen zumindest gemäß meiner (gerechten!) Rechtsauffassung offen! 

Mir ist natürlich völlig klar, dass (un)”rechtlich” gesehen, Ihr Unternehmen seine Schuldigkeit getan hat, indem Sie das Geld auf das mir aufgenötigte PayPal-Gastkonto erstattet haben, da dieser Staat solche Plattformen, die Ihren Sitz im Ausland haben, in der BRD zulässt, statt sie zu verbieten! Und Ihr Unternehmen unterstützt diese Plattformen, indem Sie Kunden, die bei Ihnen kaufen wollen, nötigen, via Lastschrift durch PayPal zu bezahlen, weil Sie den direkten Überweisungsweg auf Ihr Konto völlig unverständlicher Weise nicht anbieten! Ihr Unternehmen muß ja wohl Vorteile haben, wenn Sie PayPal nutzen! Vielleicht weil Sie so PayPal zu neuen Kunden verhelfen, wenn diese sich nicht so zu wehren wissen wie ich?

Mit freundlichen Grüßen

Birgit van den Berg

Von: Birgit < >
Datum: Samstag, 30. März 2019 13:11
An: < >
Betreff: Re: Ihre Bestellung xxx

P.S.:

Sie können sich auch nicht damit herausreden, dass Sie „meine Zahlungen oder die hinterlegten Bankdaten bei PayPal aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht einsehen könnte“n, wie Sie wörtlich schreiben, denn ich habe Ihnen schließlich in Verbindung mit meinem Widerruf explizit meine Bankverbindung genannt, auf die Sie das Geld erstatten sollten, und natürlich hätten Sie unabhängig von Ihrem Einzug via PayPal das Geld auch direkt wieder auf mein Konto überweisen können! Stattdessen schreiben Sie, dass Sie den Kaufpreis “meinem” PayPal Konto gutgeschrieben haben! Meine Mitteilung meiner Bankverbindung haben Sie dabei einfach ignoriert!

Das ich nicht die Einzige bin, die diese Erfahrung macht, belegen auch diese Fälle:

https://www.gutefrage.net/frage/geld-zurueckerstattet-auf-paypalkonto-obwohl-ich-nie-ein-paypalkonto-errichtet-habe

https://www.gutefrage.net/frage/ebay-lastschriftverfahren-ohne-paypal-konto

Die „Community-Experten“, die hier antworten und behaupten, man müsse nun „zwingend“ ein PayPal-Konto eröffnen, um an sein Geld zu kommen, sind alles andere als „Experten“, aber dafür vielleicht für diese unseriöse Plattform im Netz unterwegs, die gemeinsam mit Ebay und vielleicht auch Verkäufern wie meinem, der trotz der Aufforderung, den Betrag auf mein Girokonto zu überweisen, behauptet hat, er hätte meine Bankverbindung bei PayPal nicht einsehen können, auf Kundenfang gehen!

Die Antworten im ersten oben verlinkten Fall hingegen sind durchaus hilfreich, weil wahr!

Ach ja, diese beiden Mails zwischen dem Verkäufer und mir vor Eingang meiner Rücksendung beim Verkäufer hatte ich noch vergessen. Hier sagt der Verkäufer, dass PayPal die Rückerstattung auf das gewählte Zahlungsmittel oder die hinterlegten Kontodaten vornimmt. Dass das offensichtlich nicht stimmt (zumindest, wenn man dies nicht hinterfragt bzw. die Erstattung auf das Ausgangskonto verlangt) geht aus den Mitteilungen der beiden Unternehmen Ebay und PayPal hervor, die beide lediglich die Gutschrift auf „meinem“ PayPal-Konto bestätigt haben, wonach Ebay den Fall für die Rückgabe auch gleich geschlossen hat:

Von: xxxde < >
Datum: Dienstag, 26. März 2019 13:09
An: Birgit < >
Betreff: AW: Ihre Bestellung xxx

Sehr geehrte Frau van den Berg,

wann PayPal die Abbuchung vornimmt kann von uns leider nicht eingesehen werden. Wieso dies zeitversetzt stattfand wissen wir nicht.

Natürlich erfolgt, nach erhalt der Ware, die Rücküberweisung via PayPal. Die Bankdaten brauchen wir hierfür nicht, da wir die Rückgabe der Ware an PayPal melden und PayPal dann die Rückerstattung vornimmt auf das gewählte Zahlungsmittel oder die hinterlegten Kontodaten.

Bis jetzt ist Ihre Rücksendung noch nicht in unserem Lager eingetroffen, dies behalte ich aber gerne für Sie im Auge.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr xxx Team

 

Von: Birgit < >
Datum: Dienstag, 26. März 2019 15:16
An: xxxde < >
Betreff: Re: AW: Ihre Bestellung 500000811

Sehr geehrte Frau xxx,

mir ist bekannt, dass die Firmen, die Ihre Zahlungen über PayPal abwickeln, keinen Einfluß auf die Buchungen dieses fragwürdigen Unternehmens haben. Mir ist auch bekannt, dass nicht nur Zahlende über PayPal sondern erst Recht auch Zahlungsempfänger immer wieder ungehalten über die Geschäftspraktiken dieses Unternehmens sind.

Von daher verstehe ich nicht, warum Firmen wie Ihre nicht eine direkte Überweisung via Ebay anbieten! Dann bekommen Sie Ihr Geld erstens schneller und haben zweitens die Hoheit über Abbuchungen und Rückerstattungen! Das wäre doch viel besser, oder nicht?

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir kurz Ihre Sichtweise hierzu mitteilen!

Mit freundlichen Grüßen

Birgit van den Berg

Eine Antwort auf diese hochinteressante Frage ist mir die Mitarbeiterin dieses Schuhhandels natürlich schuldig geblieben!

Ich werde Sie auf dem Laufenden halten, wie lange sich PayPal nun mit der Erstattung auf mein Konto Zeit lässt, aber ich gehe schon davon aus, dass ich mein Geld bekomme, da der Mitarbeiter es mir ja zugesagt hat! Aber wohl auch nur, weil ich mich dahinter geklemmt habe! Dass vielleicht die meisten nach solch einer „Gastzahlung“ tatsächlich ein PayPal-Konto eröffnen, obwohl dies nicht nötig ist, geht aus Fällen wie diesen hervor, wo der oder die Fragesteller/in dem „guten Rat“ des „Community-Experten“ folgen wollte:

https://www.gutefrage.net/frage/lastschrift-kauf-bei-ebay-ohne-paypalkonto

Nachtrag 02.04.2019: Das Geld wurde heute meinem Konto gutgeschrieben! Ergo: Auf Erstattung des Betrages auf das eigene Konto beharren und sich auf keinen Fall bei PayPal neu anmelden, wozu man über Ebay mehr oder weniger aufgefordert wird, denn dann hat man wahrscheinlich definitiv ein PayPal-Konto “eröffnet”! Ebay teilt einem nämlich per Mail mit, dass der Betrag auf dem PayPal-Konto verfügbar sein sollte und verlinkt zu den Einzelheiten zur Rückgabe. Dort steht dann: Der Verkäufer hat über Ihre ursprüngliche Zahlungsmethode bei PayPal eine Rückerstattung in Höhe von EUR xxx veranlasst. PayPal-Transaktion xxx Und wenn man dann auf die dort angegebene Transaktionsnummer klickt, kommt man auf die Anmeldemaske von PayPal, wo man sich dann neu anmelden muß. Und spätestens dann hat man wohl ein PayPal-Konto eröffnet…

Die EU-Urheberrechtsreform: Wirklich ein Aus für die Meinungsfreiheit im Internet?

25.03.2019

Die anstehende Änderung des Urheberrechtes suggeriert zunächst mal alleine den Schutz vor Urheberrechtsverletzungen, was sicher notwendig und durchaus wünschenswert ist, denn auch mein Urheberrecht an meinen seinerzeit auf meinem Blog www.kritschsein.de veröffentlichten Artikeln wurde schon verletzt. Aber steht wirklich gleichzeitig zu befürchten, dass an den im deutschsprachigen Raum weit verbreiteten Interpretationen der Gesetzesvorlage etwas dran sein könnte, dass schon für kurze zitierte Auszüge aus Artikeln der Zeitungs- und Zeitschriftenwirtschaft Lizenzgebühren anfallen (https://www.urheberrecht.de/urheberrechtsreform/)? Eine wichtige Frage auch für kritische Internetblogger!

Aus diesem Grund habe ich mich intensiver mit dieser Thematik beschäftigt und das ist mein Ergebnis:

Auch Wikipedia hatte am 21.03.2019 seine Seite „aus Protest gesperrt“ und wörtlich geschrieben, dass alle Webseiten für kurze Textausschnitte aus Presseerzeugnissen Lizenzen erwerben müssten, um ein neu einzuführendes Verlegerrecht einzuhalten und bezog sich dabei auf Artikel 11 der geplanten Urheberrechtsreform. Beides zusammen könnte die Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit erheblich beeinträchtigen, stand dort weiterhin zu lesen. Am darauffolgenden Tag war die Seite aber wieder geöffnet, so dass man daraus schließen kann, dass Wikipedia in Wahrheit wohl keine Angst vor Schadenersatzzahlungen haben muß! Und Wikipedia schrieb ja auch selbst auf seiner gesperrten Webseite am 21.03.2019: Obwohl zumindest Wikepedia ausdrücklich von Artikel 13 der neuen Urheberrechtsrichtlinie ausgenommen ist (allerdings nicht von Art. 11), wird das freie Wissen selbst dann leiden, wenn Wikipedia eine Oase in der gefilterten Wüste des Internets bleibt.

Nachstehend zeige ich auf, dass Artikel 13 Wikipedia eh nicht betrifft und deshalb Wikipedia hiervon auch nicht esplizit ausgenommen werden müßte, wenn ich mit meiner Auffassung richtig liegt, dass Wikipedia keine der betroffenen Plattformen wie Facebook oder ähnliche ist, die gemäß § 13 große Mengen der von ihren Nutzern hochgeladenen Werke und sonstigen Schutzgegenstände speichern oder zugänglich machen!

Wikipedia behauptet zwar, dass jeder von uns dort Inhalte hochladen bzw. Änderungen an den bestehenden Seiten vornehmen könne, aber wenn man Spaßes halber mal auf einer der Seiten auf „Bearbeiten“ klickt, öffnet sich ein kleines Fenster, aus dem hervorgeht, dass die Änderungen erst angezeigt werden, nachdem sie gesichtet wurden. Ich habe es nicht ausprobiert, aber ich bin mir fast sicher, dass die Inhalte dieser Seiten nicht durch die Ergüsse x-beliebiger Internetuser entstanden sind! (Die vorstehende Äußerung ist meine freie Meinung!)

Zeit Online formuliert es so (darf ich das denn jetzt noch zitieren (?), ich tue es im Rahmen meines eigenen erstellten Werkes, dieses Artikels):

Was dürfen wir noch teilen?

Artikel 11 sieht ein Leistungsschutzrecht (siehe Kasten) für Verlage vor. Was bürokratisch klingt, betrifft letztlich jeden, der im Internet Medienberichte liest oder in Timelines diverser sozialer Netze verfolgt, was andere an News und Artikeln teilen. Denn laut der finalen Fassung der Urheberrechtsreform dürften Suchmaschinen oder Websites künftig keine Titel oder ganze Sätze mehr anzeigen, wenn sie keine Lizenzen von den Rechteinhabern (zumeist: den Verlagen) erworben haben. Wer auf solche Texte online verweisen will, darf dann nur noch einzelne Worte oder kurze Textausschnitte einblenden. Links sind davon zwar ausdrücklich ausgenommen, nicht aber Linkvorschauen, die normalerweise Titel und Teaser eines Artikels gleich mit anzeigen.

https://www.zeit.de/digital/internet/2019-02/eu-urheberrecht-leistungsschutzrecht-uploadfilter-europaeisches-parlament

In der oben genannten Quelle zum Leistungsschutzrecht steht Folgendes:

Auch auf der gesamt-europäischen Ebene wurden 2016 Regelungen beschlossen, die eine EU-weite Urheberrechtsreform einleiteten. Durch diese wird das deutsche Leistungsschutzrecht für Presseverleger in ganz Europa geltend. Vor allem die Zeitungs- und Zeitschriftenwirtschaft kritisierte schon lange, dass Online-Dienstanbieter ihre Inhalte verwenden, ohne eine angemessene Vergütung bezahlen zu müssen. Nachrichten-Aggregatoren und Suchmaschinen zahlen nun auch schon für kurze Auszüge aus Artikeln Lizenzgebühren.

Und das Leistungsschutzrecht für Presseverleger sieht Folgendes vor:

Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger ist ein Immaterialgüterrecht in Deutschland. Es dient dem Schutz verlegerischer Leistungen „vor systematischen Zugriffen (…) durch die Anbieter von Suchmaschinen und Anbieter von solchen Diensten im Netz (…), die Inhalte entsprechend einer Suchmaschine aufbereiten (…)(und dadurch) für die eigene Wertschöpfung auch auf fremde verlegerische Leistungen (zugreifen).“[1] Durch das in den §§ 87f bis 87h des Urheberrechtsgesetzes verankerte Leistungsschutzrecht wird den Presseverlagen das ausschließliche Recht eingeräumt, Presseerzeugnisse zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich zu machen, es sei denn, es handelt sich um einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Leistungsschutzrecht_f%C3%BCr_Presseverleger

Hier kommen wir der Sache schon näher: Nur Presseverlage haben das Recht, Presseerzeugnisse zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich zu machen! Alle anderen (so verstehe ich die Formulierung „es sei denn“), dürfen nur einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte zitieren, wobei die Formulierung kleinste Textausschnitte natürlich dehnbar, interpretierbar bzw.  auslegbar ist! Aber ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass man diese einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte zu gewerblichen Zwecken (!), nämlich für die eigene Wertschöpfung veröffentlicht bzw. zitiert!

Wichtig zu wissen wäre an dieser Stelle, ob auch das Zitieren innerhalb eines eigenen geschaffenen neuen Werkes hiervon betroffen ist, was genau wie bei wissenschaftlichen Arbeiten bisher zulässig war!

Aus der vorstehend zitierten Quelle geht übrigens hervor, dass das deutsche Leistungsrecht in Deutschland schon zuvor in Kraft war und dass es nun darum geht, dass dieses bisher nur in Deutschland geltende Leistungsschutzrecht EU-weit geltend wird! Es ändert sich also für Deutschland selbst doch gar nichts bzw. wir hatten bisher schon die gleiche Gesetzeslage!

Aber das einzige, was wirkliche Rechtssicherheit bringt, ist der eigentliche Gesetzestext der neuen Richtlinie, den ich mir deshalb genauer angeschaut habe:

Vorschlag für eine

RICHTLINIE DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES

über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt

TITEL IV 
SCHAFFUNG EINES FUNKTIONSFÄHIGEN MARKTES FÜR DEN URHEBERRECHTSSCHUTZ

KAPITEL 1 
Rechte an Veröffentlichungen

Artikel 11 
Schutz von Presseveröffentlichungen im Hinblick auf digitale Nutzungen

1.Die Mitgliedstaaten legen Bestimmungen fest, mit denen Presseverlage die in Artikel 2 und Artikel 3 Absatz 2 der Richtlinie 2001/29/EG genannten Rechte für die digitale Nutzung ihrer Presseveröffentlichung erhalten.

2.Von den in Absatz 1 genannten Rechten bleiben die im Unionsrecht festgelegten Rechte von Urhebern und sonstigen Rechteinhabern an den in einer Presseveröffentlichung enthaltenen Werken und sonstigen Schutzgegenständen unberührt. Diese Rechte können nicht gegen diese Urheber und sonstigen Rechteinhaber geltend gemacht werden und können ihnen insbesondere nicht das Recht nehmen, ihre Werke und sonstigen Schutzgegenstände unabhängig von der Presseveröffentlichung zu verwenden, in der sie enthalten sind.

3.Die Artikel 5 bis 8 der Richtlinie 2001/29/EG und die Richtlinie 2012/28/EU finden sinngemäß auf die in Absatz 1 genannten Rechte Anwendung.

4.Die in Absatz 1 genannten Rechte erlöschen 20 Jahre nach der Veröffentlichung der Presseveröffentlichung. Die Berechnung dieser Zeitspanne erfolgt ab dem 1. Januar des auf den Tag der Veröffentlichung folgenden Jahres.

Artikel 12 
Ausgleichsansprüche

Die Mitgliedstaaten können festlegen, dass für den Fall, dass ein Urheber einem Verleger ein Recht übertragen oder diesem eine Lizenz erteilt hat, diese Übertragung oder Lizenzierung eine hinreichende Rechtsgrundlage für den Verleger darstellt, einen Anteil am Ausgleich für die Nutzungen des Werkes zu beanspruchen, die im Rahmen einer Ausnahme oder Beschränkung in Bezug auf das übertragene oder lizenzierte Recht erfolgt sind.

KAPITEL 2 

Bestimmte Nutzungen geschützter Inhalte durch Online-Dienste

Artikel 13 
Nutzung geschützter Inhalte durch Diensteanbieter der Informationsgesellschaft, die große Mengen der von ihren Nutzern hochgeladenen Werke und sonstigen Schutzgegenstände speichern oder zugänglich machen

1.Diensteanbieter der Informationsgesellschaft, die große Mengen der von ihren Nutzern hochgeladenen Werke und sonstigen Schutzgegenstände in Absprache mit den Rechteinhabern speichern oder öffentlich zugänglich machen, ergreifen Maßnahmen, um zu gewährleisten, dass die mit den Rechteinhabern geschlossenen Vereinbarungen, die die Nutzung ihrer Werke oder sonstigen Schutzgegenstände regeln, oder die die Zugänglichkeit der von den Rechteinhabern genannten Werke oder Schutzgegenstände über ihre Dienste untersagen, eingehalten werden. Diese Maßnahmen wie beispielsweise wirksame Inhaltserkennungstechniken müssen geeignet und angemessen sein. Die Diensteanbieter müssen gegenüber den Rechteinhabern in angemessener Weise darlegen, wie die Maßnahmen funktionieren und eingesetzt werden und ihnen gegebenenfalls über die Erkennung und Nutzung ihrer Werke und sonstigen Schutzgegenstände Bericht erstatten.

2.Die Mitgliedstaaten müssen gewährleisten, dass die in Absatz 1 genannten Diensteanbieter den Nutzern für den Fall von Streitigkeiten über die Anwendung der in Absatz 1 genannten Maßnahmen Beschwerdemechanismen und Rechtsschutzmöglichkeiten zur Verfügung stellen.

3.Die Mitgliedstaaten erleichtern gegebenenfalls die Zusammenarbeit zwischen den Diensteanbietern der Informationsgesellschaft und den Rechteinhabern durch Dialoge zwischen den Interessenträgern, damit festgelegt werden kann, welche Verfahren sich beispielsweise unter Berücksichtigung der Art der Dienste, der verfügbaren Technik und deren Wirksamkeit vor dem Hintergrund der technologischen Entwicklungen als geeignete und angemessene Inhalteerkennungstechniken bewährt haben.

https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A52016PC0593

Vorstehend bezieht man sich in Artikel 11 Absatz 1 auf eine andere Richtlinie, in der man die dort genannten Rechte natürlich auch wieder nachlesen muß und was ich ebenfalls getan habe. Denn diese Mühe sollte man sich erst mal machen, bevor man auf die Strasse geht, um gegen etwas zu protestieren, von dem man vielleicht gar nicht verstanden hat, worum es überhaupt geht, sondern einfach nur mal wieder den Leithammeln, den „MMMM’s“ (den Meinungsmachermainstreammedien) aufgesessen ist oder vielleicht sogar wirklich gekauft wurde (?), wie es der Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe im EU-Parlament, Daniel Caspary, behauptet (https://www.internetworld.de/technik/internet/streit-urheberrecht-nerven-liegen-blank-1693971.html). Auch das wäre durchaus denkbar, auch wenn die breite Masse so eine Äußerung wahrscheinlich als „verquere Verschwörungstheorie“ abtut, weil genau dieses Unwort eben auch durch die MMMM’s kreiert wurde und auf alles angewendet wird, was unter Denkverbot steht!

Hier nun die

RICHTLINIE 2001/29/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 22. Mai 2001

zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte in der Informationsgesellschaft

Artikel 2

Vervielfältigungsrecht

Die Mitgliedstaaten sehen für folgende Personen das ausschließliche Recht vor, die unmittelbare oder mittelbare, vorübergehende oder dauerhafte Vervielfältigung auf jede Art und Weise und in jeder Form ganz oder teilweise zu erlauben oder zu verbieten:

a) für die Urheber in Bezug auf ihre Werke

b) für die ausübenden Künstler in Bezug auf die Aufzeichnungen ihrer Darbietungen, 

c) für die Tonträgerhersteller in Bezug auf ihre Tonträger, 

d) für die Hersteller der erstmaligen Aufzeichnungen von Filmen in Bezug auf das Original und die Vervielfältigungsstücke ihrer Filme,

 e) für die Sendeunternehmen in Bezug auf die Aufzeichnungen ihrer Sendungen, unabhängig davon, ob diese Sendungen drahtgebunden oder drahtlos, über Kabel oder Satellit übertragen werden.

Artikel 3

Recht der öffentlichen Wiedergabe von Werken und Recht der öffentlichen Zugänglichmachung sonstiger Schutzgegenstände

(1) Die Mitgliedstaaten sehen vor, dass den Urhebern das ausschließliche Recht zusteht, die drahtgebundene oder drahtlose öffentliche Wiedergabe ihrer Werke einschließlich der öffentlichen Zugänglichmachung der Werke in der Weise, dass sie Mitgliedern der Öffentlichkeit von Orten und zu Zeiten ihrer Wahl zugänglich sind, zu erlauben oder zu verbieten.

(2) Die Mitgliedstaaten sehen für folgende Personen das ausschließliche Recht vor, zu erlauben oder zu verbieten, dass die nachstehend genannten Schutzgegenstände drahtgebunden oder drahtlos in einer Weise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, dass sie Mitgliedern der Öffentlichkeit von Orten und zu Zeiten ihrer Wahl zugänglich sind:

a) für die ausübenden Künstler in Bezug auf die Aufzeichnungen ihrer Darbietungen;

b) für die Tonträgerhersteller in Bezug auf ihre Tonträger;

c) für die Hersteller der erstmaligen Aufzeichnungen von Filmen in Bezug auf das Original und auf Vervielfältigungsstücke ihrer Filme;

d) für die Sendeunternehmen in Bezug auf die Aufzeichnungen ihrer Sendungen, unabhängig davon, ob diese Sendungen drahtgebunden oder drahtlos, über Kabel oder Satellit übertragen werden.

(3) Die in den Absätzen 1 und 2 bezeichneten Rechte erschöpfen sich nicht mit den in diesem Artikel genannten Handlungen der öffentlichen Wiedergabe oder der Zugänglichmachung für die Öffentlichkeit

https://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2001:167:0010:0019:DE:PDF

In dieser Richtlinie geht es erst einmal um die Rechte der wirklich ursprünglichen Urheber eines Werkes, die in der Tat geschützt werden sollen! Und meiner Auffassung nach ist hier in Artikel 2 von einer Vervielfältigung und in Artikel 3 von einer öffentlichen Wiedergabe von Werken in Ihrer Gesamtheit die Rede (so verstehe ich es jedenfalls!), also z.B. das, was wir in der „gleichgeschalteten“ Presse, die wir ja angeblich nicht haben, erleben, wo wir regelmäßig wortwörtlich die gleichen Pressemitteilungen „auf allen Kanälen“, sprich in den „Nachrichten“, „nach“ denen wir uns „richten“ sollen, im Fernsehen genauso wie in der Schriftpresse, den Zeitungen, hören oder lesen dürfen!

Das hat aber nicht das Geringste zu tun mit dem Zitieren einzelner Passagen (einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte) aus fremden Veröffentlichungen, und erst Recht nicht, wenn dies zur Erstellung eines eigenen neuen Werkes ganz wie im sogenannten „wissenschaftlichen Arbeiten“ geschieht!

In Artikel 12 ist dann von dem wichtigen Thema Ausgleichsansprüche die Rede, der aber in den aktuellen Kommentierungen/Mitteilungen in der Presse zur Urheberrechtsreform erstaunlicher Weise gar nicht erwähnt wird (hier ist immer nur von den angeblich so einschneidenden Artikeln 11 und 13 die Rede!):

Die Mitgliedstaaten können festlegen, dass für den Fall, dass ein Urheber einem Verleger ein Recht übertragen oder diesem eine Lizenz erteilt hat, diese Übertragung oder Lizenzierung eine hinreichende Rechtsgrundlage für den Verleger darstellt, einen Anteil am Ausgleich für die Nutzungen des Werkes zu beanspruchen, die im Rahmen einer Ausnahme oder Beschränkung in Bezug auf das übertragene oder lizenzierte Recht erfolgt sind.

Es geht hier also ausschließlich um die Fälle, wo ursprüngliche Urheber einem Verleger ein Recht übertragen oder diesem eine Lizenz erteilt haben, sein Werk zu nutzen! Dies soll in der Folge eine hinreichende Rechtsgrundlage für den Verleger darstellen, einen Anteil am Ausgleich für die Nutzungen des Werkes zu beanspruchen, die im Rahmen einer Ausnahme oder Beschränkung in Bezug auf das übertragene oder lizenzierte Recht erfolgt sind.

Auch hier geht es meiner Auffassung nach nur um Nutzungen des Werkes in seiner Gesamtheit und der Anspruch bezieht sich nur auf Nutzungen des Werkes, die im Rahmen einer Ausnahme oder Beschränkung in Bezug auf das übertragene oder lizenzierte Recht erfolgt sind, also wenn der ursprüngliche Urheber Ausnahmen oder Beschränkungen in Bezug auf das übertragene oder lizenzierte Recht festgelegt hat.

Aber genau solch eine Festlegung von Ausnahmen oder Beschränkungen in Bezug auf das übertragene oder lizenzierte Recht durch den Urheber sollten eigentlich auch entsprechende Beschränkungen der Rechte desjenigen zur Folge haben, dem dieses beschränkte (!) Recht übertragen wurde bzw. der eine entsprechend beschränkte (!) Lizenz erworben hat, also des Verlegers!

Alles in allem komme ich zu dem Schluß, dass das Zitieren aus anderen Presse- oder sonstigen Veröffentlichungen nach wie vor zulässig ist, wenn es für die Erstellung eines eigenen geistigen und damit neuen Werkes (!) erfolgt!

Viele meiner Artikel sind entstanden aus meiner Meinung zu fremden Veröffentlichungen, vielfach in der Mainstreampresse, und natürlich zitiere ich dann auch aus den im Rahmen meiner Recherche zum Thema gefundenen Quellen als Beleg bzw. Aufhänger für meine Aussagen und immer unter eindeutiger Angabe der Ursprungsquelle, um das Urheberrecht eben nicht zu verletzen!

Das wird im Übrigen regelmäßig auch in wissenschaftlichen Arbeiten so gehandhabt, in denen ebenfalls regelmäßig aus anderen Quellen unter Angabe der Quelle zitiert wird! Das Urheberrecht wird im Grunde erst verletzt, wenn man die Quelle, aus der die Urheberschaft hervorgeht, nicht benennt und damit das Zitierte als eigene geistige Schöpfung erscheinen könnte!

Kein Nachrichtenkommentar wäre mehr möglich, wenn, wie es die aktuelle Medienberichterstattung zum Thema „EU-Urheberrechtsreform“ suggeriert, bereits für kurze zitierte Auszüge aus Artikeln der Zeitungs- und Zeitschriftenwirtschaft Lizenzgebühren anfallen würden, was wahrscheinlich eben nur für Nachrichten-Aggregatoren (https://de.wikipedia.org/wiki/Aggregator) und Suchmaschinen gilt  (https://www.urheberrecht.de/urheberrechtsreform/)!

Bei diesem Artikel handelt es sich um meine persönliche Meinung und Rechtsauffassung der Gesetzestexte! Ich übernehme aber keine Gewähr für deren Richtigkeit, da diese Gesetze regelmäßig so komplex sind, dass eine letztendliche Rechtssicherheit kaum gewährleistet ist! Auch Gerichte dürfen Gesetze nach Ihrer sogenannten „Rechtsauffassung“ (das heißt im Grunde nach Gutdünken) auslegen, so dass selbst eindeutige Formulieren oftmals letztendlich keine wirkliche Rechtssicherheit bieten!

Jeder muß also in eigener Verantwortung für sich entscheiden, welche Konsequenzen er aus dieser Neuerung des Urheberrechtes zieht!

Ich belasse auf meiner Seite alles beim Alten, denn ich lasse mir nicht verbieten, u.a. die „Mainstreampresse“ weiterhin in eigenen „Werken“, sprich Artikeln unter die Lupe zu nehmen, was Zitieren aus Presseveröffentlichungen unerlässlich macht!

Und Vorsicht, dass Sie, verehrter Leser, mein Urheberrecht nicht verletzen! Kurze zitierte Auszüge unter eindeutiger Quellenangabe meines Ursprungstextes sind hingegen erlaubt und ausdrücklich erwünscht!

Und abschließend noch kurz zum Thema „Uploadfilter“, die im Gesetz selbst Inhaltserkennungstechniken genannt werden, dem ich mich hier weniger gewidmet habe, da es die großen Plattformen betrifft, auf denen deren unzählige User ihre Inhalte hochladen:

Kritiker warnen vor Uploadfiltern

Ziel der Reform ist ein europaweit gleiches Urheberrecht, dass dem digitalen Zeitalter angepasst werden soll. Das neue Gesetz soll Online-Plattformen wie beispielsweise YouTube haftbar machen, wenn Nutzer gegen Urheberrechte verstoßen – also geschützte Werke ohne Erlaubnis veröffentlichen. In dem monatelangen Streit um die EU-Reform stand vor allem die Frage im Raum, wie die Plattformen Verstöße entdecken sollen.

Kritiker warnen, dass sogenannte Uploadfilter zum Einsatz kommen könnten, also automatische Prüfmechanismen, die sämtliche Inhalte vor ihrer Veröffentlichung auf mögliche Urheberrechtsverletzungen abklopfen. Durch diese Kontrolle droht aus Sicht der Kritiker aber auch eine mögliche Einschränkung von freier Meinungsäußerung im Netz.

https://www.tagesschau.de/ausland/eu-urheberrecht-reform-101.html

Ach, die freie Meinungsäußerung im Netz…

Wer der Illusion erliegt, wir hätten die, mag sich nun darüber aufregen, dass gewisse Inhalte vielleicht nun von vornherein erst gar nicht hochgeladen/veröffentlicht werden. Wenn man aber weiß, dass eh alles, was unter Denkverbot steht, Videos bei YouTube beispielsweise, regelmäßig plötzlich aus dem Netz verschwunden ist, weil angeblich ein Urheberrecht verletzt oder gegen was auch immer verstoßen wurde, dann relativiert sich auch diese „Neuerung“.

Dieser Artikel beäugt die Reform auch aus einem zumindest etwas kritischeren Blickwinkel:

https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.abstimmung-im-eu-parlament-fragen-antworten-zum-kampf-ums-urheberrecht.4f1ffdf9-d8cd-4ce2-836d-96552b7ceece.html

Weitere relevante Gesetzestexte:

Teil 2 Verwandte Schutzrechte

Abschnitt 7 Schutz des Presseverlegers

§ 87f Presseverleger

§ 87f hat 1 frühere Fassung und wird in 2 Vorschriften zitiert

(1) 1Der Hersteller eines Presseerzeugnisses (Presseverleger) hat das ausschließliche Recht, das Presseerzeugnis oder Teile hiervon zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich zu machen, es sei denn, es handelt sich um einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte. 2Ist das Presseerzeugnis in einem Unternehmen hergestellt worden, so gilt der Inhaber des Unternehmens als Hersteller.

(2) 1Ein Presseerzeugnis ist die redaktionell-technische Festlegung journalistischer Beiträge im Rahmen einer unter einem Titel auf beliebigen Trägern periodisch veröffentlichten Sammlung, die bei Würdigung der Gesamtumstände als überwiegend verlagstypisch anzusehen ist und die nicht überwiegend der Eigenwerbung dient. 2Journalistische Beiträge sind insbesondere Artikel und Abbildungen, die der Informationsvermittlung, Meinungsbildung oder Unterhaltung dienen.

Text in der Fassung des Artikels 1 Achtes Gesetz zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes G. v. 7. Mai 2013 BGBl. I S. 1161 m.W.v. 1. August 2013

§ 87g Übertragbarkeit, Dauer und Schranken des Rechts

§ 87g hat 1 frühere Fassung und wird in 1 Vorschrift zitiert

(1) 1Das Recht des Presseverlegers nach § 87f Absatz 1 Satz 1 ist übertragbar. 2Die §§ 31 und 33 gelten entsprechend.

(2) Das Recht erlischt ein Jahr nach der Veröffentlichung des Presseerzeugnisses.

(3) Das Recht des Presseverlegers kann nicht zum Nachteil des Urhebers oder eines Leistungsschutzberechtigten geltend gemacht werden, dessen Werk oder nach diesem Gesetz geschützter Schutzgegenstand im Presseerzeugnis enthalten ist.

(4) 1Zulässig ist die öffentliche Zugänglichmachung von Presseerzeugnissen oder Teilen hiervon, soweit sie nicht durch gewerbliche Anbieter von Suchmaschinen oder gewerbliche Anbieter von Diensten erfolgt, die Inhalte entsprechend aufbereiten. 2Im Übrigen gelten die Vorschriften des Teils 1 Abschnitt 6 entsprechend.

Text in der Fassung des Artikels 1 Achtes Gesetz zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes G. v. 7. Mai 2013 BGBl. I S. 1161 m.W.v. 1. August 2013

§ 87h Beteiligungsanspruch des Urhebers

§ 87h hat 1 frühere Fassung und wird in 1 Vorschrift zitiert

Der Urheber ist an einer Vergütung angemessen zu beteiligen.

Text in der Fassung des Artikels 1 Achtes Gesetz zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes G. v. 7. Mai 2013 BGBl. I S. 1161 m.W.v. 1. August 2013

https://www.buzer.de/s1.htm?g=UrhG&a=87f-87h

RICHTLINIE 2012/28/EU DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES

vom 25. Oktober 2012

über bestimmte zulässige Formen der Nutzung verwaister Werke

(Text von Bedeutung für den EWR)

https://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2012:299:0005:0012:DE:PDF

Irreführende und vielleicht sogar gefährliche Fragen im „Amtlichen Fragenkatalog für die Führerscheinprüfung“?

07.10.2017

Aus aktuellem Anlaß habe ich mich mal mit den Fragen im „Amtlichen Fragenkatalog für die Führerscheinprüfung“ auseinandergesetzt und musste feststellen, dass dort Fragen gestellt werden, die mehr als irreführend gestellt sind, so dass die „richtige“ Beantwortung der Fragen laut Ersteller des Kataloges meiner Auffassung nach nicht unbedingt logisch oder sogar falsch ist!

Eine Frage, über die ich gestolpert bin, kann meiner Meinung nach auch zu höchst gefährlichen Manövern im Straßenverkehr führen, wenn sich der Fahrschüler von der diesbezüglich angeführten und absolut theoretischen Erklärung verleiten lässt, in der entsprechenden Situation gemäß dieser Vorgaben zu reagieren!

Die Frage lautet:

Was erhöht die Gefahr, bei schneller Fahrt aus der Kurve zu “fliegen”? (Anzahl an Fehlerpunkten ab einer falschen Antwort: 3)

1)    Bremsen

2)    Beschleunigen

3)    Auskuppeln

Als richtige Antworten sind A und B anzukreuzen, während „Auskuppeln“ diese Gefahr nicht erhöhen soll!

Die theoretische Erklärung im Kommentar zur Frage lautet:

Ist in Kurven die Fliehkraft höher als die Seitenführungskraft, geht der Kraftschluss (die Verzahnung zwischen Reifen und Fahrbahn) verloren und das Fahrzeug fliegt aus der Kurve. Die Fliehkraft wird umso höher, je schneller man fährt. Wenn dann beim schnellen Fahren noch andere Faktoren hinzukommen, die den Kraftschluss mindern, z.B. Bremsen oder Beschleunigen, erhöht sich die Gefahr, aus der Kurve zu fliegen.

Ich habe beim schnellen Fahren fett markiert, weil es genau darauf auch in der Frage ankommt, wenn man dort die Option Bremsen ankreuzt! Ich hatte dies richtig beantwortet, weil ich davon ausgegangen war, dass gemeint ist, dass man an abruptes Bremsen schon fast im Scheitelpunkt der Kurve denkt! Zwei von mir befragte Personen hingegen hätten Bremsen nicht angekreuzt, weil sie an vorsichtiges Bremsen noch vor dem Scheitelpunkt der Kurve dachten, denn man merkt in der Regel auch schon vorher, dass man zu schnell ist! Ergo führt die Art der Fragestellung bereits dazu, dass Prüflinge gar nicht genau wissen, was gemeint ist und schon deshalb hier etwas „Falsches“ ankreuzen! Vorsichtiges Abbremsen ist aus meiner persönlichen Erfahrung das Mittel der Wahl, um die Kontrolle über das Fahrzeug zu behalten! „Bremsen“ hingegen pauschal als gefahrerhöhend zu bewerten, halte ich für sehr gefährlich, da unerfahrene Fahrer vielleicht aufgrund dieser vermittelten Theorie in der Gefahrensituation nicht richtig reagieren!

Ich als Autofahrerin mit 36jähriger Fahrpraxis würde weiterhin nicht im Traum daran denken, während der Fahrt aus irgend einem anderen Grund auszukuppeln, als für das Wechseln des Ganges!

Auskuppeln führt dazu, dass das Fahrzeug zwar nicht schneller wird, aber weniger schnell langsamer wird, da auch die Gänge eine Bremswirkung haben! Je kleiner der Gang, desto höher die Bremswirkung! Deshalb darf man ja auch nicht bei höherer Geschwindigkeit von einem hohen Gang direkt in einen viel kleineren runterschalten, es sei denn, man würde gleichzeitig die Geschwindigkeit in der gleichen Zeit entsprechend reduzieren.

Wissen, was passiert, könnte man natürlich nur, wenn man es „ausprobiert“, aber ich würde jedem dringend davon abraten! In Fahrsicherheitstraining soll Auskuppeln in der Kurve erprobt werden und man soll die Erfahrung machen, dass es funktioniert. Ich kann es mir dennoch kaum vorstellen, was nicht heißt, dass ich damit richtig liege.

Übrigens umfasst der Fragenkatalog heutzutage mehr als 1.500 Fragen, wobei jede Frage mit 2 bis 5 Fehlerpunkten bewertet wird und selbst bei teilweise „richtiger“ Beantwortung, wie im vorliegenden Fall z.B. durch Ankreuzen aller drei Optionen, wie es ein erfahrene Fahrerin wie ich mit gesundem Menschenverstand und gesunder Kritikfähigkeit auch weiterhin sehen würde, selbst wenn die „Experten“, die sich solche Fragen ausdenken, dies anders bewerten, die Gesamtzahl der angesetzten Fehlerpunkte pro Frage zum Tragen kommt! Das heißt, dass man bereits beim teilweise „falschen“ Beantworten von 2 bis 3 von 30 Fragen durchgefallen ist, weil man insgesamt höchstens 10 Fehlerpunkte haben darf! Kein Wunder, würde ich sagen…

Man könnte jetzt auf auch auf den Gedanken kommen, dass es sich für den Staat durchaus lohnt, die Prüflinge sehr schnell durchfallen „zu lassen“, denn bei einer erneuten Vorstellung zu Prüfung dürfen die Gebühren von mehr als 20 Euro erneut gezahlt werden! Und natürlich darf man die Prüfung beliebig oft wiederholen…

Ein Fahrlehrer, den ich darauf ansprach, und der sich meiner Meinung zur vorstehenden Frage anschloss, kommentierte, dass der Verband der Fahrlehrer seit langem darauf dränge, den Fragenkatalog durch Leute aus der Praxis überarbeiten zu lassen, da es reine Theoretiker in den Behörden seien, die sich diese Fragen ausdenken. In Anbetracht der „Qualität“ bestimmter Fragen würde mich das auch wirklich nicht wundern!

Dieser Fahrlehrer hat genau wie mein Mann in einem Fahrsicherheitstraining „gelernt“, dass Auskuppeln die Gefahr, bei schneller Fahrt aus der Kurve zu fliegen, nicht erhöhen würde, ergo verringern müsste! Ausprobieren würde es aber weder der Fahrlehrer noch mein Mann! Aber was ist mit jungen Menschen, die vielleicht durch derlei Theorie, die uns früher nicht so vermittelt wurde, verunsichert werden und im Ernstfall vielleicht danach handeln würden? Wer kann im Nachhinein sagen, ob das Fahrzeug nicht gerade erst durch dieses in meinen Augen gefährliche Fahrmanöver aus der Kurve fliegt?

Googeln nach der wörtlichen Formulierung der oben zitierten Begründung im Kommentar zur Frage hat ergeben, dass man kein entsprechendes Suchergebnis findet, aber man stößt auf Quellen zum Thema zu schnelle Geschwindigkeit in Kurven im Zusammenhang mit Fliehkraft und Seitenführungskraft, wie z.B. nachstehende Quelle eines schweizerischen Fahrlehrer-Portals:

Die Flieh- und Seitenführungskräfte Beim Befahren von Kurven entstehen Kräfte, die dein Fahrzeug nach aussen ziehen.

Entgegengesetzt zur Fliehkraft wirken die Seitenführungskräfte der Reifen.

Solange die Seitenführungskräfte grösser sind als die Fliehkraft, folgt das Fahrzeug der Lenkbewegung.

Ist jedoch die Fliehkraft grösser, rutscht der Reifen seitlich weg. Das Fahrzeug bricht aus seiner Spur aus.

Die Fliehkraft (Zentrifugalkraft) wird grösser

–      bei zusätzlichem Gewicht

–      – bei kleinerem Kurvenradius

–      – bei höherer Geschwindigkeit

Oft musst du im Innerortsverkehr neben dem Lenken auch Bremsen oder Beschleunigen (Längskräfte).

Die Seitenführungskraft wird kleiner, je mehr Kraft zum Beschleunigen oder Bremsen verbraucht wird. Bei niedrigen Geschwindigkeiten fällt dieser Umstand nicht so ins Gewicht. Wenn du ausserorts oder speziell bei schwierigen Strassenverhältnissen unterwegs bist, solltest du die Risikofaktoren «Lenken – Bremsen – Beschleunigen» unterscheiden beziehungsweise möglichst nicht gleichzeitig ausführen.

http://www.fahrlehrer-portal.ch/__/frontend/handler/document.php?id=102&type=42

Hier ist ganz klar davon die Rede, dass Bremsen und Beschleunigen gemäß der Definition vom Zusammenwirken von Flieh- und Seitenführungskraft Risikofaktoren sind, die auch nur, wenn sie falsch angewendet werden (denn natürlich muß man immer Lenken!) die Gefahr erhöhen, die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren und damit auch in der entsprechenden Situation aus der Kurve zu fliegen! Das Thema Auskuppeln zur Gefahrminderung findet hingegen keinerlei Erwähnung! Und deshalb sollte auf keinen Fall durch eine Fragestellung, wie oben zitiert, zumindest der Eindruck erweckt werden, Auskuppeln könne diese Gefahr mindern! Wenn dem so wäre, dann hätte das doch auf auf der vorstehend zitierten Fachseite erwähnt werden müssen, oder nicht? Hier ist aber nur von den Risikofaktoren „Lenken – Bremsen – Beschleunigen“ die Rede, aber nicht von einem das Risiko angeblich mindernden Auskuppeln!

Und hier noch eine Antwort eines ebenfalls die Fragestellung hinterfragenden (und deshalb (?) gelöschten) Forenschreibers:

GeloeschterNutzer

Sept. ’14

Da du nach einer fahrphysikalischen Erklärung gefragt hattest, ist HansenPaules Erläuterung völlig richtig.

Ich halte die Frage dennoch für dusselig gestellt und die Auswahl der Antworten für irreführend falsch, denn den Autofahrer interessiert im Ernstfall nicht die Theorie, sondern die Praxis und die sieht u.U. so aus: In die Kurve hinein mit schneller Fahrt (wie in der Frage beschrieben, es ist ja nicht von der Haftgrenze die Rede), man stellt fest, oh, die Kurve ist eine sog. Hundekurve (wird immer enger im Radius). Da nur das Gas vorsichtig wegzunehmen kann unzureichend sein und in der Situation ist genau das, was du im Fahrsicherheitstraining gelernt hast, u.U. auch richtig anzuwenden. Allein schon die Feststellung “Kurve ist länger als erwartet” kann ein vorsichtiges Bremsen erforderlich machen, weil sie u.U. unübersichtlich ist. So lange schnell nicht (haftungs-) grenzwertig ist, kann vorsichtiges Bremsen (das man ja im Fahrsicherheitstraining übt) durchaus richtig und notwendig sein.

Für diese Antwortmöglichleiten und die als richtig bestimmten davon hätte die Frage lauten müssen:

Was erhöht die Gefahr, aus der Kurve zu “fliegen”, wenn das Fahrzeug knapp unterhalb der Haftgrenze bewegt wird?

So wie die Frage gestellt ist, kann sie aber unerfahrene Autofahrer abschrecken, in einer bestimmten Situation das Richtige zu tun. (Anmerkung: Nämlich auch vorsichtig zu bremsen!)

Und noch etwas: Auch Auskuppeln kann die Gefahr (…) erhöhen, nämlich wenn sich die Kurve im Gefälle befindet und man im Schubbetrieb (Motorbremse) unterwegs ist und das Fahrzeug nach dem Auskuppeln schneller wird.

Also: wer sich diese Frage überlegt hat, der hätte besser noch etwas mehr nachgedacht, bevor sie veröffentlicht wurde. (Anmerkung: GANZ GENAU!)

Dass es besser ist, es nicht zu solch einer Situation kommen zu lassen steht außer Frage aber hier ja auch nicht zur Debatte (nur nochmal zur Erinnerung für Alle, die dies lesen).

http://www.autoplenum.de/forum/d/56202/frage-zu-fahrphysik—fuehrerscheinfrage-

Und noch eine Meinung zum Thema „Auskuppeln“:

Re: Re: fragen zur Kupplung

Autor

sternenfahrer

Datum

Dienstag, 4. September 2007

Text

und darüber, ob das auskuppeln schadet, höre ich immer was andere, bin schon ganz verwirrt. aber kann es auch zu verschleiß kommen, wenn ich auskupple (die kupplung trete), wenn ich z.B. bei einer roten ampel STEHE?? oder meint ihr jetzt nur, dass es während der fahrt schlecht ist?

ähm… im Laufe einer Autofahrt musst du einige Mal auskuppeln, um einen geeigneten (nächsten) Gang einzulegen usw. Schaden tut das nicht wirklich – halt die übliche Abnutzung des Getriebes/Kupplung, ist aber weiter nicht schlimm (dürfte das ganze Autoleben überstehen). Schlimm ist FAHRtechnisch das Auskuppeln während der Fahrt, weil du dannn keine direkte Kontrolle mehr über das Fahrzeug hast. Z. B. darfst du nicht in einer Kurve auskuppeln, da du die Motorbremswikrung miteinnehmen und im Scheitelpunkt der Kurve wieder Gas geben solltest.
Auskuppeln, sollte man:
1. Gang-Wechsel (z. B. auch Leerlauf für Ampel)
2. Wenn das Fahrzeug rutscht/schlingert/unkontrolliert ist

Auskuppeln sollte man NICHT:
1. Während der freien Fahrt
2. Im Gefälle (auch in der Stigung) 
3. In (schlimmer noch: vor) der Kurve

Gibt bestimmt noch mehr Punkte, aber im Prinzip müsste das deine Antwort etwas umfassender erklären.

Schaden (vom Material, Mechanik) tut das auskuppeln aber eig so gut wie nicht!

http://www.fahrschulforum.de/fuehrerschein/fragen_zur_Kupplung,172808_msg.html

Die beiden vorstehenden Kommentare klingen meiner Auffassung nach völlig einleuchtend und decken sich mit meiner Meinung zum Thema, wenngleich ich es auch nicht so professionell hätte begründen können, sondern wohl mehr intuitiv an das Thema heran gehen würde! So wie ich in meiner gesamten Fahrpraxis intuitiv vorsichtig gebremst habe, wenn ich denn mal zu schnell in eine Kurve gefahren bin, was jedem noch so erfahrenen Fahrer auch nach Jahrzehnten Fahrpraxis an einem ihm bis dato unbekannten Straßenverlauf passieren kann, wenn er sich plötzlich vor einer nicht rechtzeitig erkennbaren starken Kurve befindet, der er sich zu schnell genähert hat!

Nachstehend noch zur Unterhaltung einige weitere Fragen, über die ich gestolpert bin und mit deren „richtiger“ Beantwortung ich nicht so ganz einverstanden bin:

Warum wirkt sich umweltschonendes Fahren im Allgemeinen auch auf die Verkehrssicherheit günstig aus? (Hier werden sogar 4 Fehlerpunkte ab einer falschen Antwort angerechnet, wodurch man bei den beiden bisher zitierten Fragen bereits 7 von 10 möglichen Fehlerpunkten, mit denen man die Prüfung gerade noch besteht, erreicht hat!)

Angeblich richtige Antwort (unter anderem):

Weil dabei vorausschauend gefahren wird, so dass etwaige Gefahren früh erkannt und deshalb gut vermieden werden können

Ich habe das nicht angekreuzt, denn natürlich bedeutet umweltschonendes Fahren nicht zwangsläufig, dass der Fahrer deshalb auch zwingend vorausschauend fährt bzw. vorausschauender fährt, als Autofahrer, die nicht umweltschonend fahren! Auch hier müsste man erst mal definieren, was unter umweltschonendem Fahren überhaupt zu verstehen ist! Mein Mann hat die Frage „richtig“ beantwortet, weil er sofort an langsames Fahren dachte, und jemand der langsamer fährt könne schneller reagieren und damit vorausschauend fahren. Sicher richtig, wenn man die Frage so versteht! Ich z.B. habe aber bei umweltschonendem Fahren erst mal an ein umweltschonendes Fahrzeug gedacht und nicht an langsameres Fahren! Man sieht, dass diese Fragestellungen geradezu dazu einladen, hier etwas „Falsches“ anzukreuzen und damit völlig ungeeignet sind, das theoretische Wissen eines Fahrprüflings festzustellen!

Aus logischer Sicht (und ich bin nun mal ein sehr logisch denkender Mensch) ist es richtig, die vorstehend genannte Antwort nicht anzukreuzen, da umweltschonendes Fahren nicht zwangsläufig und zu 100%, was die Fragestellung aber impliziert (!), bedeutet, dass der Fahrer deshalb auch zwingend vorausschauend fährt!

Nächste Frage:

Wie können Sie ausreichende Sicht durch die Frontscheibe erhalten? (Anzahl an Fehlerpunkten ab einer falschen Antwort: 3)

Hier hätte man ankreuzen sollen:

Bei Schneematsch die Scheibenwischer schon einschalten, bevor Ihnen andere Fahrzeuge Matsch auf die Scheibe schleudern

Auch hier habe ich diese Antwort nicht angekreuzt, denn bei Schneematsch schneit oder regnet es nicht automatisch, und wenn es nicht schneit, regnet oder nieselt und die Scheiben nicht nass werden, dann schalte ich auch keinen Scheibenwischer ein, der regelmäßig kratzt, wenn die Scheibe zu trocken ist!

An solchen Fragen, mit Verlaub dämlichen Fragen, kann man eindeutig erkennen, dass diese nicht nur inhaltlich völlig ungeeignet sind, sondern auch dazu führen, dass Prüflinge oftmals unnötig „durchfallen“!

Nächste Frage:

Sie fahren bei Dunkelheit mit Fernlicht. Wann müssen Sie abblenden? (Anzahl an Fehlerpunkten ab einer falschen Antwort: 3)

Eine der möglichen Antworten:

Wenn ich eine Straße mit durchgehender, ausreichender Beleuchtung befahre

Auch das habe ich nicht angekreuzt, obwohl es „richtig“ ist, weil die Gesetzgebung es offensichtlich so vorschreibt, wie anschließendes Googeln ergeben hat, was mir aber zugegebenermaßen nicht mehr präsent war! Sehr wahrscheinlich schon deswegen, weil es ebenfalls nicht logisch ist, dasss ich abblenden muß, wenn ich an einer ausreichend beleuchteten Stelle niemanden blende, weil mir z.B. weder ein Fahrzeug begegnet noch ein sonstiger Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer oder Fußgänger! Und genau deshalb habe ich, unter rein logischen Gesichtspunkten hier kein Kreuzchen gesetzt!

Und auch mit dieser Argumentation habe ich definitiv Recht, und deshalb ist das angeblich korrekte Ankreuzen dieser Antwort definitiv falsch! (Selbst wenn es fragwürdige Gesetze geben sollte, die so was eventuell vorschreiben…)

Nächste Frage:

Sie fahren einen PKW und während der Fahrt klingelt Ihr Mobiltelefon. Was ist hierbei zu beachten, wenn Sie keine Freisprechanlage haben? (Anzahl an Fehlerpunkten ab einer falschen Antwort: 3)

Eine der möglichen Antworten:

Zum Telefonieren muß der Motor ausgeschaltet sein

Auch zu dieser Antwort gibt es eine Gesetzesgrundlage:

§ 23(1a) StVO definiert wie folgt: “Wer ein Fahrzeug führt, darf ein Mobil- oder Autotelefon nicht benutzen, wenn hierfür das Mobiltelefon oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten werden muss. Dies gilt nicht, wenn das Fahrzeug steht und bei Kraftfahrzeugen der Motor ausgeschaltet ist.”

Aber wieso muß der Motor ausgeschaltet sein, wenn ich anhalte und kurz telefoniere? Klar, aus umweltbewussten Gründen würde ich sowieso den Motor immer ausschalten, aber eine wirklich logische Erklärung gibt es dafür nicht! Aber o.k., das kann man einfach so hinnehmen und sich einprägen, um die Frage dann im Sinne der Gesetzgeber und Macher des Fragenkataloges „richtig“ zu beantworten genauso wie die zuvor gestellte Frage mit dem Abblenden bei ausreichender Beleuchtung auch!

Nächste Frage:

Bei stockendem Verkehr müssen bestimmte Bereiche freigehalten werden. Welche sind dies? (Hier werden ebenfalls sogar 4 Fehlerpunkte ab einer falschen Antwort angerechnet!)

Neben Kreuzungen und Bahnübergängen habe ich hier auch die dritte Option Grundstückseinfahrten angekreuzt, und es will mir gar nicht einleuchten, dass man private Grundstückseinfahrten bei stockendem Verkehr nicht frei halten muß, während man aber gleichzeitig vor diesen ja auch nicht parken darf, um sie nicht zu versperren! Aber ebenfalls o.k., kann man sich einfach entsprechend einprägen.

Nächste Frage:

Zu welchem Zweck darf die Hupe außerorts benutzt werden? (Anzahl an Fehlerpunkten ab einer falschen Antwort: 2)

Die Antwort alsRufzeichen soll natürlich nicht angekreuzt werden, was schlüssig ist, genauso wie man die Antwort alsWarnsignal ebenfalls sinniger Weise ankreuzen muß! Als dritte Option aber wird alsÜberholsignal angegeben, was im Sinne der Prüfung angekreuzt werden soll! Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich das gelesen habe, denn ich würde ebenfalls im Traum nicht darauf kommen, während eines Überholvorgangs zu Hupen, weil Hupen immer andere Autofahrer erschreckt und verunsichert! Aber es ist in der Tat außerorts erlaubt… Auch hier o.k., kann man sich entsprechend einprägen, muß man aber nicht in die Tat umsetzen, was auch Gott sei Dank und bezeichnender Weise so gut wie niemand tut! Warum wohl nicht?

Ich habe einen simulierten Test mehrfach durchgeführt und habe ihn, nachdem ich zunächst 4 mal durchgefallen bin, beim 5. Anlauf endlich geschafft! (Ganz ohne vorheriges Vorbereiten, versteht sich, und wie gesagt: meine eigene Führerscheinprüfung liegt 36 Jahre zurück!)

Die Fragen, die wirklich relevant für die tägliche Fahrpraxis, wie Verhalten in bestimmten Fahrsituationen, sind meiner Auffassung nach die einfachsten! „Scheitern“ wird man eher an unklar formulierten Fragen im Stil der vorstehend zitierten! Und ich bin natürlich, weil ich nicht, wie Prüflinge den Prüfstoff zuvor erneut gelernt habe, an Fragen zu auswendig zu lernenden Formeln für z.B. Sicherheitsabstände oder Bremswege, weil man diese natürlich schnell wieder vergisst und in der Praxis eh nie anwendet und an Fragen zu wenig Sinn machenden Gesetzesvorgaben, die man schon aus diesem Grund „verdrängt“, „gescheitert“…

Auch hier gilt: Wer zu viel über Sinn oder Unsinn nachdenkt, weil er sich das selbstständige Denken bewahrt hat, wird hier eher Scheitern als der Unkritische, der brav und fleißig auswendig gelernt hat! Aber in fast allen Lebenssituationen, insbesondere den beruflichen, ist es ja nichts anderes! Kritisch mitdenkende Zeitgenossen sind nicht gerne gesehen…

Auch W1nChester kann mit dieser Art von Fragen nichts anfangen:

Frage von W1nChester 

vor 3 Jahren  115

Bescheuerte Fahrprüfungsfragen

Hallo Leute,

ich will in den nächsten Monaten mal meinen Führerschein machen und habe deshalb im Internet mal 30 Fragen probeweise beantwortet und bin irgendwie ziemlich sauer über einige Fragen.

ich konnte 20 von 30 richtig beantworten (erster Versuch), aber manche Fragen sind einfach extrem grenzwertig gestellt und ergeben (für mich) im Zusammenhang mit den Bildern auch keinen Sinn.

Das Problem ist, dass ich etwas logisch nachvollziehen können muss, wenn ich damit konfrontiert werde. Ist das nicht der Fall, dann verkacke ich ziemlich :-)

Denkt ihr ich gewinne noch einen “Blick” für diese meines Erachtens nach unlogischen Fragen? Denn das ist anscheinend überhaupt nicht mein Ding, weil ich mir die Antworten (sollte es so weitergehen) mit den Lösungen einfach nur einprägen werde, aber es nicht wirklich im Gehirn speichere und dementsprechend auch nicht im Straßenverkehr einsetze.

Das auswendig lernen ist überhaupt kein Problem, aber das ist ja nicht Sinn der Sache.

Antworten

https://www.gutefrage.net/frage/bescheuerte-fahrpruefungsfragen

Meine Antwort an dieser Stelle, denn es gelang mir partout nicht, mich in diesem Forum anzumelden:

Mir geht es wie Dir: Einige Fragen sind definitiv nicht logisch formuliert, und der Intelligente kreuzt dann das, was aus Sicht der Fragesteller “falsch” ist, an bzw. das, was aus Sicht der Fragesteller richtig ist, nicht an!

Es sind genau die, die einfach nur stumpfsinnig auswendig lernen, die vermutlich bei dieser Art von Fragen erfolgreich sind!

Also mach Dir keine Sorgen: Du gehörst definitiv zu denen, die mitdenken, wenn Dir bei der Art der Fragen bzw. der Art der Fragestellung Einiges spanisch vorkommt!

Und insbesondere zum Letzten Satz des Kommentarschreibers:

Auswendig lernen ist genau das, was bereits in meinen „Aus“-„Bildungen“ (das „Aus“ für die „Bildung“) in den 70er und 80er Jahren die Grundlage für „Erfolg“ war! Wer möglichst viele „Fakten“, die in den Lehrbüchern standen, am besten noch wortwörtlich (!) auswendig gelernt hatte, bekam die meisten Punkte! Alleine der Versuch, das Gelernte mit eigenen Worten wieder zu geben, führte regelmäßig zu einer schlechteren Bewertung!

Ich hatte Glück und konnte aufgrund meiner persönlichen Fähigkeiten die Leistungskurse Mathematik und Sprachen (Englisch und Französisch) wählen, so dass ich für die Arbeiten nie auswendig lernen musste, sondern Mathe einfach nur verstehen mußte, genauso wie man ein Händchen für Sprachen haben muß, und dann auch nicht wirklich lernen muß, sondern sich die Vokabeln sehr leicht merkt! Einzig die Grammatik muß man auch teils auswendig lernen, und auch das machte mir dann gleich weniger Spaß… All die reinen Lernfächer habe ich immer gehasst, weil ich mich auch für die Inhalte nicht interessierte! Heute weiß ich warum, denn das Wirklich Wissenswerte und Interessante, die Wahrheit, wird uns in unseren „Aus“-„Bildungen“ eh nicht erzählt! Heute interessiere ich mich brennend für politische Themen, für die Biologie, die Lehre vom Leben, die völlig unvereinbar ist mit der sogenannten Schulmedizin und für Vieles andere mehr, wie Sie meinen investigativen Artikeln entnehmen können!

Lesen Sie z.B. auch meinen Artikel Sinn oder Unsinn von „Potenzialanalysen“ bei Achtklässlern, der in den Zusammenhang passt.

Sehen Sie sich auch die Liste meiner Veröffentlichungen an und kontaktieren Sie mich, wenn Sie mehr lesen wollen!

Kreissparkasse Köln: Saftige Gebühren für SEPA-Überweisungen aus der (und in die) Schweiz?

oder: Wie auch Ebay durch schlechte Information und fragwürdige Bestimmungen fördert, dass Verkäufer ungewollt an Käufer aus der Schweiz verkaufen

Der nachfolgende Artikel ist mal wieder viel zu lang für den Durchschnittsleser, aber wenn man’s ausführlich und detailliert schildern will…

Als ich kürzlich ungewollter Weise über Ebay etwas an eine Käuferin aus der Schweiz verkaufte, die mich, wie ich finde, wenn dies auch ein anderes Thema ist, arglistig täuschte, indem sie sich die Ware an eine Postadresse direkt hinter der Grenze in Deutschland liefern ließ, denn ich gebe in meinen Ebay-Angeboten an, dass ich nur nach Deutschland liefere (was für mich implizierte, dass ich auch nur an in Deutschland ansässige Käufer liefere!), musste ich dann Wochen später (!) feststellen, dass mir erst mit der Quartalsabrechnung (!) für die Gutschrift des Zahlbetrages auf meinem Konto saftige 5,- Euro Gebühren berechnet wurden! Dass der Zahlbetrag für den über Ebay verkauften Artikel sich netto nach Abzug der Ebay-Gebühren auf nur 4,35 € belief, und ich also für die Arbeit des Einstellens des Artikels, für das Verpacken und zur Post bringen, auch noch 65 Cent drauf zahlen durfte, ist zwar in dem Fall besonders unglücklich, aber es geht darum, dass 5 Euro Gebühren, über deren Berechtigung man durchaus streiten darf, erstens in meinen Augen Wucher sind und zweitens eben auch vielleicht sogar gar nicht mehr anfallen dürften, wie die von mir recherchierten Quellen durchaus vermuten lassen! (Ich wollte erst schreiben, dass diese Gebühren vielleicht sogar „widerrechtlich“ sind, aber mit solchen Begriffen muß man ja vorsichtig sein, denn die Gesetzeslage bestimmt ja, was „rechtsgültig“ ist, was aber in vielen Fällen ja bekanntlich wenig damit zu tun hat, ob es auch „rechtens“ bzw. „gerecht“ ist!)

Wie wir bereits auf unserer Seite zur SEPA <http://www.iban.de/sepa.html> , der Single Euro Payments Area geschrieben haben, wurde mit Jahresbeginn 2008 der einheitliche europäische Zahlungsraum Realität. Durch ihn sind nun Überweisungen innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten sowie von und nach Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz genauso günstig und vor allem auch schnell wie Inlandsüberweisungen.

http://www.iban.de/sepa-ueberweisung.html

Die Seite iban.de sollte es wissen müssen! Von „genauso günstig wie Inlandsüberweisungen“,die ja bekanntlich im Onlinebanking kostenfrei sind und auch am Schalter nur geringe Gebühren auslösen, kann jedenfalls mitnichten die Rede sein!

Der Begriff SEPA (Single Euro Payments Area) bezeichnet einen einheitlichen Euro- Zahlungsverkehrsraum, bei welchem keine Unterschiede mehr zwischen inländischen und grenzüberschreitenden Zahlungen gemacht werden. Der SEPA-Raum umfasst dabei derzeit alle EU-Mitgliedsstaaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen die Schweiz.

http://www.iban.de/sepa.html

Dass diese Vorgaben also auch für die Schweiz gelten sollten (!), steht hiermit fest!

Und wie kann es überhaupt sein, dass der Zahlungsempfänger für eine Gutschrift auf seinem Konto zur Kasse gebeten wird? Die Bank arbeitet mit dem Geld, und dafür wird der Bankkunde, der der Bank das Geld auf dem Konto zur Verfügung stellt, auch noch belastet? Wenn überhaupt müssten doch derlei Gebühren für den Überweisenden anfallen, der dann ja auch die Möglichkeit hätte zu entscheiden, ob er das Minusgeschäft tätigt oder nicht! Ich aber erfahre erst Wochen später über die Quartalsabrechnung, dass man mir 5 Euro Gebühren belastet!

Ich hätte meiner Auffassung nach zumindest unmittelbar mit der Gutschrift des Betrages auf dem Konto belastet werden müssen, denn dann hätte ich noch die Möglichkeit gehabt zu reagieren, und den Artikel an die mich arglistig täuschende Käuferin, die als Schweizer Staatsbürgerin die Problematik natürlich kennen muß und vielleicht sogar einseitig entschieden hat (?), dass ich als Empfängerin die Kosten zu tragen habe (auf meine diesbezügliche Frage ist sie nämlich auch gar nicht eingegangen!), nicht herauszugeben!

Doch dann kommen die Schweizer Besonderheiten. Mit einem Kreuzchen auf dem Überweisungsträger kann der Überweisende festlegen, wer die Kosten trägt – er oder der Empfänger oder beide. Bei einer Kostenteilung übernimmt jeder die Gebühren seiner eigenen Bank. Und beim Thema Gebühren sind Überweisungen aus der Schweiz eine unangenehme Ausnahme im europäischen SEPA-System.

Ziel der einheitlichen Verfahrensregeln ist es, grenzüberschreitende Überweisungen einfacher und billiger zu machen. Eine entsprechende EU-Preisverordnung regelt, dass SEPA-Überweisungen nicht mehr als Inlandsüberweisungen kosten dürfen.

SEPA-Überweisung Schweiz – Deutschland: Eidgenossenschaft als Sonderfall

Doch die Schweiz ist ein Sonderfall. Sie nimmt zwar am SEPA-System teil, gehört aber nicht zum Europäischen Währungsraum (EWR), der außer den EU-Ländern auch Liechtenstein, Island und Norwegen umfasst.

Die Entgegennahme von Zahlungen von außerhalb des EWR kann nach wie vor mit erheblichen Gebühren belastet werden. Die typischen Bankinformationen zum Sachverhalt lesen sich zum Beispiel so: „Die Gebühr bei Eingang einer SEPA-Überweisung aus der Schweiz oder Monaco in der Währung Euro beträgt betragsunabhängig 8,50 €. Die Belastung der genannten Gebühr erfolgt zum Monatsende.“

Und das, obwohl der Aufwand für die Bank genauso gering ist wie bei allen anderen SEPA-Überweisungen. Die Gebühren liegen in der Regel zwischen 5 € und 10 €, zum Teil aber auch darunter. Ein genauer Blick auf die Konditionen kann also Geld sparen.

http://www.gevestor.de/details/uberweisung-von-der-schweiz-nach-deutschland-transfer-mit-hurden-656897.html

Die KSK Köln sagt im Widerspruch zur vorstehenden Verlinkung, dass Überweisende nur im Falle von Auslandsüberweisungen, aber nicht für SEPA-Überweisungen festlegen müssten, wer die Gebühren zu zahlen habe, da bei SEPA-Überweisungen diese Gebühren ja nicht anfallen! Die in Rechnung gestellten Gebühren hätten mit diesen Gebühren für Nicht-SEPA-Überweisungen nichts zu tun!

Aber wenn man von der Bank (in dem Fall der KSK Köln) wissen möchte, von welcher Bank die Überweisung kommt, um den Sachverhalt bei der Schweizer Bank direkt zu prüfen, dann wird einem erst erzählt, dass könne man nicht sagen, weil „das Geld ja von der West LB bzw. jetzt von der Landesbank Hessen Thüringen käme“ (was für merkwürdige Umwege, von denen der Bankkunde auch nichts ahnt, die aber nur Nebenschauplatz sind) und überhaupt falle diese Auskunft unter den Datenschutz! Wem der Datenschutz in Wahrheit dient, wissen wir damit auch! Jedenfalls sicher nicht dem Kunden! Denn wieso, bitte schön, darf ein Bankkunde nicht erfahren, von welchem Konto aus eine Überweisung auf das eigene Konto geflossen ist?

Alles jedenfalls mehr als intransparent für den Kunden, wie so oft…

Die Antwort der Käuferin aus der Schweiz auf meine Frage, ob Sie entschieden hat, wer die Kosten für die Überweisung zu tragen hat, lautete übrigens:

Wie ich Ihnen bereits mitgeteilt habe mache ich seit Jahren sogenannte “SEPA-Zahlungen” die für den Empfänger in Deutschland kostenlos sind! Seit Jahren sind Sie komischerweise die erste der eine Gebühr für meine Überweisung in Rechnung gestellt wird!!!

Sie hätten bei Ebay “Käufer aus anderen Ländern” für eine Gebotsabgabe sperren können bzw. anstelle von Überweisungen aufs Bankkonto Paypal-Zahlungen akzeptieren können…Spätestens als die Auktion zu Ende war wurde Ihnen von Ebay mitgeteilt dass ich in der Schweiz wohne und auch da hätten Sie reagieren können wenn Sie keine “Auslandverkäufe” akzeptieren wollen…!

Ich kann nichts dafür wenn Ihnen ihre Bank Gebühren für etwas berechnet wo gar keine Gebühren für Sie oder Ihre Bank anfallen!

Wenn Sie die Gebühren Ihrer Bank nicht hinnehmen möchten dann wenden Sie sich doch bitte an Ihre Bank und erklären Sie denen dass ich “SEPA-Zahlungen” nach Deutschland mache damit neben dem zu überweisenden Betrag dem Kontoinhaber keine Gebühren entstehen!!!

Nicht nur, dass die Ausführungen dieser Schweizerin falsch sind, dass SEPA-Überweisungen grundsätzlich keine Gebühren beim Empfänger auslösen, wie mein Beispiel sowie Googeln belegt, denn es gibt viele unzufriedene Kunden, die gleich gelagerte Fälle im Internet schildern und auch obige Verlinkung zu Gevestor.de bestätigt es, sondern sie beginnt ihre Mail auch noch mit der im Nachhinein sehr berechnend erscheinenden wahrheitswidrigen Aussage, dass sie mir „bereits mitgeteilt hätte“, dass “SEPA-Zahlungen” für den Empfänger in Deutschland kostenlos seien! Dabei hatten wir über diese Problematik nie gesprochen, da mir ja noch nicht mal klar war, dass die Dame mit zwar französischem Namen nicht in Deutschland, sondern in der Schweiz lebte, denn in den Einzelheiten zum Kauf bei Ebay sieht man nur die Lieferanschrift! Nur in der Mail, die einem nach dem Verkauf von Ebay zugeht, steht in der Tat auch die Adresse der Käuferin! Man darf sich also fragen, warum diese nicht mehr in den wesentlichen „Einzelheiten zum Kauf“ steht, die man definitiv bei der Kaufabwicklung liest! Auf die Idee, in der lediglichen Mitteilung per Mail, dass ein Artikel verkauft wurde, die man in der Regel gar nicht liest und der man keine weitere Beachtung schenkt, nach solchen Informationen zu suchen, kommt jedenfalls niemand! Sehr wahrscheinlich stehen genau aus diesem Grund solch wichtige Informationen nur dort, aber nicht mehr in den „Einzelheiten zum Kauf“ der Kaufabwicklung, wo man nur die Lieferanschrift sieht!

Und ich hätte auch nicht bei Ebay “Käufer aus anderen Ländern” für eine Gebotsabgabe sperren können, wie diese „Dame“ ebenfalls wahrheitswidrig behauptet, denn die bei Ebay angebotene „Einschränkung des Käuferkreises“ lässt dies „sinniger Weise“ (aus Sicht von Käufern aus der Schweiz beispielsweise!) gar nicht zu!

Ich hatte zwar im Angebot Deutschland als ausschließliches Lieferland angegeben, aber dennoch konnte ja diese Käuferin trotz Wohnsitzes im Ausland bei mir kaufen, denn, und jetzt kommt’s, man kann zwar bei Ebay den Versand ins Ausland ausschließen, aber nicht den Käuferkreis auf in Deutschland bzw. bestimmte Länder ansässige Käufer beschränken! Auch das erfährt man erst, wenn man auf die Nase gefallen ist, denn auch derlei nicht gerade kundenfreundliche Bestimmungen sind nicht auf den ersten Blick offensichtlich! Man kann also bezüglich des Ortes des Käufers nur den Lieferort einschränken, nicht aber den Wohnsitz des Käufers auf bestimmte Länder beschränken:

Käufer an Orten, an die ich keine Ware verschicke.

 

Käufer nicht akzeptieren, deren bevorzugte Lieferadresse ein Ort ist, an den ich keine Ware verschicke.

Durch diese Bedingung können Sie verhindern, dass Mitglieder Artikel von Ihnen kaufen, ohne darauf zu achten, dass Sie Ihre Artikel nicht in das jeweilige Land verschicken.

http://offer.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?BuyerBlockPreferences

Die Formulierung ist schon bewusst kompliziert gewählt, dass dem Verbraucher auf den ersten Blick sehr wahrscheinlich gar nicht auffällt, dass hier mitnichten Käufer aus dem Ausland ausgeschlossen werden!

Und dann schreibt Ebay auch noch frech:

Durch diese Bedingung können Sie verhindern, dass Mitglieder Artikel von Ihnen kaufen, ohne darauf zu achten, dass Sie Ihre Artikel nicht in das jeweilige Land verschicken.

Ich verschicke zwar nicht in die Schweiz, um unangenehme Überraschungen wie diese Gebührengeschichte zu erleben, aber das kann man ja gekonnt umgehen, wie die gewiefte Käuferin aus der Schweiz erkannt hat! Aber die Geschäftsgebaren von Ebay sind ein anderes Thema, wie Sie auch schon hier lesen konnten: Ebay: “Verkaufs”gebühren auf Versandkosten? Geht’s noch?

Es ärgert jedenfalls dann noch mehr, dass nicht nur die Bank sondern auch die Ebay-Kundin in einem sehr zweifelhaften Licht erscheint!

Auch wenn im Fall von SEPA-Überweisungen die Problematik nicht anfallen sollte, dass der Überweisende einseitig entscheidet, wer welche Kosten zu tragen hat, fällt dennoch die Problematik an, dass die KSK Köln für Gutschriften aus ausgerechnet den Steuerparadiesen  Schweiz und Monaco 5,- € Gebühren in Rechnung stellt (und für Überweisungen in die Schweiz oder nach Monaco sogar noch saftigere 13,- € (!):

Beleghafte und beleglose SEPA-Überweisungen in die Schweiz/nach Monaco und aus der Schweiz/aus Monaco

Kostenart

Preis

Abwicklungsprovision Zahlungsausgang

bis 50.000,00 EURpauschal 13,00 EUR

ab 50.000,01 EURpauschal 75,00 EUR

Abwicklungsprovision Zahlungseingang

bis 50.000,00 EURpauschal 5,00 EUR

ab 50.000,01 EURpauschal 50,00 EUR

Zusatzkosten Korrespondenz(z. B. Nachfragen, Rückrufe, Rückgaben)

mind. 30,00 EUR

https://www.ksk-koeln.de/produkte/girokonten/internationaler-zahlungsverkehr/konditionen-preise-internationaler-zahlungsverkehr.aspx

Die Prüfung der “Preis und Leistungsmerkmale” der KSK Köln hat ergeben, dass diese einerseits bei Überweisungsgutschriften bei “Überweisungen in Fremdwährung bis 4.999,99 EUR 5,00 EUR” in Rechnung stellt, aber völlig unverständlicher Weise den gleichen Betrag berechnet, wenn es sich um eine SEPA-Überweisung in Euro handelt, die extra eingeführt wurde, um den Zahlungsverkehr zu erleichtern und auch unverhältnismäßige Gebühren für den Kunden zu vermeiden (!):

Punkt 2.1.2 Entgelte bei Überweisungsgutschriften 

Bei einem Überweisungseingang werden von der Sparkasse folgende Entgelte berechnet

Überweisung in Fremdwährung – bis 4.999,99 EUR 5,00 EUR2.2.2.2 Höhe der Entgelte Bei einer Entgeltweisung „0“ oder „2“ werden von der Sparkasse folgende Entgelte berechnet: Absenderland/Währung Entgelte in EUR Schweiz und Monaco in EUR mit IBAN/BIC (SEPA-Überweisung) – bis 49.999,99 EUR 5,00 EUR

https://www.ksk-koeln.de/preise-und-leistungsmerkmale-bei-der-kontofuehrung-und-erbringung-von-zahlungsdiensten-sowie-beim-scheckverkehr-mit-privatkunden-und-geschaeftskunden.pdfx

Daran erkennt man eindeutig, dass die KSK Köln hier versucht, Gebühren in unverhältnismäßiger Höhe einzustreichen, die aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen gar nicht mehr anfallen dürften! Der “Zahlungsverkehr” hat sich zwar “vereinfacht”, man überweist in der europäischen Einheitswährung Euro, aber hohe Gebühren berechnet man trotzdem? Wie ich bereits zitierte, sollen durch SEPA nun Überweisungen auch von und nachder Schweiz genauso günstig und vor allem auch schnell wie Inlandsüberweisungen sein (Quelle s.o.)! Ganz unabhängig von dieser bereits eindeutig dargelegten Rechtslage sowie von der Tatsache, dass die KSK Köln unsinniger Weise für Überweisungsgutschriften in Fremdwährung oder in Euro per SEPA-Überweisung die gleichen hohen Gebühren verlangt, die deren Preiskonditionen ad absurdum führen, wird kein Mitarbeiter selbst in irgend einer Form durch Einsatz von Arbeitskraft tätig wird! Derlei Überweisungen erfolgen maschinell und vollautomatisch und erzeugen nicht die geringsten Zusatzkosten (!):

Wesentlich ist, dass diese Möglichkeiten vollautomatisch (Straight Through Processing <https://de.wikipedia.org/wiki/Straight_Through_Processing> ), d. h. ohne manuelle Eingriffe abgewickelt werden können. Seit dem 1. Februar 2014 gilt, wenn Absender und Empfänger Konten bei deutschen Banken haben, ist die Angabe von BIC und Bankname nicht erforderlich.[14] <https://de.wikipedia.org/wiki/SEPA#cite_note-sepa-verbraucher-14

https://de.wikipedia.org/wiki/SEPA

Es entstehen also in der Tat keine zusätzlichen Kosten, die diese hohen Gebühren rechtfertigen würden!

Wenn das nicht die Vermutung nahe legt, dass es sich hier um eine reine Abzocke auf Kosten des Bankkunden handelt könnte…

Die KSK Köln beruft sich natürlich auf ihre “Preis- und Leistungsmerkmale” , die der Bankkunde natürlich mit seiner Kontoeröffnung „akzeptiert“, obwohl er diese natürlich niemals in gänzlichem Umfang bewusst erfasst, aber erstens rechnete ich ja gar nicht mit einer Gutschrift aus der Schweiz, noch muß ich von derlei dem vereinfachenden SEPA-Verfahren entgegenstehenden Konditionen ausgehen! Auch ist völlig inakzeptabel, dass man über derlei in Kosten gestellte Beträge erst Wochen oder sogar Monate später über den Rechnungsabschluß erfährt, wie im vorliegenden Fall! Alles in allem in meinen Augen völlig unlautere Geschäftsgebaren, wie meine vorstehenden Ausführungen unmissverständlich belegen!

Gleichlautend beschwerte ich mich bei der für mich zuständigen Sachbearbeiterin bei der KSK Köln, die meine Beschwerde „an ihren Fachbereich zur Prüfung“ weiterleitete, wie sie mir schriftlich per Mail mitteilte. Die spätere Antwort aus der „Fachabteilung“:

Sehr geehrte Frau van den Berg,

bezüglich Ihrer Anfrage teilen wir Ihnen folgendes mit :

Zahlungen im SEPA-Format werden grundsätzlich analog einer Inlandszahlung bepreist. Die Grundlage dafür bildet die EU-Preisverordnung ( s. Artikel 3, Absatz 1-3 ) vom 19.12.2001 und gilt innerhalb der Europäischen Union. SEPA ist nur ein technisches Format, um Zahlungen mit IBAN und BIC in EUR innerhalb Europas schnell abzuwickeln. Jedoch ist die Schweiz weder Mitglied der Europäischen Union ( EU ) noch des  Europäischen Wirtschaftsraum ( EWR ). Die EU-Preisverordnung wurde ebenfalls nicht unterzeichnet. Somit sind wir als Bank berechtigt, Zahlungsausgänge bzw. Zahlungseingänge aus der Schweiz entsprechend zu bepreisen. Ich habe Ihnen die EU-Preisverordnung sowie einen Auszug aus dem Preis -u. Leistungsverzeichnis der Kreissparkasse Köln als PDF angehängt. Das Sie über die Gebühren für den Zahlungseingang aus der Schweiz erst beim Rechnungsabschluss informiert wurden hängt damit zusammen,das SEPA – Eingänge netto gutgeschrieben werden müssen. Gebühren müssen separat berechnet werden. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüssen

Erstaunlicher Weise fehlte bei dieser Antwort der elektronische Name der für den Inhalt verantwortlichen Person und auch die Absenderin der Mail, die für mich zuständige Sachbearbeiterin und meine Ansprechpartnerin, hat, entgegen ihrer Gewohnheit, Ihren Namen nach dem Gruß „vergessen“! Die erste nichtssagende Mail mit der Mitteilung, dass man meine Beschwerde „an ihren Fachbereich zur Prüfung“ weitergeleitet habe, hatte sie aber sehr wohl mit ihrem Namen beendet!

Will hier etwa keiner die Verantwortung für den Inhalt übernehmen (?), deren rechtliche Verbindlichkeit man eh ausschließt, wie man im Standard-Anhang der Mail ebenfalls lesen kann:

Diese Nachricht ist vertraulich. Sie ist ausschließlich für den im Adressfeld ausgewiesenen Adressaten bestimmt. Sollten Sie nicht der vorgesehene Empfänger sein, so bitten wir um eine kurze Nachricht. Jede unbefugte Weiterleitung oder Fertigung einer Kopie ist unzulässig. Da wir nicht die Echtheit oder Vollständigkeit der in dieser Nachricht enthaltenen Informationen garantieren können, schließen wir die rechtliche Verbindlichkeit der vorstehenden Erklärungen und Äußerungen aus. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf die für die Sparkasse geltenden Regelungen über die Verbindlichkeit von Willenserklärungen mit verpflichtendem Inhalt, die in den sparkassenüblichen Unterschriftenverzeichnissen bekannt gemacht werden.

Was das wohl für die Sparkasse geltende Regelungen über die Verbindlichkeit von Willenserklärungen mit verpflichtendem Inhalt sind? An solchen Formulierungen merkt man doch schon, dass hier Einiges im Argen liegt! Aber wenn man die Rolle der Banken und des verzinsten Geldsystems verstanden hat, das die Wurzel allen Übels in der Welt ist, dann wundert man sich über solche Formulierungen nicht mehr im Geringsten!

Und wenn ich in der Antwort der KSK Köln schon lese: “Die EU-Preisverordnung wurde ebenfalls nicht unterzeichnet. Somit sind wir als Bank berechtigt…”

dann klingt das gewaltig danach, dass man sich hier ein Schlupfloch gesucht hat, um nach wie vor Gebühren zu berechnen, die gar nicht mehr anfallen dürften!

Und ob die EU-Preisverordnung tatsächlich nicht unterzeichnet wurde und ob das überhaupt eine Rechtfertigung darstellt oder darstellen würde, bleibt die Frage! Da ich nirgends einen Hinweis darauf, dass die EU-Preisverordnung nicht unterzeichnet wurde, finden konnte, forderte ich die KSK Köln ebenfalls auf, dies auch zu belegen! Aber darauf erhielt ich bezeichnender Weise keine Antwort, genauso wie die Bank auf keine der von mir zitierten Quellen auch nur im Ansatz einging!

Aber ich bin ja hartnäckig und forderte daraufhin die Antwort per Mail, für deren Inhalt offensichtlich keiner die Verantwortung übernehmen will, schriftlich per Post unterschrieben von der Verantwortlichen Person aus der „Fachabteilung“ ein!

Ich erhielt dann auch den oben zitierten Mailinhalt per Post, aber mitnichten unterschrieben von der verantwortlichen Person aus der „Fachabteilung“, an welche meine Ansprechpartnerin und Sachbearbeiterin meine Beschwerde ja weiter geleitet hatte, sondern unterschrieben von ihr selbst! Es sieht also ganz danach aus, dass man hier mal wieder die kleine Sachbearbeiterin vorgeschickt hat, weil die Verantwortlichen im Hintergrund die Verantwortung für den Inhalt nicht übernehmen wollten!

Genau diesen meinen Eindruck teilte ich dann auch „meiner Sachbearbeiterin“ mit!

Die nichtssagende Antwort per Post, nachdem man mir zuvor ein „persönliches Gespräch“ angeboten hatte, auf dass ich verzichtete, denn Worte sind bekanntlich Schall und Rauch, die ich knapp eine Woche später erhielt: Man halte an seiner Auffassung fest und betrachte die Angelegenheit hiermit als erledigt!

Das Porto für diese Antwort hätte sich die KSK Köln jedenfalls sparen können, denn das man an seiner Auffassung festhält, wusste ich ja bereits! Oder wollte  man mir zeigen, dass auch Vorgesetze, in dem Fall neben meiner Sachbearbeiterin die „Regionaldirektorin“ persönlich, unterschreiben, wenn im vorliegenden Zusammenhang auch nur dieses unverfängliche Schreiben?

Und selbst wenn die „rechtlichen“ Rahmenbedingungen, also die Gesetzeslage und ihre für den Verbraucher oftmals undurchschaubaren Interpretationen, die ja oftmals nicht unbedingt „gerecht“ sind, wie die Erfahrung immer wieder zeigt, diese Vorgehensweise zulassen, bleibt es dabei, dass dies definitiv nicht im Sinne des vereinfachten Zahlungsverkehrs und der beabsichtigten Angleichung der Kosten an die Kosten für Inlandsüberweisungen und damit verbraucherfreundlich ist!

Fakt ist, dass die KSK Köln auf keine meiner Argumente und zitierten Quellen eingegangen ist, sondern in ihrer Antwort, die die für den Inhalt verantwortliche Person aus der „Fachabteilung“ auch nicht unterschrieben hat, einfach nur auf ihrem Standpunkt beharrt, ohne diesen wirklich mit handfesten Argumenten rechtfertigen zu können!

Ich könnte natürlich gegen die KSK Köln klagen, aber wer macht das schon wegen 5 Euro und es steht eh fest, dass der Bankkunde keine Möglichkeit hat gegen Banken vorzugehen, denn selbst eine Klage würde niemals zu Gunsten eines Kunden und gegen Institutionen wie Banken, Versicherungen oder Behörden entschieden, selbst wenn der Kunde hundert Mal im Recht ist! (Deshalb unterschreiben Richter ja ihre Urteile, die auch noch frech “im Namen des Volkes” ergeben, auch nicht…)

Weitere Quellen, die ich ebenfalls der KSK Köln zukommen ließ:

Wie teuer ist eine Auslandsüberweisung in die Schweiz zur Raiffeisenbank?

Antwort der Postbank von Petra S.

SEPA-Überweisungen in die Schweiz sind kostenlos. Für eine SEPA-Überweisung müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Die Angabe von IBAN und BIC, Auftrags- und Zielwährung in Euro, Entgelt- und Kostenregelung -Share-. (Voraussetzung IBAN und  BIC, ohne bzw. falsche IBAN und BIC = 10,-EUR) Bei einer SEPA-Überweisung erscheint zum Abschluss folgender Hinweis: “Dieser Auftrag wird als SEPA-Überweisung ausgeführt”.

https://antworten.postbank.de/frage/wie-teuer-ist-eine-auslandsueberweisung-in-die-schweiz-zur-raiffeisenb-44549.html

Ob in die oder aus der Schweiz dürfte dabei unerheblich sein…

Nachstehend noch die Zahlungsinformation der Firma Heiz24.de, die wir zufällig zeitgleich mit dieser Auseinandersetzung mit der KSK erhielten, und in der der Lieferant auf die Problematik aufmerksam macht und zur Vermeidung von Gebühren auf die SEPA-Überweisung verweist:

Von:  “Heiz24.de” <info@heiz24.de>Datum:  Fri, 08 Jan 2016 12:06:03 GMTAn:

Betreff:  Zahlungsinformationen zu Ihrer Bestellung

Zahlungsinformation ZI16-052 Herr Rechnungs-&Leist.datum:Kontakt-ID:08.01.2016

Zahlungsinformationen zu Ihrer BestellungBezugsbeleg: Rechnung … vom 08.01.2016 Sehr geehrte(r) …,

bitte nutzen Sie folgende SEPA Bankverbindung für die Zahlung an Heiz24: IBAN: DE78221814000140010100     BIC: DRESDEFF206 (nur aus dem Ausland nötig)Betrag: … EURVerwendungszweck/Rechnungsnummer: … Wir warten nun auf Ihre Zahlung per Überweisung.Sobald die Zahlung auf unserem Konto eingeht, wird Ihre Bestellung weiterbearbeitet… Bei Zahlungen aus der Schweiz:Bitte SEPA Überweisungen in EURO nutzen, da sonst erhebliche zusätzliche Gebühren entstehen… Vielen Dank und viel Erfolg mit den/m Artikel(n) wünschtIhr Heiz24.de Team

Meine abschließende Antwort an die KSK Köln, der ich bereits ankündigte, dass ich beabsichtige, einen Artikel aus der Sache zu machen:

Sehr geehrte Frau …, sehr geehrte Frau …,

das Porto für Ihr nichtssagendes Schreiben vom 14.01.2016 hätten Sie sich sparen können! Oder wollten Sie mir zeigen, dass auch Vorgesetzte persönlich unterschreiben, wenn auch nur unverfängliche Schreiben?

Dass Sie von Ihrer Auffassung nicht abweichen, hatte ich bereits bemerkt! Dennoch sind Sie im zumindest moralischen Unrecht! Aber wen verwundert das noch, wenn man die Rolle der Banken und des verzinsten Geldsystems begriffen hat! Ich weiche jedenfalls auch nicht von meiner Auffassung ab! Aber das hatten Sie sicher auch schon bemerkt! Und von meiner Ankündigung, dieser Erfahrung einen Artikel zu widmen, weiche ich auch nicht ab!

Mit freundlichen Grüßen

Birgit van den Berg

Kleidertauschbörse Zamaro: Abzocke über Versandkosten mit fragwürdigem Service

07.05.2015

Nachdem Ebay nun über Provisionserhebung bei privaten Verkäufern auf den Gewinn der Versandunternehmen abzocken will (Ebay: Verkaufsgebühren auf Versandkosten? Geht’s noch?), habe ich die Bedingungen der Kleidertauschbörse Zamaro unter die Lupe genommen, was ebenfalls mehr als ernüchternd war:

Die Zamaro-GmH fordert in regelmäßig wiederkehrenden Werbemails, obwohl ich diese bereits zigfach als Junk klassifiziert hatte, auf:

Befreie jetzt deinen Kleiderschrank und schicke uns deine ungeliebten Kleider die du nicht mehr trägst. Ab 10 Artikeln ist die Einsendung für dich kostenlos!

Im Gegenzug kannst Du dir für den selben Gegenwert neue Artikel von anderen Einsendern aus dem Shop bestellen. Die Artikel im Shop sind qualitätsgeprüft und absolut neuwertig.

Durch unser speziell entwickeltes Bewertungssystem für alle eingesandten Artikel stellen wir sicher, dass du garantiert gleichwertige Artikel für deine Einsendungen bestellen kannst. Und die Kosten: Geld brauchst du nur für Verpackung und Versand, für die von dir bestellten Artikel…

Hochinteressant:

Man wird aufgefordert, mindestens 10 Artikel einzuschicken, für die man dann im Online-Shop Artikel anderer Einsender für den selben Gegenwert aussuchen darf! Diese sind natürlich alle qualitätsgeprüft und absolut neuwertig!

Wie das hinhauen soll, bleibt die Frage, denn die Artikel, die man selbst einsendet, sind doch überwiegend wohl eher getragen und nicht unbedingt neuwertig!

Wie wird da denn wohl der Gegenwert aussehen, den ich mir für meine eingesendeten Artikel aussuchen darf? Bleibt eigentlich nur, es auszuprobieren! Dafür sollte man aber erst mal detailliert die AGB’s dieser Plattform lesen! Gesagt, getan! Und das war gut so, denn die Versandkosten, die ja ausschließlich für den Besteller anfallen, sind bei näherem Hinsehen mehr als heftig:

(2) Kosten für den Besteller: Für den Artikel-Besteller fallen pro Artikel 3,90 € „Packgebühr“ – für die Dienstleistung des Anbieters – und 5,90 € Versandkosten (DHL Paket bis 35 kg) an (siehe § 5). Weitere Gebühren fallen für den Besteller nicht an. Die entsprechenden Pack- und Versandgebühren werden im Bestellvorgang angezeigt…

(2) Für jeden Artikel, der bestellt wird, wird vom Betreiber eine “Packgebühr” (3,90 €) erhoben, welche im Bestellprozess angezeigt wird (siehe auch § 4.2.)..

http://www.zamaro.de/index.php?p=terms

Man wird also aufgefordert, seine Habseligkeiten zu verschenken, während man satte 3,90 Euro pro bestelltem Artikel an Packgebühr zahlen soll zuzüglich 5,90 Euro Versandkosten?

Dafür muß man auch noch in Kauf nehmen, dass die Bewertung der eingesandten Ware mehr als fragwürdigen und nicht überprüfbaren Kriterien unterliegt:

Dem Nutzer ist bewusst, dass es trotz des aufwendigen Bemühens des Betreibers, eine faire Bewertung für alle Artikel durchzuführen, zu Abweichungen und Schwankungen kommen kann. Diese Schwankungen nimmt der Nutzer in Kauf.

http://www.zamaro.de/index.php?p=terms

Und die verschenkten Artikel müssen sich obendrein…

in einem eindeutig neuwertigen Zustand befinden und dürfen weder verschmutzt, noch beschädigt sein. Artikel, die nicht neuwertig, oder die beschädigt oder verschmutzt sind, werden ausdrücklich nicht angenommen.

http://www.zamaro.de/index.php?p=terms

Dann wird auch klar, wie man derlei Versprechen, dass man nur „neuwertige“ Ware anbietet, so selbstsicher in seinen Werbemails (s.o.) machen kann!

Wiederum fällt mir da nur noch ein: Geht’s noch??? Auch 3,90 Euro pro Artikel an Packgebühren sind definitiv Wucher, und die fallen auf jeden Fall an wie aus § 5 (2) der AGB’s hervorgeht!

Gleichzeitig bezeichnet sich diese Plattform aber als „Social Fashion Shop“, was wohl suggerieren soll, dass die Plattform „sozial“ im Sinne von „karitativ“, „zum Wohle“ der Kunden unterwegs sei, und spricht verlogen von „lediglich geringen Versand- und Packgebühren“! Ungeheuerlich, kann man da nur sagen, wenn man sich die Fakten anschaut!

Wenn man dann dort anrufen will, um sich näher nach den tatsächlich pro Artikel anfallenden Gebühren zu erkundigen stellt man darüber hinaus, ebenfalls wie üblich für derlei Plattformen, fest, dass diese sich auch nicht an die gesetzlichen Vorgaben der Impressumspflicht halten müssen, denn dort ist keine Telefonnummer angegeben:

http://www.zamaro.de/index.php?p=impress

Da darf man sich die Frage stellen, wie es möglich ist, dass Vorgaben, die ich als Betreiberin meines Blogs einhalten muß, für derlei Plattformen nicht zu gelten scheinen?

Die Antwort ist einfach: Gleichheit vor dem Gesetz gibt es in der BRD nicht!

Der Betreiber der Plattform, ein Florian Seubert, hat bereits Erfahrung im Betreiben von Online-Portalen:

https://www.schuhmarkt-news.de/handel/e-commerce/25-07-2014-tauschboerse-zamaro-will-kleiderschraenke-befreien/

Schon in 2014 hatten sich „mehr als 17.000 Benutzer registriert“! Das Modell geht (natürlich) auf, wenn ausreichend organisierte Werbung dafür gemacht wird und Mailpostfächer immer wieder mit Werbemails solch einer Plattform zugemüllt werden!

Auch hier ist verschleiernd von lediglich 2,90 Euro Packgebühr (offensichtlicher Stand 2014 im Gegensatz zu nun bereits 3,90 Euro) für Versand und Verpackung die Rede, denn die wesentliche Kleinigkeit, dass diese 2,90 Euro pro Artikel (!) alleine für die Verpackung anfallen, wird unterschlagen! Die Wahrheit sieht eben ganz anders aus, wie Erfahrungsberichte zeigen:

Ich habe einiges an Klamotten eingesendet und heute wollte ich mir dafür ein paar Teile aussuchen und sollte dann 36.- EUR Packgebühren bezahlen!…

halloo ich sage dir… lass es ärgere mich grade eben erst wieder mit denen rum.

Habe vor einiger Zeit meine Sachen dort eingeschickt, und unglaubliche 1397 punkte bekommen (ein Shirt kostet etwa 30-40 Punkte … es war ein Umzugskarton mit meinen Sachen :D ) Dann habe ich mir im Anschluss Sachen dafür ausgesucht, kam auf sage und schreibe 40Teile. Was die vorher nicht sagen, pro Teil bezahlt man mittlerweile 3,90€ Pauschalgebühr und zusätzlich 5€ Versandkosten für alles. Ich kam also auf rund 165€ Viel zu viel, also hab ich mich auf 10 Sachen beschränkt – 45€ Die kamen jetzt auch an, alles super, nur passen einige nicht. Jetzt will ich diese also zurückschicken, das geht allerdings nicht wie gewohnt, obwohl sie “Umtausch jederzeit möglich” anbieten. Wie sieht der dann aus? Man schickt die Artikel als seine eigenen ein, bekommt neue Punkte, die man wiederrum nur gegen Artikel und deren 3,90€ Pauschale eintauschen kann. Wenn man mich fragt, nicht fair geschildert und ziemlich unfair, das als ‘Umtausch’ zu bezeichnen…

Betrügerei. NIE WIEDER. 15 fast neue Artikel eingeschickt. Ein Gürtel von J. SANDER wurde “gespendet” (übersehen, dass man keine Gürtel einschicken darf). Keine Telefonnummer, E-Mails werden nur sehr schleppend und standardisiert beantwortet. Fotos klein und schlechte Qualität, keine Angaben zum Stoff. Und dann die große Überraschung. Über 100 EURO Verpackungskosten für Ware von fraglicher Qualität. Neuerdings schon für 3,90 pro Stück. Gespannt, welchen Schrott ich da für meine (arbeitslose) Nachbarin eingekauft habe. Für mich mit Gr. XS gab es nichts Anständiges. Ich selbst habe ja fast nur Designer-Artikel eingeschickt. FINGER WEG, BETRUG!!! Anwalt wird ggf. eingeschaltet!…

http://www.gutefrage.net/frage/kennt-jemand-den-tauschshop-zamaro

Auch zahlreiche weitere Kommentare sind alles andere als ermutigend! Gleich mehrere Nutzer berichten von verschwundenen, teils hochwertigen Teilen, die eingesandt wurden! Da darf man sich fragen, wo die wohl abgeblieben sind! Es werden, wie viele übereinstimmend schreiben, nur unzureichende Fotos für die angebotenen Artikel eingestellt und selbst die Angaben zu den Größen sollen zweifelhaft sein und es sollen auch keine brauchbaren Angaben zum Material oder der Beschaffenheit der Ware gemacht werden!

Man macht sich also so wenig Arbeit wie möglich, zockt aber über die Verpackungs- und Versandkosten in einem Maße ab, dass einem nur noch schlecht werden kann, wie unseriös hier ganz offensichtlich vorgegangen wird!

Und wenn dann, nach zahlreichen sehr übereinstimmenden sehr negativen Kommentaren plötzlich auch gute Bewertungen auftauchen, obwohl dies in Anbetracht der offensichtlichen Fakten (horrende Packgebühren!) gar nicht möglich sein kann, dann dürfte klar sein, dass das Fake-Bewertungen von Internettrollen zur Schadensbegrenzung sind! Diese „Trolle“ treten immer und überall auf (auch in Arztbewertungsportalen (Seriosität von Arztbewertungsportalen)

und Gesundheits- oder besser gesagt Krankheitsforen), um die Wahrheit zu verschleiern!

Man sieht: Man hat keinerlei Kontrolle, darf aber seine hochwertige und neuwertige Kleidung verschenken! Ganz toll!

Fakt ist aber leider, dass jeder die Möglichkeit hätte, all das selbst zu hinterfragen und zu prüfen, bevor man in die Falle geht, wie ich das nun hier mal wieder für die breite Masse getan habe! Wer dann noch auf derlei Abzockerplattformen hereinfällt, ist dann leider im Grunde selbst dran schuld!

Wir werden jedenfalls mittlerweile auf eine Art und Weise für dumm verkauft, die auf keine Kuhhaut mehr geht, und Plattformen wie Ebay oder Zamaro werden von Leuten betrieben, die alles andere als seriös sind, aber gleichzeitig auch massiv protegiert werden, denn es wird im Hintergrund dafür gesorgt, dass solche Plattformen sehr schnell sehr bekannt werden, damit auch irgendwann so gut wie jeder über diese Portale aktiv ist! So fördert und schafft man ausgesuchte erfolgreiche Unternehmer, die teilweise schon regelrechte Monopolstellungen (Ebay) haben!

Wie Sie weitere Artikel zum diesem oder anderen hochinteressanten Themen lesen können, erfahren Sie hier:

Wenn Sie mehr lesen wollen …

Ebay: “Verkaufs”gebühren auf Versandkosten? Geht’s noch?

07.05.2015

Höhere Verkaufsgebühren bei Ebay

Am Mittwoch erhöht Ebay die Gebühren für Zusatzoptionen und bezieht Versandkosten in die Provisionsberechnung mit ein.

Damit Verkäufer ihre Kunden nicht mit überhöhten Versandkosten abzocken können, führte Ebay vor einigen Jahren eine Obergrenze für diese Gebühren ein. In die Berechnung der Verkaufsprovision flossen die Versandkosten bislang jedoch nicht ein. Das ändert sich am 6. Mai 2015. Dann treten Gebührenänderungen für private Verkäufer auf Ebay in Kraft.

Ab diesem Termin werden neben dem eigentlichen Kaufpreis für den Artikel auch die Verpackungs- und Versandkosten mit eingerechnet. Von der Gesamtsumme will Ebay einen Anteil in Höhe von 10 Prozent als Verkaufsgebühr…

http://www.macwelt.de/news/Hoehere-Verkaufsgebuehren-bei-Ebay-9658126.html

http://news.ebay.de/globalnews/item/show/1973

Es ist ja mittlerweile allgemein bekannt, dass man der gehirngewaschenen und mit seichter Unterhaltung abgelenkten Bevölkerung jeden Mist verkaufen kann, der ohne Aufzumucken akzeptiert wird! Plattformen wie Ebay und Co. wissen das natürlich und nutzen es gnadenlos aus!

Jetzt kommt diese Abzockerplattform doch tatsächlich auf die Idee, privaten Verkäufern (nur den privaten?) „Verkaufs“provision „auf die Verpackungs- und Versandkosten“ aufzuerlegen, was übersetzt nichts anderes heißt, als das der Privatmann bzw. die Privatfrau für die private Veräußerung von bereits mit knapp 20% Mehrwertsteuer eingekauften Artikeln Provision auf den Gewinn der Versandunternehmen wie der Post oder Hermes zahlen soll! Das auch Verpackungskosten zu Lasten des Verkäufers gehen und keinen Verkaufserlös darstellen, muß wohl nicht weiter erwähnt werden! Von der immensen Zeit, die der Verkauf über Ebay schluckt und der in nur sehr unwirtschaftlichem Verhältnis zum Erlös steht, wenn man all das verkauft, was sich im Laufe der Jahre so angesammelt hat, aber nicht mehr benötigt wird, ganz zu schweigen! Leider sind Flohmärkte auch nicht viel lukrativer, denn sie kosten im Schnitt 10 Euro pro Meter Verkaufstisch! Bei 3 Metern, die man schon braucht, kann man froh sein, wenn man überhaupt mit einem positiven Erlös wieder nach Hause geht, nachdem man sich auch an einem Samstag oder Sonntag zu frühester Stunde aus dem Bett geschält hat, um aufwendig verpackte Artikel in früher Morgenstunde auf dem Flohmarkt auszupacken, die man dann zu großen Teilen am Abend wieder genauso mühselig einpacken darf, weil man leider das Meiste eh nicht los geworden ist!

Die Nutznießer sind immer die Onlineplattformen wie Ebay oder die „Verkäufer“ der Stellplätze auf dem Flohmarktgelände, die mit geringstem Aufwand Unsummen in kürzester Zeit kassieren! Quasi für nichts!

Und dass Ebay bereits vor einigen Jahren eine Obergrenze für diese Gebühren einführte, was eh der „Abzocke“ durch private Verkäufer über die Versandkosten einen Riegel vorschob, zeigt deutlich, dass die scheinbare Absicht von Ebay, auch über diese Maßnahme die Versandkosten im Rahmen zu halten, in der Tat nur scheinbar sein kann! Hier macht nur einer ein Geschäft, und das ist Ebay!

Eines von vielen Beispielen, an denen die Rollenverteilung Herr und Sklave deutlich wird, wenn es auch überspitzt klingt, aber faktisch nichts anderes ist!

Diese Versandunternehmen machen eh schon satte Gewinne durch Online-Handelsplattformen wie Ebay & Co., aber der private Verkäufer soll auf diesen fremden Gewinn Dritter Provision zahlen? Geht’s noch?

Wie wäre es, der Deutschen Post oder Hermes diese „Verkaufs“provision auf’s Auge zu drücken, denn diese Unternehmen sind es doch, die von den privaten Verkäufen profitieren und die Versandkosten erwirtschaften?

Unter solchen Bedingungen kommt für mich die weitere Nutzung dieser Plattform jedenfalls kaum noch in Frage! Die einzige Lösung ist, die Gebühren bei der Versandkalkulationen mit einzubeziehen, was faktisch zu höheren Versandkosten führt, also dem von Ebay ebenfalls vorgeschobenen “hehren” Ziel, Versandkosten im Rahmen halten zu wollen, völlig zuwiderläuft!

Wünschenswert wäre, dass sich der Verbraucher endlich seiner Macht bewusst würde, denn Ebay lebt auch von seinen privaten Kunden, die es selbst in der Hand hätten, Plattformen wie diese zu meiden, wenn deutlich wird, dass man mehr als unverhältnismäßig und darüber hinaus in diesem Fall mehr als unberechtigt abgezockt werden soll, denn neben dem Zurverfügungstellen des einmal entwickelten Online-Portals leistet Ebay genau wie alle anderen „Makler“ in allen anderen Bereichen (Immobilien, Personal etc.) herzlich wenig, sondern verdient einzig und allein an der Arbeit bzw. an dem Vermögen (Immobilien) der Kunden!

Aber es ist in Zeiten des Internets und seinen monopolartigen Unternehmen wie Ebay und Amazon zugegebener Maßen sehr schwer, sich diesen Plattformen zu entziehen! Der Großteil der Verbraucher kauft und verkauft über Ebay, so dass man nur über diese Plattformen die meisten Käufer bzw. Verkäufer erreicht! Das ist das Phänomen des Gruppenzwangs, und Plattformen wie Ebay sind sich ihrer damit verbundenen Macht durchaus bewusst! Und genau deshalb können sie sich auch solche grotesken Geschäftsgebaren wie „Verkaufs“gebühren auf die Versandkosten leisten…

Andere sehen es ähnlich:

http://www.it-recht-kanzlei.de/Kommentar/8048/Provision_auf_die_Versandkosten_Da_Faellt_einen_nix_mehr_ein.php

Wie Sie weitere Artikel zum diesem oder anderen hochinteressanten Themen lesen können, erfahren Sie hier:

Wenn Sie mehr lesen wollen …

“Holi Festival Of Colours” – Die Krönung der Volksverdummung!

11.01.2015

Es ist schon erstaunlich, womit gewiefte Geschäftemacher der breiten Masse das Geld aus der Tasche ziehen!

Wer so dumm ist, sich freiwillig mit gefärbtem Feinstaub (?) berieseln zu lassen, der natürlich auch eingeatmet wird, dem ist auch nicht mehr zu helfen! Von der Umweltverschmutzung ganz zu schweigen!

Und sehr wahrscheinlich bezahlt man auch noch horrende Eintrittsgelder, um sich die Gesundheit (und die Klamotten) freiwillig versauen zu lassen:

http://vimeo.com/89096857

Selbst Medizinstudenten gehen da hin, wie ich aus dem persönlichen Umfeld weiß! Schon erstaunlich, worüber auch diese angehenden „Experten“ nachdenken bzw. nicht nachdenken!

Aber wenigstens trug die besagte Medizinstudentin einen Mundschutz (wenn auch nur vor dem Mund und nicht der Nase!), wie aus einem Foto bei Facebook hervorgeht, ihr Freund allerdings verzichtete hierauf (jedenfalls auf dem Foto!), genauso, wie sehr wahrscheinlich der Großteil der unbedarften Besucher über derlei Gesundheitsgefahren nicht im Geringsten nachdenkt!

Und die Farbe ging laut eigener Schilderungen der Medizinstudentin zwar gut aus den Haaren wieder raus, aber seitdem seien die Haare total trocken! Hochinteressant! Da sollte sich doch spätestens dann die Frage stellen, welche Substanzen da eigentlich über den Köpfen der „unbedarften breiten Masse“  ausgeschüttet wird?

09.05.14

FEST DER FARBEN

Holi Festivals – das Geschäft mit dem bunten Pulver

20.000 Gäste feiern am Sonnabend die Party indischen Ursprungs in Hamburg. Der Markt für Holi Festivals im Norden ist umkämpft. Indische Gemeinde kritisiert den Hype um das traditionelle Fest.

Von Henrik Jacobs

… Mit diesem einfachen Konzept haben die Macher des Holi Festivals of Colours, so heißt die Veranstaltung in Hamburg, den derzeit weltweit größten Partytrend nach Deutschland geholt…

…In Deutschland, auch in Hamburg und im norddeutschen Raum, hat sich Holi zu einem umkämpften Markt entwickelt. Das Geschäft mit dem bunten Pulver boomt…

“Im vergangenen Jahr sind viele neue Anbieter aufgetaucht, von denen einige schon wieder verschwunden sind. Wir sind unangefochtener Marktführer. Was die anderen machen, tangiert uns nicht”, sagt Maxim Derenko, Sprecher der Holi Conzept GmbH. Die Agentur veranstaltet das Holi Festival of Colours, das vor zwei Jahren in Berlin Premiere feierte. 300.000 Besucher zählte sein Team im vergangenen Jahr, als das Festival in Städten wie Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln oder London stattfand…

http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article127797596/Holi-Festivals-das-Geschaeft-mit-dem-bunten-Pulver.html

Angeblich wird also mit Lebensmittelfarbe eingefärbtes Maismehl verwendet! Das kann man glauben oder auch nicht!

So wie es aussieht, ist es jedenfalls regelrechter Feinstaub (vielleicht auf Nanopartikel-Basis?), dessen Einatmen mit Sicherheit nicht gesund ist! Und wenn die Haare davon trocken werden, kann es so unbedenklich nicht sein!

Bei der indischen Gemeinde in Hamburg stößt der Hype auf Kritik

Während Veranstalter und Pulverproduzenten auf dem Markt der Holi Festivals einen Wettbewerb austragen, stößt der Hype bei der indischen Gemeinde in Hamburg auf Kritik. Die Kommerzialisierung der religiösen indischen Tradition nervt die Mitglieder der deutsch-indischen Gesellschaft. “Wir finden es schwierig, dass man sich unbesehen an Traditionen anderer Länder bedient, die ja für gläubige Hindus wichtig und von Bedeutung sind, um daraus für übersättigte Jugendliche im Westen einen neuen Trend zu machen”, sagt Renuka Jain, Sprecherin des Vereins. “Damit wird erneut ein sehr einseitiges Bild Indiens vermittelt. Alles ist lustig und bunt. Echtes Interesse an Indien wird so nicht erzeugt.”

Indem man einen Bezug zu einem traditionellen, religiösen Fest der Hindus herstellt, will man diese Kommerzialisierung besser verkaufen können! Dass dieser Schwachsinn sicher nichts mit einem traditionellen religiösen Fest gemeinsam haben kann, liegt auf der Hand!

Auch Stephan Dau hat sich dem bunten Pulver verschrieben. Er arbeitet für den englischen Anbieter Holi One und plant in diesem Jahr wie schon 2013 Holi Festivals in Lübeck und Bremen. In beiden Städten hat Dau jedoch Probleme, eine Location zu finden… Derzeit verhandelt Dau mit einem Bauern über eine Fläche in Bremen.

Man kann jedenfalls nur hoffen, das der Bauer in Bremen seine Felder nicht zur Verfügung stellt! Wahrscheinlich ist der Boden dann hinterher „verseucht“! Völlig verdreckt ist er dann auf jeden Fall! Und das Pulver geht natürlich ins Grundwasser! Aber Hauptsache die Macher stoßen sich gesund daran!

Noch ist der Trend aus Indien ein Wachstumsmarkt, das Geschäft mit dem bunten Pulver lohnt sich. “In diesem Jahr wird es noch funktionieren”, sagt Christian Fischer, Veranstaltungsleiter von Holi Farbrausch…

Vielleicht funktioniert das deshalb nicht mehr lange, weil dann die ersten Meldungen durchsickern, dass Besucher Probleme als Zeichen gesundheitlicher Folgen (das trockene Haar ist ein eindeutiges Zeichen für die Schädlichkeit!) verzeichnen?

. Am Sonnabend startet die Tour 2014 im Volkspark. Die Veranstalter haben ihr Kartenkontingent sogar von 15.000 auf 20.000 erhöht… Die Tickets, die meist zwischen 15 und 30 Euro kosten, gehen jedoch schon Monate zuvor in den Verkauf…

Neben dem Erlös durch die Tickets gibt es eine weitere Geschäftsquelle: das Holi Pulver. Die kleinen Tüten mit den bunten Maismehlfarben kosten pro Stück zwei Euro und können nur auf den Festivals oder im Internet erworben werden…

Alleine für Eintrittsgelder nehmen die gerissenen Macher also im Schnitt ca. 40.000 Euro pro Veranstaltung ein! Ohne das Geld für den bunten „Feinstaub“ mitzurechnen…

Angeblich wird das Pulver nach kosmetischen Richtlinien produziert, die immer “strenger und spezifischer” würden, wie ein Sprecher des Unternehmens bestätigt. Die Veranstalter von Holi One lassen ihr Pulver dagegen in England produzieren. Es sei der einzige Anbieter, der allergenfreies Reismehl verwende.

Also nur in England wird das Pulver allergenfrei produziert!

Allergien sind eines der großen gesundheitlichen Probleme unserer Zeit, und es sind sicher keine rein natürlichen Produkte, wie mit dem Begriff „Reismehl“ suggeriert, die zum Einsatz kommen! Das kurbelt dann wieder die „Gesundheits“…, eh, Krankheitsindustrie an!

Beim Hamburger Holi Festival hielten sich im vergangenen Jahr aber offenbar nur wenige Besucher an die Hinweise der Veranstalter, einen Mundschutz und eine Schutzbrille zu tragen. 263 Gäste mussten mit Augenspülungen behandelt werden. Bei anderen Veranstaltungen klagten Besucher über Farbrückstände in den Haaren. Die Partybetreiber geben auf ihren Webseiten allerdings auch an, dass Blondinen mit gefärbten Haaren größere Probleme haben, die Farben wieder aus den Haaren zu waschen. In der Regel sollte aber ein Waschdurchgang mit Shampoo reichen.

Ich bin erstaunt, dass sogar ganz offiziell zum Tragen von Mundschutz und Schutzbrille aufgefordert wird, zeigen die Bilder im Filmbeitrag oben doch, dass keiner so was trägt! Ganz im Gegenteil reißen in einigen Sequenzen genau in dem Moment, wo die Farbe sich über die Besucher ergießt, einige noch regelrecht den Mund auf, also wolle man das Zeug essen!

Hier noch ein ebenfalls kritischer Beitrag, der die Sache mit dem Pulver genauso skeptisch sieht wie ich:

Ich glaube, die wenigsten Besucher wissen überhaupt, dass dieses Fest aus Indien kommt und dort eine tiefere Bedeutung hat. Vor allem die Nordinder feiern am Vollmondtag des indischen Monats Phalguna den Sieg des Frühlings über den Winter und versuchen, Streitigkeiten aus dem Weg zu räumen. Für die Menschen dort ist das Holi-Fest von großer Bedeutung. In Deutschland hingegen steht es für Saufen und Partymachen und nebenher mit Farben rumspielen. Auf Videos und Fotos der hiesigen Holy-Feste halten die Leute schön gekühlte Bierchen in der Hand und sind voll auf Party gebürstet. Dieser Gegensatz stört mich.

Die meisten Veranstalter haben das Farbpulver durchchecken lassen, und anscheinend besteht es nur aus natürlichen Stoffen und ist ungefährlich. Deshalb darf man auch selbst kein Pulver mitnehmen; so soll verhindert werden, dass giftige Farben in Umtrieb kommen. Ich bin da skeptisch - auch, weil Veranstalter in ihren AGBs durchaus vor dem Pulver warnen. Beim Freiburger Holi Color Open Air heißt es zum Beispiel:

„5.2.b. Open Air-Besuchern mit (insbesondere asthmatischen) Atemwegserkrankungen wird von dem Besuch der Veranstaltung abgeraten.c. Open Air-Besuchern mit Kontaktlinsen wird empfohlen, diese auf der Veranstaltung nicht zu tragen.
d. Zum Schutz der Augen wird das Tragen von Schwimmbrillen während des Farbwurfs empfohlen. Zum Schutz von Atemwegen und Lunge wird während des Farbwurfs das Anlegen eines Mundschutzes empfohlen; diese sind auf dem Open Air-Gelände erhältlich.
e. Das Farbpulver kann in seltenen Fällen Allergien hervorrufen und zu Haut-, Augen- und Schleimhautreizungen führen …“

Wie Fotos vergangener Holi-Festivals zeigen, missachten viele Partygäste einige diese Warnungen. Sie tragen keinen Mundschutz, keine Brille und nehmen das Pulver in den Mund…

http://fudder.de/artikel/2013/07/18/meine-meinung-warum-mir-holi-festivals-auf-die-nerven-gehen/

Und nein! Ich habe den Artikel nicht vor meinen eigenen Erkenntnissen gelesen! Denn man könnte es fast meinen, da die Meinung der jungen Schreiberin, die zu den Lichtblicken unter der jungen gehirngewaschenen Spaßgeneration zählt, sich völlig mit meiner deckt!

Gesundheit ist halt eine Frage der Intelligenz!

Wuchererhöhung der Grundsteuer in Overath/NRW

FINANZEN IN OVERATH

Geringerer Anstieg der Grundsteuer

Erstellt 09.12.2014

CDU, SPD und FDP legen gemeinsamen Antrag vor. Die Parteien fürchten durch die Erhöhung der Grundsteuer B im von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Maße eine Gefährdung des Wohn- und Gewerbestandortes Overath. 

Von Stephan Brockmeier Overath.

Die Grundsteuer B wird im kommenden Jahr aller Voraussicht nach weniger stark ansteigen als zunächst von der Stadtverwaltung vorgeschlagen. Einen Tag vor der Ratssitzung (am Mittwoch um 17 Uhr in der Aula des Schulzentrums) legten CDU, SPD und FDP einen gemeinsamen Antrag vor. Danach steigt die Grundsteuer B im Jahr 2015 von bisher 493 auf 850 Punkte statt auf die von der Verwaltung vorgeschlagenen 1029 Punkte. Die Grundsteuer A soll 360 Punkte betragen, die Gewerbesteuer 465 Punkte…

670 Bürgereinwendungen

…Im Zuge der Etatberatungen sind laut Bürgermeister Jörg Weigt bis Montag 670 Bürgereinwendungen gegen den Haushalt 2015 und die darin bislang vorgesehene Erhöhung der Grundsteuer B auf 1029 Punkte eingegangen. Hinzu kommen die rechtlich nicht verbindlichen Unterschriften unter eine Internet-Petition. Diese Petition wurde von 1385 Personen, darunter 1305 aus Overath, unterzeichnet.

http://www.ksta.de/overath/finanzen-in-overath-geringerer-anstieg-der-grundsteuer,15189236,29279266.html

Das war mir schon immer klar (Petitionen – Auch nur eine Volksverdummung?), aber es ist doch schön, wenn es auch mal offiziell in einem Mainstreammedium ausgesprochen wird!

Natürlich ist es rechtlich nicht verbindlich, über den bequemen und schnellen Weg der Petition eine große Anzahl digitaler Unterschriften zusammen zu bekommen! Da soll man doch lieber mühselig von Haustür zu Haustür wandern, denken sich offensichtlich die Macher solcher Gesetze!

Nicht unterschriebene Urteile, Beschlüsse sowie mittlerweile fast alle behördlichen Schreiben sind aber natürlich ohne Unterschrift gültig! Die Verantwortung will natürlich keiner der persönlich haftenden „Staatsdiener“ übernehmen, denn die Staatshaftung wurde ja bereits 1982 aufgehoben, wodurch alle Beamten persönlich für ihre Handlungen verantwortlich sind:

Die Systematik des Staatshaftungsrechts ist bis heute verworren. Zwar hat der westdeutsche Gesetzgeber zu Beginn der 1980er Jahre ein Staatshaftungsgesetzverabschiedet, das am 1. Januar 1982 in Kraft trat; dieses wurde jedoch durch dasBundesverfassungsgericht bereits am 19. Oktober 1982 mangels Gesetzgebungskompetenz des Bundes für verfassungswidrig erklärt.[1]Inzwischen ist das Grundgesetz zwar dementsprechend ergänzt worden, konkrete Bemühungen um eine Neuordnung des Staatshaftungsrechts hat es in den letzten Jahren jedoch nicht gegeben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Staatshaftungsrecht

Aktuelle Situation[Bearbeiten]

Eine Kodifikation des Staatshaftungsrechts fehlt bis heute. Zwar war 1994 im Rahmen der Verfassungsreform eine konkurrierende Gesetzgebungskompetenz des Bundes für das Staatshaftungsrecht geschaffen worden, doch wurde kein solches Gesetz verabschiedet. Im Jahr 2004 antwortete die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage, dass keine Notwendigkeit für die Schaffung eines Staatshaftungsgesetzes bestehe.[3]

Mit der Amtsübernahme der Regierungsgeschäfte durch die Bundesregierung unter Führung von Angela Merkel und Guido Westerwelle hat es im Oktober 2009 eine neue Initiative zur Kodifikation gegeben. Im Koalitionsvertrag wurde vereinbart, dass das Staatshaftungsrecht kodifiziert und gerecht ausgestaltet werden solle.[4]

http://de.wikipedia.org/wiki/Staatshaftungsgesetz_(Deutschland)

Das Unterzeichnen von Petitionen kann man sich also getrost sparen! Alles, wie vieles andere auch, nur Augenwischerei!

Die unverschämte Grundsteuererhöhung wird uns natürlich auch mal wieder positiv verkauft, von wegen „Geringerer Anstieg der Grundsteuer“, weil die ursprünglich geplante Erhöhung noch viel größer war! Aber das holt man dann ja im Laufe des Jahres nach…

ERHÖHUNG DER GRUNDSTEUER B

Overath unter den Top drei in Nordrhein-Westfalen

Erstellt 07.01.2015

…Nächste Erhöhung ist in Sicht

Mit der zunächst von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Erhöhung auf 1029 Punkte hätte Overath auch in der Höhe NRW-weit einsam an der Spitze gestanden. Allerdings stellte Bürgermeister Jörg Weigt (SPD) bereits Ende Dezember im Interview mit dieser Zeitung eine weitere Erhöhung der Grundsteuer B in diesem Jahr in Aussicht, ohne sich auf einen Betrag festzulegen…

http://www.rundschau-online.de/rhein-berg/erhoehung-der-grundsteuer-b–overath-unter-den-top-drei-in-nordrhein-westfalen,16064474,29502574.html

Die in Overath mittlerweile allseits bekannte Misswirtschaft der Verantwortlichen in den Rathäusern (überdimensionierter Mensabau, der nicht, wie erwartet von den Schülern genutzt wird, Fehlkalkulation bei der Renovierung des Hallenbades Badino) macht es eben nötig, dass die Bürger tiefer in die Tasche greifen! Irgendjemand muß ja die Unfähigkeit der Verantwortlichen, die dafür aber fürstlich entlohnt werden, und die damit verbundene Verschwendung unserer Steuergelder, auch wenn diese „Ratsherren“ nicht erfolgreich arbeiten, bezahlen!

Oder ist es vielleicht doch „erfolgreich“, wenn auch nicht im Interesse der Bürger, Steuergelder „zu verschwenden“, um einen Grund zu haben, die Bürger noch mehr abzuzocken? Als „Verschwörungstheoretiker“ regelmäßig verunglimpfte Kritiker könnten geneigt sein, es so zu sehen!

4 Antworten auf Wuchererhöhung der Grundsteuer in Overath/NRW oder: Petitionsunterschriften sind rechtlich nicht verbindlich!

  1. Korte Werner sagt:

    Gibt es einen Unterschied zwischen “Volksdienern” und Räubern ? Wenn Räuber/Diebe sich fremdes Eigentum aneignen und erwischt werden, werden sie von “Volksdienern” bestraft. Wenn “Volkdiener” rauben oder stehlen, nennen sie das Steuern oder Gebühren und billigen sich selbst dafür Fantasie-Gehälter und Pensionen zu. Die risikofreie, perfekte Umverteilung vom “Malocher” zu seinen Dienern. So funktioniert die Gleichheit vor dem Gesetz ! “Volksdiener” billigen sich nicht nur regelmäßig Gehaltserhöhungen zu, sondern befördern sich auch noch regelmäßig in “Höhere Gehaltsstufen”, die es in keiner Privatwirtschaft gibt. Sich selbst legalisierter Raub ! In der steuerzahlenden Privatwirtschaft werden seit Jahren die Löhne ständig gedrückt, während sich “unsere Volksdiener” immer fettere Gehälter und Pensionen bewilligen. Die Malocher dulden das ohne Reaktion !

  2. Afra Heinz sagt:

    Die Stadt Overath beraubt uns redlich, fleißig arbeitenden Bürgern um unser Hab und Gut. Wo leben wir eigentlich, dass wir ” das Volk” für die Misswirtschaft der Gemeinde Overath so zur Kasse gebeten werden. Schämt man sich denn gar nicht? Für Prestigobjekte ist immer Geld vorhanden. Sparen, nein, wo kommt man denn da hin. Es ist doch viel einfacher sich von dem redlich, arbeitenden Bürger zu bedienen. Der Fisch fängt immer vom Kopf an zu stinken!!! Man sollte einmal mit dem Besen duch die Gemeindeverwaltung kehren. Wie dumm sind wir Bürger in Deutschland eigentlich, dass wir uns wie eine Weihnachtsganz ausnehmen lassen. Haben wir denn gar keinen STOLZ?

  3. admin sagt:

    Heute ist uns der Bescheid über die Grundbesitzabgaben ins Haus “geflattert”! Sage und schreibe 72% Erhöhung, wie angekündigt!

    Sich dagegen zu wehren ist praktisch unmöglich, denn es geht nur über eine Klage beim Verwaltungsgericht, die natürlich von vornherein verloren ist, denn man klagt ja genau da, wo auch die Verursacher des Übels arbeiten, beim Staat! Genauso, wie man sich über Ärzte bei Ärzten (Ärztekammer) beschwert oder über Anwälte bei Änwälten (Anwaltskammer)! Dazu passt auch, dass Politiker sich selbst die “Diäten” erhöhen…

    Ganz im Gegenteil beschert der verweifelte Versuch über eine von vornherein aussichtslose Klage dem Staat weitere Gelder und den zum System gehörenden Anwälten lukrative Aufträge, sollte man einen mit der Klage beauftragen, was die meisten sicher tun würden!

    Egal, wie man sich windet, es gibt keinen Ausweg aus der in diesem Fall “Grundbesitzabgabenfalle”! Und das ist und bleibt nicht die einzige, die man uns stellt und zukünftig noch stellen wird!

    Es kommt noch ganz dick! Das ist erst der Anfang!

    Ein perfekt ausgeklügeltes System, ohne Ausweg für den gebeutelten Bürger!

    Wie soll man das nennen: Willkür, Unterjochung, Verdummung, Ausbeutung?

    Dass die fürstlich versorgten Verantwortlichen in den Amtsstuben selbst irgendwann Opfer des eigenen Systems werden könnten, können diese sich vermutlich nicht vorstellen. Aber sie wären nicht die ersten aus den eigenen Reihen, die skrupellose Ausbeutersysteme über die Klinge springen lassen!

    Sie schimpfen sich “Volksvertreter”, aber sie dienen nur einem Herrn! Und der schnöde Mammon ist ihr Motor!

    1. Heise sagt:

      Hallo

      Auch ich habe diesen tollen Bescheid über die Grundbesitzabgaben erhalten.
      Obwohl ja schon im Vorfeld darüber beraten und dann doch beschlossen
      wurde, war ich so wütend, dass ich direkt zum Telefonhörer gegriffen habe.
      Und Wunder, die Beamtin wusste schon, was ich wollte.
      Sie kam mir mit den Worten ,,Sie haben sich nicht verlesen und nein,
      es ist auch kein Druckfehler” zuvor.
      Ich sagte dann, ob wir für ,,blöd” erklärt werden sollen?
      Dann die Antwort: “Die Stadt Overath muss doch einen ausgeglichenen Haushalt
      zustande bringen.” Leider ist es wirklich so, dass man dagegen nichts unternehmen
      kann. Und genau das wissen die lieben ,,Volksvertreter “.
      Skrupellos und ohne jedes Ehrgefühl!
      Eine Schande für jeden ehrbaren und rechtschaffenden arbeitenden Bürger!
      Stellt sich doch fast die Frage, bringt ehrliche Arbeit uns heute weiter?
      Bei soviel Vorbild unserer Volksvertreter sind wir doch voll am A……!!!

Sinn oder Unsinn von „Potenzialanalysen“ bei Achtklässlern

Publiziert am  von admin

Eine paar kurze Zitate aus diversen Quellen zum Thema um zu erläutern, worum es beim Thema „Potentialanalyse“ in den 8. Klassen der weiterführenden Schulen (die aber auch im Rahmen von Einstellungstests bei Erwachsenen zum Tragen kommen) eigentlich geht:

Kompetenzfeststellungsverfahren – variable und zielgruppenadäquate Tests (handlungs-

orientierte Verfahren, Online-Verfahren und schriftliche Tests) in den 8. Klassen, durchge-

führt von externen Trägern

http://www.bmbf.de/pubRD/Evaluationsbericht_BOP.pdf (PDF-Dokumente bitte immer in die Browserzeile kopieren, da sie sonst nicht funktionieren!)

Ergebnis:

Durch die vielfältigen Aufgabenstellungen werden folgende Potenziale sichtbar gemacht:

Kognitive Basiskompetenz: Schlussfolgerndes Denken, verbales Denken, räumliches Vorstellungsvermögen, Konzentrationsfähigkeit, Merkfähigkeit

Fachliche Basiskompetenz: Feinmotorische Fähigkeit, Präzision, Arbeitstempo

Sozialkompetenz: Kommunikationsfähigkeit, Kritikfähigkeit- und Konfliktfähigkeit, Teamfähigkeit

Selbstkompetenz: Selbstständigkeit, Durchhaltevermögen

Methodenfähigkeit: Problemlösefähigkeit, Planungsfähigkeit

Lern- und Arbeitsverhalten: Arbeitshaltung, Stressbewältigung

Berufliche Interessen und Neigungen

Praktisch gesagt, soll jeder Schüler nach der Potenzialanalyse in der Lage sein, folgende Fragen zu beantworten: „Was kann ich gut? Was interessiert mich und ist mir wichtig? Wie lerne ich? Wo brauche ich Unterstützung? Wo und wie kann ich meine Stärken besonders einbringen?“

Auswertungsgespräch:

In dem Auswertungsgespräch erhalten die SchülerInnen eine Rückmeldung über die beobachteten Ausprägungen und Verhaltensweisen. Des Weiteren werden die SchülerInnen sensibilisiert, ihr eigenes Lernverhalten zu hinterfragen, die verbleibende Schulzeit zu planen und inhaltlich zu gestalten, insbesondere im Hinblick auf die Wahlmöglichkeiten der Sekundarstufe II.

Für die anstehenden Berufsfelderkundungen und das in den folgenden Jahrgangsstufen anstehende Betriebspraktikum gewinnen die SchülerInnen wichtige Anhaltspunkte, um sich ein ihren Stärken, Interessen und Neigungen entsprechendes Tätigkeits- und Branchenumfeld herauszusuchen.

http://www.moment-talent.de/schulen/potenzialanalyse-an-oberbergischen-schulen.pdf

Es ist natürlich völlig unrealistisch davon auszugehen, dass der Schüler (der Einfachheit halber belasse ich es bei der männlichen Form) aufgrund des Testergebnisses auf Basis eines Online-Tests und kurzzeitiger Beobachtung seines Verhaltens in der Gruppe an nur einem Tag objektiven Aufschluß darüber erlangt, was er „gut kann“ oder was ihn „wirklich interessiert“.  Seine eigene Wahrnehmung in seinem bisherigen Leben sowie die Wahrnehmung derer, die ihn gut kennen, seiner Lehrer, deren Beruf es ist und deren Aufgabe es eigentlich sein sollte, die Potentiale ihrer Schüler zu erkennen, und insbesondere seiner Eltern, soll da also weniger aufschlussreich sein?

  • Potenzialanalyse als Bestandteil der Individuellen Förerdung im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung:

Die Potenzialanalyse ermöglicht es Jugendlichen, zu Beginn ihres systematischen Berufs- und Studienorientierungsprozesses durch Selbst- und Fremdeinschätzungund durch handlungsorientierte Verfahren ihre Potenziale zu entdecken.

Jugendliche entdecken dabei auch unabhängig von geschlechtsspezifischen Rollenerwartungen ihre fachlichen, methodischen, sozialen und personalen Potenziale im Hinblick auf die Lebens- und Arbeitswelt.

http://www.berufsorientierung-nrw.de/standardelemente/potenzialanalyse/

Genau das ist es: Die Fremdeinschätzung ist hier das wesentliche Element, das in der Potentialanalyse zum Tragen kommt, und zwar im wortwörtlichen Sinne: Mit fremden Personen sind nicht andere Personen aus dem engen Umfeld gemeint, die das Kind aber gut kennen, sondern die Pädagogen und Psychologen der externen Firma, die vom Land Nordrhein-Westfalen wie auch von anderen Bundesländern mit der Durchführung einer solchen Potentialanalyse in Schulen beauftragt werden. Diese Leute haben die Kinder nie zuvor gesehen oder gesprochen, wissen rein gar nichts über die Schüler und Schülerinnen.

Diese völlig fremden Menschen sollen dann in der Lage sein, durch reine Beobachtung von Verhalten in unterschiedlichen Situationen, die Persönlichkeit und die Fähigkeiten dieses ihnen völlig unbekannten Schülers einzuschätzen? Mit der Gefahr, dass einmal dokumentierte „Fakten“ (und alles, was der vermeintliche „Fachmann“ dokumentiert gilt leider unumstößlich als Fakt!) nicht mehr aus der Vita wegzubekommen sind?

Es besteht die Gefahr, dass das Kind in eine Schublade einsortiert wird, „katalogisiert“ wird. Quasi in einem späteren Bewerberpool online registriert ist, auf den potentielle Arbeitgeber ganz gezielt, durch Auswahl bestimmter Kriterien zurückgreifen können.

Das System spuckt dann bedarfsgerecht genau die Bewerber aus, die in das Anforderungsprofil, insbesondere auch  bezüglich der Persönlichkeit des potentiellen zukünftigen Mitarbeiters, passen.

Die eingesetzten Mitarbeiter der externen Firmen sollen speziell geschulte Leute mit pädagogischer oder psychologischer Ausbildung sein. Den Nachweis hierüber bleiben diese Firmen aber in der Regel schuldig, weil auch gar keiner danach fragt.

In einer Zwischenbilanz zum Thema Potentialanalyse des Bundesinstituts für Berufsbildung wurde ich fündig, was Informationen über die Erfahrungen des eingesetzten Personals angeht: …

Wenn Sie diesen hochinteressanten und sehr ausführlichen Artikel zum Thema weiterlesen wollen, klicken Sie bitte hier:

Wenn Sie mehr lesen wollen …

und hier:

Veröffentlichungen (zur Zeit in Überarbeitung)