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Bezahlen per Lastschriftverfahren via PayPal? Bloß nicht!

30.03.2019

Erst recht nicht, wenn Sie selbst PayPal eigentlich nicht nutzen (wollen) und aus gutem Grund kein PayPal-Konto besitzen!

Meine Erfahrung mit diesem dubiosen Verein lesen Sie bitte nachstehend!

Ich hatte ein Paar Schuhe gekauft, den Kauf aber widerrufen, die Schuhe zurück geschickt und entsprechend eine Rückerstattung des Kaufpreises auf mein Girokonto erwartet, von dem PayPal den Betrag auch für den Verkäufer abgebucht hatte!

Ich war gezwungen, diese Bezahlweise zu wählen, da der Verkäufer keine direkte Bezahlung z.B. durch Überweisung oder Lastschrifteinzug durch ihn selbst anbot!

Dass PayPal hierfür ein sogenanntes „Gastkonto“ für den Käufer bzw. Zahlungsverpflichteten eröffnet, das man dann ganz offensichtlich dem Käufer als dauerhaftes PayPal-Konto unterjubeln will, war mir leider nicht klar!

Ich habe PayPal natürlich unmissverständlich aufgefordert, dieses Gastkonto unverzüglich nach Abschluß der Transaktion wieder zu löschen, was mir aber nur telefonisch bestätigt wurde und was ich im Grunde auch gar nicht nachprüfen kann! Fakt ist jedenfalls, dass PayPal nun meine persönlichen Daten inklusive Bankverbindung vorliegen und diese wahrscheinlich nicht aus deren Datensammlung gelöscht werden, wie auch diesbezügliche Beschwerden anderer Betroffener im Netz bekunden.

Eine sehr aufschlussreiche Internetseite hierzu, wo ich auch gleich einen Kommentar gefunden habe, der meine Erfahrung bestätigt, finden Sie im nachstehenden Schriftverkehr mit dem Verkäufer.

Dass auch die schriftliche Kontaktaufnahme für den Fall, dass man kein PayPal-Konto besitzt, schwer gemacht wird, geht aus dem nachstehenden Schriftverkehr genauso hervor, wie alles weitere Wesentliche zu den dubiosen Geschäftsgebahren dieser Plattform mit Sitz in Kalifornien (!), die im Hintergrund ganz offensichtlich auch alle Wertstellungen in Dollar abrechnet, wie mir der Mitarbeiter am Telefon dummer Weise verriet, denn er sprach nicht von (m)einer Transaktion im Wert von 49,95 €, sondern von 54 Dollar noch was! Mir fällt da die Bezeichnung „Offshore-Unternehmen“ ein, aber das wäre wieder ein anderes Thema, das auch wert wäre, darüber zu berichten!

Nachstehend der Schriftverkehr mit dem Verkäufer, dessen Namen ich, um den sogenannten „Datenschutz“ einzuhalten, unkenntlich gemacht habe:

Von: Birgit < >
Datum: Freitag, 22. März 2019 10:09
An: < >
Betreff: Re: Ihre Bestellung xxx

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit widerrufe ich fristgerecht meine im Betreff genannte Bestellung.

Ich hatte 2 Paare in Gr. 39 und 40 bestellt, da ich nicht wußte, welche Größe besser passt. Der Schuh in Gr. 39 ist leider viel zu klein, obwohl ich eigentlich Gr. 39 trage. Ich würde sagen, dass er viel zu klein ausfällt!

Da PayPal bisher nur für ein Paar Schuhe das Geld abgebucht hat, muß zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Rückerstattung erfolgen!

Mit freundlichen Grüßen

Birgit van den Berg

Von: Birgit < >
Datum: Dienstag, 26. März 2019 13:01
An: < >
Betreff: Re: Ihre Bestellung xxx

Sehr geehrte Damen und Herren,

jetzt hat PayPal doch tatsächlich heute erst doch noch die zweite Abbuchung über 49,95 € getätigt, während die erste bereits am 20.03.2019 erfolgte!

Bitte erstatten Sie das Geld für das zurück gesendete Paar in Gr. 39 nach Erhalt der Ware (hier die Sendungsverfolgung des Paketes: https://www.myhermes.de/empfangen/sendungsverfolgung/sendungsinformation/#02081134003196) auf das nachstehende Konto:

Kontoinhaber: Birgit van den Berg
Bank: xxx
Bankleitzahl xxx
Kontonummer xxx
IBAN: DExxx
BIC: xxx

Sehr ärgerlich, diese Zahlungen über PayPal. Aber Sie haben ja keine normale Überweisung bei Ebay angeboten!

Mit freundlichen Grüßen

Birgit van den Berg

Am 29.03.19 12:46 schrieb < >:

Sehr geehrte Frau van den Berg,

wir haben Ihre Rücksendung erhalten und vollständig geprüft. Den Kaufpreis haben wir Ihrem PayPal Konto soeben gutgeschrieben,

Hinweis:

Sollten Sie sich bei PayPal für einen Rechnungskauf entschieden haben, reduziert sich der offene Betrag bei PayPal entsprechend Ihrer Rücksendung.

Vielen Dank für Ihren Einkauf bei xxx.de.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr xxx Team

Von: Birgit van den Berg < >
Gesendet: Freitag, 29. März 2019 13:23
An: < >
Betreff: Re: Ihre Bestellung xxx
Priorität: Hoch

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie schreiben, Sie hätten den Kaufpreis “meinem PayPal Konto” gutgeschrieben? Auch von PayPal habe ich die Mitteilung bekommen, dass der Betrag “meinem PayPal Konto” gutgeschrieben wurde!

Das dumme ist nur, dass ich kein PayPal-Konto habe, und dass ich Ihnen das Geld von meinem Girokonto überwiesen habe, und Sie auch aufgefordert habe, dass Geld auf mein Girokonto zurück zu überweisen!

Bitte erklären Sie mir, wie ich das verstehen soll!

Bisher ist auch keine Gutschrift auf meinem Konto eingegangen!

Ich fordere Sie jedenfalls auf, mein Geld genau auf das Konto zurück zu überweisen, von dem ich Ihnen das Geld (gezwungenermaßen via PayPal, weil Sie keine Direktüberweisung via Ebay angeboten haben!) überwiesen habe, nämlich mein (bereits mitgeteiltes) Konto:

Kontoinhaber: Birgit van den Berg
Bank: xxx
Bankleitzahl xxx
Kontonummer xxx
IBAN: DExxx
BIC: xxx

In Erwartung Ihrer Antwort schließe ich

mit freundlichen Grüßen

Birgit van den Berg

Von: xxx.de < >
Datum: Freitag, 29. März 2019 13:57
An: Birgit < >
Betreff: AW: Ihre Bestellung xxx

Sehr geehrte Frau van den Berg,

Ihre Zahlungen oder die hinterlegten Bankdaten bei PayPal können von uns aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht eingesehen werden. Bitte setzen Sie sich bei Fragen hierfür mit PayPal direkt in Verbindung.

Aber im Normalfall ist es so, dass je nachdem wie die Zahlung von Ihnen an PayPal beglichen wurde, auch die Rückerstattung über diese Zahlungsmethode erfolgt.

Ich habe heute die Meldung an PayPal zur Erstattung gegeben. Die Buchung auf Ihrem Bankkonto sehen sie ggf. erst 1-2 Tage später.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr xxx Team

Von: Birgit
Datum: Samstag, 30. März 2019 08:42
An: < xxx >
Betreff: Re: Ihre Bestellung xxx

Sehr geehrte Frau xxx,

so einfach geht das aber nicht! Sowohl Ebay, PayPal und auch Ihr Unternehmen schreibt mir per Mail, dass das Geld auf “mein PayPal-Konto” erstattet worden sei!

Ich habe sowohl unseren gesamten Schriftverkehr seit meinem Widerruf meiner Bestellung angehängt wie auch die Benachrichtigungen von Ebay („Der Betrag sollte auf Ihrem PayPal-Konto verfügbar sein.“)und PayPal („Das Geld wurde auf Ihr PayPal-Konto zurückgebucht.“)! 

Ihr Unternehmen ist verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass der Kaufpreis wieder dahin zurück erstattet wird, woher das Geld auch gekommen ist, und ich hatte Sie unten explizit aufgefordert, mir das Geld auf mein angegebenes Konto zurück zu erstatten, von dem es von PayPal auch eingezogen wurde! Auch wenn diese Erstattung via PayPal erfolgt, können Sie mich dennoch nicht mit der Mitteilung abspeisen, den Kaufpreis hätten Sie „meinem PayPal-Konto“ gutgeschrieben (s.u.)!

Ebay hat den geöffneten Fall für die Rückgabe “praktischer Weise” auch bereits geschlossen, nachdem wahrscheinlich das Geld auf „meinem PayPal-Konto“ gutgeschrieben wurde! Normaler Weise wartet Ebay auf die Bestätigung des Erhaltes der Erstattung durch den Käufer, aber wenn die fragwürdige Plattform PayPal zwischengeschaltet ist, gelten diese Rechtsgrundsätze offensichtlich nicht mehr!

Ich hatte es bereits geschrieben, dass ich nur per Lastschrift via PayPal bezahlt habe, weil Sie keine normale Überweisung oder Lastschrifteinzug durch Ihr Unternehmen direkt bei Ebay angeboten haben!

Mir war nicht klar, dass PayPal in diesem Fall für den Käufer ein sogenanntes “Gastkonto” einrichtet, von dem ich nur hoffen kann, dass man meiner Aufforderung an PayPal nachkommt, dass dieses umgehend wieder gelöscht wird, wenn diese unerfreuliche Transaktion beendet ist!

Telefonisch erreicht man Ihr Unternehmen übrigens auch nicht!

Ich finde es schon merkwürdig, dass nicht nur Ebay und PayPal, die definitiv Interesse daran haben, dass Kunden PayPal nutzen, sondern auch Ihr Unternehmen schreibt, dass das Geld auf meinem PayPal-Konto gutgeschrieben wurde, statt korrekt zu schreiben, dass Sie eine Rückerstattung auf mein Konto via PayPal veranlasst haben!

Wahrscheinlich spekuliert PayPal darauf, dass man sich damit begnügt und leitet erst eine Rückerstattung auf das Ausgangskonto des Käufers ein, wenn man sich beschwert und dies einfordert, wie ich es sowohl telefonisch als auch schriftlich getan habe, wobei aber Mails an die Adresse service@paypal.de, von der aus man auch angeschrieben wird, nicht beantwortet werden, wie PayPal dann mitteilt, und laut telefonischer Auskunft würden derlei Mailanfragen aber bearbeitet, wenn man die Mailadresse impressum@paypal.de nutzen würde, was ich nun zwar getan habe, aber mir kaum vorstellen kann, dass diese etwas unpassende Mailadresse richtig sein soll! Über die Homepage, auf die man bezüglich einer schriftlichen Kontaktaufnahme verwiesen wird, wiederum kann man PayPal nur kontaktieren, wenn man ein PayPal-Konto hat… Alles andere als seriös, denn hier soll ganz offenbar die schriftliche Einreichung der Beschwerde schwer gemacht werden!

Sie sehen: Die Geschäftsgebahren sind genauso fragwürdig, wie man es im Netz auch nachlesen kann, wo es unzählige Beschwerden über diese Plattform gibt, aus denen hervorgeht, dass das Wort “unseriös” noch harmlos ausgedrückt ist! Es gibt genügend Schilderungen von ganz extremen Fällen, die von den Betroffenen nicht unbegründet als Betrug bezeichnet werden!

Ein passendes Beispiel zum vorliegenden Fall (rot und fett):

Leserkommentar zum Artikel 

PAYPAL – LIEBER NICHT!

Immer häufiger erreichen uns Beschwerden von ebay-Verkäufern, denen aus unerfindlichen Gründen ihre Paypal-Konten gesperrt wurden. Nun kommen sie nicht mehr an ihr Geld, können keine weiteren Geschäfte abwickeln. Und warum das Ganze? Das wissen die Betroffenen auch nicht so recht. Die Auskünfte sind dünn, die Begründungen wenig nachvollziehbar.

Paypal gibt Zugriff auf Rückzahlung nicht frei

Beitrag von Schulte
15.07.2016, 11:13 Uhr

PayPal bucht von Bankkonto an. Bei Widerruf eines Kaufes muss der Verkäufer die Rückzahlung an PayPal vornehmen. Euer Guthaben wird von PayPal aber nicht auf Euer Konto überwiesen. Sehr oft wird Verfügbarkeit über Euer Geld von PayPal tagelang (manchmal sogar Wochenlang) blockiert. Kein Mensch weiß wie lange PayPal Euer Guthaben frei gibt. Zu dieser Verzögerungstaktik habe ich auch nichts in den AGBs gefunden. Wenn die Sperre auf Euer Guthaben irgendwann aufgehoben wird, dürft Ihr dann über Euer Geld verfügen.

https://www.it-recht-kanzlei.de/Kommentar/9168/Paypal_gibt_Zugriff_auf_Rueckzahlung_nicht_frei.php

Ich kann nur hoffen, dass mir das Geld, wie telefonisch durch PayPal zugesagt, jetzt auf mein Girokonto erstattet wird!

Ihr Unternehmen jedenfalls schuldet mir die Erstattung des Kaufpreises, und solange das Geld nicht auf meinem Konto eingegangen ist, ist diese Forderung gegen Ihr Unternehmen zumindest gemäß meiner (gerechten!) Rechtsauffassung offen! 

Mir ist natürlich völlig klar, dass (un)”rechtlich” gesehen, Ihr Unternehmen seine Schuldigkeit getan hat, indem Sie das Geld auf das mir aufgenötigte PayPal-Gastkonto erstattet haben, da dieser Staat solche Plattformen, die Ihren Sitz im Ausland haben, in der BRD zulässt, statt sie zu verbieten! Und Ihr Unternehmen unterstützt diese Plattformen, indem Sie Kunden, die bei Ihnen kaufen wollen, nötigen, via Lastschrift durch PayPal zu bezahlen, weil Sie den direkten Überweisungsweg auf Ihr Konto völlig unverständlicher Weise nicht anbieten! Ihr Unternehmen muß ja wohl Vorteile haben, wenn Sie PayPal nutzen! Vielleicht weil Sie so PayPal zu neuen Kunden verhelfen, wenn diese sich nicht so zu wehren wissen wie ich?

Mit freundlichen Grüßen

Birgit van den Berg

Von: Birgit < >
Datum: Samstag, 30. März 2019 13:11
An: < >
Betreff: Re: Ihre Bestellung xxx

P.S.:

Sie können sich auch nicht damit herausreden, dass Sie „meine Zahlungen oder die hinterlegten Bankdaten bei PayPal aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht einsehen könnte“n, wie Sie wörtlich schreiben, denn ich habe Ihnen schließlich in Verbindung mit meinem Widerruf explizit meine Bankverbindung genannt, auf die Sie das Geld erstatten sollten, und natürlich hätten Sie unabhängig von Ihrem Einzug via PayPal das Geld auch direkt wieder auf mein Konto überweisen können! Stattdessen schreiben Sie, dass Sie den Kaufpreis “meinem” PayPal Konto gutgeschrieben haben! Meine Mitteilung meiner Bankverbindung haben Sie dabei einfach ignoriert!

Das ich nicht die Einzige bin, die diese Erfahrung macht, belegen auch diese Fälle:

https://www.gutefrage.net/frage/geld-zurueckerstattet-auf-paypalkonto-obwohl-ich-nie-ein-paypalkonto-errichtet-habe

https://www.gutefrage.net/frage/ebay-lastschriftverfahren-ohne-paypal-konto

Die „Community-Experten“, die hier antworten und behaupten, man müsse nun „zwingend“ ein PayPal-Konto eröffnen, um an sein Geld zu kommen, sind alles andere als „Experten“, aber dafür vielleicht für diese unseriöse Plattform im Netz unterwegs, die gemeinsam mit Ebay und vielleicht auch Verkäufern wie meinem, der trotz der Aufforderung, den Betrag auf mein Girokonto zu überweisen, behauptet hat, er hätte meine Bankverbindung bei PayPal nicht einsehen können, auf Kundenfang gehen!

Die Antworten im ersten oben verlinkten Fall hingegen sind durchaus hilfreich, weil wahr!

Ach ja, diese beiden Mails zwischen dem Verkäufer und mir vor Eingang meiner Rücksendung beim Verkäufer hatte ich noch vergessen. Hier sagt der Verkäufer, dass PayPal die Rückerstattung auf das gewählte Zahlungsmittel oder die hinterlegten Kontodaten vornimmt. Dass das offensichtlich nicht stimmt (zumindest, wenn man dies nicht hinterfragt bzw. die Erstattung auf das Ausgangskonto verlangt) geht aus den Mitteilungen der beiden Unternehmen Ebay und PayPal hervor, die beide lediglich die Gutschrift auf „meinem“ PayPal-Konto bestätigt haben, wonach Ebay den Fall für die Rückgabe auch gleich geschlossen hat:

Von: xxxde < >
Datum: Dienstag, 26. März 2019 13:09
An: Birgit < >
Betreff: AW: Ihre Bestellung xxx

Sehr geehrte Frau van den Berg,

wann PayPal die Abbuchung vornimmt kann von uns leider nicht eingesehen werden. Wieso dies zeitversetzt stattfand wissen wir nicht.

Natürlich erfolgt, nach erhalt der Ware, die Rücküberweisung via PayPal. Die Bankdaten brauchen wir hierfür nicht, da wir die Rückgabe der Ware an PayPal melden und PayPal dann die Rückerstattung vornimmt auf das gewählte Zahlungsmittel oder die hinterlegten Kontodaten.

Bis jetzt ist Ihre Rücksendung noch nicht in unserem Lager eingetroffen, dies behalte ich aber gerne für Sie im Auge.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr xxx Team

 

Von: Birgit < >
Datum: Dienstag, 26. März 2019 15:16
An: xxxde < >
Betreff: Re: AW: Ihre Bestellung 500000811

Sehr geehrte Frau xxx,

mir ist bekannt, dass die Firmen, die Ihre Zahlungen über PayPal abwickeln, keinen Einfluß auf die Buchungen dieses fragwürdigen Unternehmens haben. Mir ist auch bekannt, dass nicht nur Zahlende über PayPal sondern erst Recht auch Zahlungsempfänger immer wieder ungehalten über die Geschäftspraktiken dieses Unternehmens sind.

Von daher verstehe ich nicht, warum Firmen wie Ihre nicht eine direkte Überweisung via Ebay anbieten! Dann bekommen Sie Ihr Geld erstens schneller und haben zweitens die Hoheit über Abbuchungen und Rückerstattungen! Das wäre doch viel besser, oder nicht?

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir kurz Ihre Sichtweise hierzu mitteilen!

Mit freundlichen Grüßen

Birgit van den Berg

Eine Antwort auf diese hochinteressante Frage ist mir die Mitarbeiterin dieses Schuhhandels natürlich schuldig geblieben!

Ich werde Sie auf dem Laufenden halten, wie lange sich PayPal nun mit der Erstattung auf mein Konto Zeit lässt, aber ich gehe schon davon aus, dass ich mein Geld bekomme, da der Mitarbeiter es mir ja zugesagt hat! Aber wohl auch nur, weil ich mich dahinter geklemmt habe! Dass vielleicht die meisten nach solch einer „Gastzahlung“ tatsächlich ein PayPal-Konto eröffnen, obwohl dies nicht nötig ist, geht aus Fällen wie diesen hervor, wo der oder die Fragesteller/in dem „guten Rat“ des „Community-Experten“ folgen wollte:

https://www.gutefrage.net/frage/lastschrift-kauf-bei-ebay-ohne-paypalkonto

Nachtrag 02.04.2019: Das Geld wurde heute meinem Konto gutgeschrieben! Ergo: Auf Erstattung des Betrages auf das eigene Konto beharren und sich auf keinen Fall bei PayPal neu anmelden, wozu man über Ebay mehr oder weniger aufgefordert wird, denn dann hat man wahrscheinlich definitiv ein PayPal-Konto “eröffnet”! Ebay teilt einem nämlich per Mail mit, dass der Betrag auf dem PayPal-Konto verfügbar sein sollte und verlinkt zu den Einzelheiten zur Rückgabe. Dort steht dann: Der Verkäufer hat über Ihre ursprüngliche Zahlungsmethode bei PayPal eine Rückerstattung in Höhe von EUR xxx veranlasst. PayPal-Transaktion xxx Und wenn man dann auf die dort angegebene Transaktionsnummer klickt, kommt man auf die Anmeldemaske von PayPal, wo man sich dann neu anmelden muß. Und spätestens dann hat man wohl ein PayPal-Konto eröffnet…

Die EU-Urheberrechtsreform: Wirklich ein Aus für die Meinungsfreiheit im Internet?

25.03.2019

Die anstehende Änderung des Urheberrechtes suggeriert zunächst mal alleine den Schutz vor Urheberrechtsverletzungen, was sicher notwendig und durchaus wünschenswert ist, denn auch mein Urheberrecht an meinen seinerzeit auf meinem Blog www.kritschsein.de veröffentlichten Artikeln wurde schon verletzt. Aber steht wirklich gleichzeitig zu befürchten, dass an den im deutschsprachigen Raum weit verbreiteten Interpretationen der Gesetzesvorlage etwas dran sein könnte, dass schon für kurze zitierte Auszüge aus Artikeln der Zeitungs- und Zeitschriftenwirtschaft Lizenzgebühren anfallen (https://www.urheberrecht.de/urheberrechtsreform/)? Eine wichtige Frage auch für kritische Internetblogger!

Aus diesem Grund habe ich mich intensiver mit dieser Thematik beschäftigt und das ist mein Ergebnis:

Auch Wikipedia hatte am 21.03.2019 seine Seite „aus Protest gesperrt“ und wörtlich geschrieben, dass alle Webseiten für kurze Textausschnitte aus Presseerzeugnissen Lizenzen erwerben müssten, um ein neu einzuführendes Verlegerrecht einzuhalten und bezog sich dabei auf Artikel 11 der geplanten Urheberrechtsreform. Beides zusammen könnte die Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit erheblich beeinträchtigen, stand dort weiterhin zu lesen. Am darauffolgenden Tag war die Seite aber wieder geöffnet, so dass man daraus schließen kann, dass Wikipedia in Wahrheit wohl keine Angst vor Schadenersatzzahlungen haben muß! Und Wikipedia schrieb ja auch selbst auf seiner gesperrten Webseite am 21.03.2019: Obwohl zumindest Wikepedia ausdrücklich von Artikel 13 der neuen Urheberrechtsrichtlinie ausgenommen ist (allerdings nicht von Art. 11), wird das freie Wissen selbst dann leiden, wenn Wikipedia eine Oase in der gefilterten Wüste des Internets bleibt.

Nachstehend zeige ich auf, dass Artikel 13 Wikipedia eh nicht betrifft und deshalb Wikipedia hiervon auch nicht esplizit ausgenommen werden müßte, wenn ich mit meiner Auffassung richtig liegt, dass Wikipedia keine der betroffenen Plattformen wie Facebook oder ähnliche ist, die gemäß § 13 große Mengen der von ihren Nutzern hochgeladenen Werke und sonstigen Schutzgegenstände speichern oder zugänglich machen!

Wikipedia behauptet zwar, dass jeder von uns dort Inhalte hochladen bzw. Änderungen an den bestehenden Seiten vornehmen könne, aber wenn man Spaßes halber mal auf einer der Seiten auf „Bearbeiten“ klickt, öffnet sich ein kleines Fenster, aus dem hervorgeht, dass die Änderungen erst angezeigt werden, nachdem sie gesichtet wurden. Ich habe es nicht ausprobiert, aber ich bin mir fast sicher, dass die Inhalte dieser Seiten nicht durch die Ergüsse x-beliebiger Internetuser entstanden sind! (Die vorstehende Äußerung ist meine freie Meinung!)

Zeit Online formuliert es so (darf ich das denn jetzt noch zitieren (?), ich tue es im Rahmen meines eigenen erstellten Werkes, dieses Artikels):

Was dürfen wir noch teilen?

Artikel 11 sieht ein Leistungsschutzrecht (siehe Kasten) für Verlage vor. Was bürokratisch klingt, betrifft letztlich jeden, der im Internet Medienberichte liest oder in Timelines diverser sozialer Netze verfolgt, was andere an News und Artikeln teilen. Denn laut der finalen Fassung der Urheberrechtsreform dürften Suchmaschinen oder Websites künftig keine Titel oder ganze Sätze mehr anzeigen, wenn sie keine Lizenzen von den Rechteinhabern (zumeist: den Verlagen) erworben haben. Wer auf solche Texte online verweisen will, darf dann nur noch einzelne Worte oder kurze Textausschnitte einblenden. Links sind davon zwar ausdrücklich ausgenommen, nicht aber Linkvorschauen, die normalerweise Titel und Teaser eines Artikels gleich mit anzeigen.

https://www.zeit.de/digital/internet/2019-02/eu-urheberrecht-leistungsschutzrecht-uploadfilter-europaeisches-parlament

In der oben genannten Quelle zum Leistungsschutzrecht steht Folgendes:

Auch auf der gesamt-europäischen Ebene wurden 2016 Regelungen beschlossen, die eine EU-weite Urheberrechtsreform einleiteten. Durch diese wird das deutsche Leistungsschutzrecht für Presseverleger in ganz Europa geltend. Vor allem die Zeitungs- und Zeitschriftenwirtschaft kritisierte schon lange, dass Online-Dienstanbieter ihre Inhalte verwenden, ohne eine angemessene Vergütung bezahlen zu müssen. Nachrichten-Aggregatoren und Suchmaschinen zahlen nun auch schon für kurze Auszüge aus Artikeln Lizenzgebühren.

Und das Leistungsschutzrecht für Presseverleger sieht Folgendes vor:

Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger ist ein Immaterialgüterrecht in Deutschland. Es dient dem Schutz verlegerischer Leistungen „vor systematischen Zugriffen (…) durch die Anbieter von Suchmaschinen und Anbieter von solchen Diensten im Netz (…), die Inhalte entsprechend einer Suchmaschine aufbereiten (…)(und dadurch) für die eigene Wertschöpfung auch auf fremde verlegerische Leistungen (zugreifen).“[1] Durch das in den §§ 87f bis 87h des Urheberrechtsgesetzes verankerte Leistungsschutzrecht wird den Presseverlagen das ausschließliche Recht eingeräumt, Presseerzeugnisse zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich zu machen, es sei denn, es handelt sich um einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Leistungsschutzrecht_f%C3%BCr_Presseverleger

Hier kommen wir der Sache schon näher: Nur Presseverlage haben das Recht, Presseerzeugnisse zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich zu machen! Alle anderen (so verstehe ich die Formulierung „es sei denn“), dürfen nur einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte zitieren, wobei die Formulierung kleinste Textausschnitte natürlich dehnbar, interpretierbar bzw.  auslegbar ist! Aber ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass man diese einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte zu gewerblichen Zwecken (!), nämlich für die eigene Wertschöpfung veröffentlicht bzw. zitiert!

Wichtig zu wissen wäre an dieser Stelle, ob auch das Zitieren innerhalb eines eigenen geschaffenen neuen Werkes hiervon betroffen ist, was genau wie bei wissenschaftlichen Arbeiten bisher zulässig war!

Aus der vorstehend zitierten Quelle geht übrigens hervor, dass das deutsche Leistungsrecht in Deutschland schon zuvor in Kraft war und dass es nun darum geht, dass dieses bisher nur in Deutschland geltende Leistungsschutzrecht EU-weit geltend wird! Es ändert sich also für Deutschland selbst doch gar nichts bzw. wir hatten bisher schon die gleiche Gesetzeslage!

Aber das einzige, was wirkliche Rechtssicherheit bringt, ist der eigentliche Gesetzestext der neuen Richtlinie, den ich mir deshalb genauer angeschaut habe:

Vorschlag für eine

RICHTLINIE DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES

über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt

TITEL IV 
SCHAFFUNG EINES FUNKTIONSFÄHIGEN MARKTES FÜR DEN URHEBERRECHTSSCHUTZ

KAPITEL 1 
Rechte an Veröffentlichungen

Artikel 11 
Schutz von Presseveröffentlichungen im Hinblick auf digitale Nutzungen

1.Die Mitgliedstaaten legen Bestimmungen fest, mit denen Presseverlage die in Artikel 2 und Artikel 3 Absatz 2 der Richtlinie 2001/29/EG genannten Rechte für die digitale Nutzung ihrer Presseveröffentlichung erhalten.

2.Von den in Absatz 1 genannten Rechten bleiben die im Unionsrecht festgelegten Rechte von Urhebern und sonstigen Rechteinhabern an den in einer Presseveröffentlichung enthaltenen Werken und sonstigen Schutzgegenständen unberührt. Diese Rechte können nicht gegen diese Urheber und sonstigen Rechteinhaber geltend gemacht werden und können ihnen insbesondere nicht das Recht nehmen, ihre Werke und sonstigen Schutzgegenstände unabhängig von der Presseveröffentlichung zu verwenden, in der sie enthalten sind.

3.Die Artikel 5 bis 8 der Richtlinie 2001/29/EG und die Richtlinie 2012/28/EU finden sinngemäß auf die in Absatz 1 genannten Rechte Anwendung.

4.Die in Absatz 1 genannten Rechte erlöschen 20 Jahre nach der Veröffentlichung der Presseveröffentlichung. Die Berechnung dieser Zeitspanne erfolgt ab dem 1. Januar des auf den Tag der Veröffentlichung folgenden Jahres.

Artikel 12 
Ausgleichsansprüche

Die Mitgliedstaaten können festlegen, dass für den Fall, dass ein Urheber einem Verleger ein Recht übertragen oder diesem eine Lizenz erteilt hat, diese Übertragung oder Lizenzierung eine hinreichende Rechtsgrundlage für den Verleger darstellt, einen Anteil am Ausgleich für die Nutzungen des Werkes zu beanspruchen, die im Rahmen einer Ausnahme oder Beschränkung in Bezug auf das übertragene oder lizenzierte Recht erfolgt sind.

KAPITEL 2 

Bestimmte Nutzungen geschützter Inhalte durch Online-Dienste

Artikel 13 
Nutzung geschützter Inhalte durch Diensteanbieter der Informationsgesellschaft, die große Mengen der von ihren Nutzern hochgeladenen Werke und sonstigen Schutzgegenstände speichern oder zugänglich machen

1.Diensteanbieter der Informationsgesellschaft, die große Mengen der von ihren Nutzern hochgeladenen Werke und sonstigen Schutzgegenstände in Absprache mit den Rechteinhabern speichern oder öffentlich zugänglich machen, ergreifen Maßnahmen, um zu gewährleisten, dass die mit den Rechteinhabern geschlossenen Vereinbarungen, die die Nutzung ihrer Werke oder sonstigen Schutzgegenstände regeln, oder die die Zugänglichkeit der von den Rechteinhabern genannten Werke oder Schutzgegenstände über ihre Dienste untersagen, eingehalten werden. Diese Maßnahmen wie beispielsweise wirksame Inhaltserkennungstechniken müssen geeignet und angemessen sein. Die Diensteanbieter müssen gegenüber den Rechteinhabern in angemessener Weise darlegen, wie die Maßnahmen funktionieren und eingesetzt werden und ihnen gegebenenfalls über die Erkennung und Nutzung ihrer Werke und sonstigen Schutzgegenstände Bericht erstatten.

2.Die Mitgliedstaaten müssen gewährleisten, dass die in Absatz 1 genannten Diensteanbieter den Nutzern für den Fall von Streitigkeiten über die Anwendung der in Absatz 1 genannten Maßnahmen Beschwerdemechanismen und Rechtsschutzmöglichkeiten zur Verfügung stellen.

3.Die Mitgliedstaaten erleichtern gegebenenfalls die Zusammenarbeit zwischen den Diensteanbietern der Informationsgesellschaft und den Rechteinhabern durch Dialoge zwischen den Interessenträgern, damit festgelegt werden kann, welche Verfahren sich beispielsweise unter Berücksichtigung der Art der Dienste, der verfügbaren Technik und deren Wirksamkeit vor dem Hintergrund der technologischen Entwicklungen als geeignete und angemessene Inhalteerkennungstechniken bewährt haben.

https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A52016PC0593

Vorstehend bezieht man sich in Artikel 11 Absatz 1 auf eine andere Richtlinie, in der man die dort genannten Rechte natürlich auch wieder nachlesen muß und was ich ebenfalls getan habe. Denn diese Mühe sollte man sich erst mal machen, bevor man auf die Strasse geht, um gegen etwas zu protestieren, von dem man vielleicht gar nicht verstanden hat, worum es überhaupt geht, sondern einfach nur mal wieder den Leithammeln, den „MMMM’s“ (den Meinungsmachermainstreammedien) aufgesessen ist oder vielleicht sogar wirklich gekauft wurde (?), wie es der Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe im EU-Parlament, Daniel Caspary, behauptet (https://www.internetworld.de/technik/internet/streit-urheberrecht-nerven-liegen-blank-1693971.html). Auch das wäre durchaus denkbar, auch wenn die breite Masse so eine Äußerung wahrscheinlich als „verquere Verschwörungstheorie“ abtut, weil genau dieses Unwort eben auch durch die MMMM’s kreiert wurde und auf alles angewendet wird, was unter Denkverbot steht!

Hier nun die

RICHTLINIE 2001/29/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 22. Mai 2001

zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte in der Informationsgesellschaft

Artikel 2

Vervielfältigungsrecht

Die Mitgliedstaaten sehen für folgende Personen das ausschließliche Recht vor, die unmittelbare oder mittelbare, vorübergehende oder dauerhafte Vervielfältigung auf jede Art und Weise und in jeder Form ganz oder teilweise zu erlauben oder zu verbieten:

a) für die Urheber in Bezug auf ihre Werke

b) für die ausübenden Künstler in Bezug auf die Aufzeichnungen ihrer Darbietungen, 

c) für die Tonträgerhersteller in Bezug auf ihre Tonträger, 

d) für die Hersteller der erstmaligen Aufzeichnungen von Filmen in Bezug auf das Original und die Vervielfältigungsstücke ihrer Filme,

 e) für die Sendeunternehmen in Bezug auf die Aufzeichnungen ihrer Sendungen, unabhängig davon, ob diese Sendungen drahtgebunden oder drahtlos, über Kabel oder Satellit übertragen werden.

Artikel 3

Recht der öffentlichen Wiedergabe von Werken und Recht der öffentlichen Zugänglichmachung sonstiger Schutzgegenstände

(1) Die Mitgliedstaaten sehen vor, dass den Urhebern das ausschließliche Recht zusteht, die drahtgebundene oder drahtlose öffentliche Wiedergabe ihrer Werke einschließlich der öffentlichen Zugänglichmachung der Werke in der Weise, dass sie Mitgliedern der Öffentlichkeit von Orten und zu Zeiten ihrer Wahl zugänglich sind, zu erlauben oder zu verbieten.

(2) Die Mitgliedstaaten sehen für folgende Personen das ausschließliche Recht vor, zu erlauben oder zu verbieten, dass die nachstehend genannten Schutzgegenstände drahtgebunden oder drahtlos in einer Weise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, dass sie Mitgliedern der Öffentlichkeit von Orten und zu Zeiten ihrer Wahl zugänglich sind:

a) für die ausübenden Künstler in Bezug auf die Aufzeichnungen ihrer Darbietungen;

b) für die Tonträgerhersteller in Bezug auf ihre Tonträger;

c) für die Hersteller der erstmaligen Aufzeichnungen von Filmen in Bezug auf das Original und auf Vervielfältigungsstücke ihrer Filme;

d) für die Sendeunternehmen in Bezug auf die Aufzeichnungen ihrer Sendungen, unabhängig davon, ob diese Sendungen drahtgebunden oder drahtlos, über Kabel oder Satellit übertragen werden.

(3) Die in den Absätzen 1 und 2 bezeichneten Rechte erschöpfen sich nicht mit den in diesem Artikel genannten Handlungen der öffentlichen Wiedergabe oder der Zugänglichmachung für die Öffentlichkeit

https://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2001:167:0010:0019:DE:PDF

In dieser Richtlinie geht es erst einmal um die Rechte der wirklich ursprünglichen Urheber eines Werkes, die in der Tat geschützt werden sollen! Und meiner Auffassung nach ist hier in Artikel 2 von einer Vervielfältigung und in Artikel 3 von einer öffentlichen Wiedergabe von Werken in Ihrer Gesamtheit die Rede (so verstehe ich es jedenfalls!), also z.B. das, was wir in der „gleichgeschalteten“ Presse, die wir ja angeblich nicht haben, erleben, wo wir regelmäßig wortwörtlich die gleichen Pressemitteilungen „auf allen Kanälen“, sprich in den „Nachrichten“, „nach“ denen wir uns „richten“ sollen, im Fernsehen genauso wie in der Schriftpresse, den Zeitungen, hören oder lesen dürfen!

Das hat aber nicht das Geringste zu tun mit dem Zitieren einzelner Passagen (einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte) aus fremden Veröffentlichungen, und erst Recht nicht, wenn dies zur Erstellung eines eigenen neuen Werkes ganz wie im sogenannten „wissenschaftlichen Arbeiten“ geschieht!

In Artikel 12 ist dann von dem wichtigen Thema Ausgleichsansprüche die Rede, der aber in den aktuellen Kommentierungen/Mitteilungen in der Presse zur Urheberrechtsreform erstaunlicher Weise gar nicht erwähnt wird (hier ist immer nur von den angeblich so einschneidenden Artikeln 11 und 13 die Rede!):

Die Mitgliedstaaten können festlegen, dass für den Fall, dass ein Urheber einem Verleger ein Recht übertragen oder diesem eine Lizenz erteilt hat, diese Übertragung oder Lizenzierung eine hinreichende Rechtsgrundlage für den Verleger darstellt, einen Anteil am Ausgleich für die Nutzungen des Werkes zu beanspruchen, die im Rahmen einer Ausnahme oder Beschränkung in Bezug auf das übertragene oder lizenzierte Recht erfolgt sind.

Es geht hier also ausschließlich um die Fälle, wo ursprüngliche Urheber einem Verleger ein Recht übertragen oder diesem eine Lizenz erteilt haben, sein Werk zu nutzen! Dies soll in der Folge eine hinreichende Rechtsgrundlage für den Verleger darstellen, einen Anteil am Ausgleich für die Nutzungen des Werkes zu beanspruchen, die im Rahmen einer Ausnahme oder Beschränkung in Bezug auf das übertragene oder lizenzierte Recht erfolgt sind.

Auch hier geht es meiner Auffassung nach nur um Nutzungen des Werkes in seiner Gesamtheit und der Anspruch bezieht sich nur auf Nutzungen des Werkes, die im Rahmen einer Ausnahme oder Beschränkung in Bezug auf das übertragene oder lizenzierte Recht erfolgt sind, also wenn der ursprüngliche Urheber Ausnahmen oder Beschränkungen in Bezug auf das übertragene oder lizenzierte Recht festgelegt hat.

Aber genau solch eine Festlegung von Ausnahmen oder Beschränkungen in Bezug auf das übertragene oder lizenzierte Recht durch den Urheber sollten eigentlich auch entsprechende Beschränkungen der Rechte desjenigen zur Folge haben, dem dieses beschränkte (!) Recht übertragen wurde bzw. der eine entsprechend beschränkte (!) Lizenz erworben hat, also des Verlegers!

Alles in allem komme ich zu dem Schluß, dass das Zitieren aus anderen Presse- oder sonstigen Veröffentlichungen nach wie vor zulässig ist, wenn es für die Erstellung eines eigenen geistigen und damit neuen Werkes (!) erfolgt!

Viele meiner Artikel sind entstanden aus meiner Meinung zu fremden Veröffentlichungen, vielfach in der Mainstreampresse, und natürlich zitiere ich dann auch aus den im Rahmen meiner Recherche zum Thema gefundenen Quellen als Beleg bzw. Aufhänger für meine Aussagen und immer unter eindeutiger Angabe der Ursprungsquelle, um das Urheberrecht eben nicht zu verletzen!

Das wird im Übrigen regelmäßig auch in wissenschaftlichen Arbeiten so gehandhabt, in denen ebenfalls regelmäßig aus anderen Quellen unter Angabe der Quelle zitiert wird! Das Urheberrecht wird im Grunde erst verletzt, wenn man die Quelle, aus der die Urheberschaft hervorgeht, nicht benennt und damit das Zitierte als eigene geistige Schöpfung erscheinen könnte!

Kein Nachrichtenkommentar wäre mehr möglich, wenn, wie es die aktuelle Medienberichterstattung zum Thema „EU-Urheberrechtsreform“ suggeriert, bereits für kurze zitierte Auszüge aus Artikeln der Zeitungs- und Zeitschriftenwirtschaft Lizenzgebühren anfallen würden, was wahrscheinlich eben nur für Nachrichten-Aggregatoren (https://de.wikipedia.org/wiki/Aggregator) und Suchmaschinen gilt  (https://www.urheberrecht.de/urheberrechtsreform/)!

Bei diesem Artikel handelt es sich um meine persönliche Meinung und Rechtsauffassung der Gesetzestexte! Ich übernehme aber keine Gewähr für deren Richtigkeit, da diese Gesetze regelmäßig so komplex sind, dass eine letztendliche Rechtssicherheit kaum gewährleistet ist! Auch Gerichte dürfen Gesetze nach Ihrer sogenannten „Rechtsauffassung“ (das heißt im Grunde nach Gutdünken) auslegen, so dass selbst eindeutige Formulieren oftmals letztendlich keine wirkliche Rechtssicherheit bieten!

Jeder muß also in eigener Verantwortung für sich entscheiden, welche Konsequenzen er aus dieser Neuerung des Urheberrechtes zieht!

Ich belasse auf meiner Seite alles beim Alten, denn ich lasse mir nicht verbieten, u.a. die „Mainstreampresse“ weiterhin in eigenen „Werken“, sprich Artikeln unter die Lupe zu nehmen, was Zitieren aus Presseveröffentlichungen unerlässlich macht!

Und Vorsicht, dass Sie, verehrter Leser, mein Urheberrecht nicht verletzen! Kurze zitierte Auszüge unter eindeutiger Quellenangabe meines Ursprungstextes sind hingegen erlaubt und ausdrücklich erwünscht!

Und abschließend noch kurz zum Thema „Uploadfilter“, die im Gesetz selbst Inhaltserkennungstechniken genannt werden, dem ich mich hier weniger gewidmet habe, da es die großen Plattformen betrifft, auf denen deren unzählige User ihre Inhalte hochladen:

Kritiker warnen vor Uploadfiltern

Ziel der Reform ist ein europaweit gleiches Urheberrecht, dass dem digitalen Zeitalter angepasst werden soll. Das neue Gesetz soll Online-Plattformen wie beispielsweise YouTube haftbar machen, wenn Nutzer gegen Urheberrechte verstoßen – also geschützte Werke ohne Erlaubnis veröffentlichen. In dem monatelangen Streit um die EU-Reform stand vor allem die Frage im Raum, wie die Plattformen Verstöße entdecken sollen.

Kritiker warnen, dass sogenannte Uploadfilter zum Einsatz kommen könnten, also automatische Prüfmechanismen, die sämtliche Inhalte vor ihrer Veröffentlichung auf mögliche Urheberrechtsverletzungen abklopfen. Durch diese Kontrolle droht aus Sicht der Kritiker aber auch eine mögliche Einschränkung von freier Meinungsäußerung im Netz.

https://www.tagesschau.de/ausland/eu-urheberrecht-reform-101.html

Ach, die freie Meinungsäußerung im Netz…

Wer der Illusion erliegt, wir hätten die, mag sich nun darüber aufregen, dass gewisse Inhalte vielleicht nun von vornherein erst gar nicht hochgeladen/veröffentlicht werden. Wenn man aber weiß, dass eh alles, was unter Denkverbot steht, Videos bei YouTube beispielsweise, regelmäßig plötzlich aus dem Netz verschwunden ist, weil angeblich ein Urheberrecht verletzt oder gegen was auch immer verstoßen wurde, dann relativiert sich auch diese „Neuerung“.

Dieser Artikel beäugt die Reform auch aus einem zumindest etwas kritischeren Blickwinkel:

https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.abstimmung-im-eu-parlament-fragen-antworten-zum-kampf-ums-urheberrecht.4f1ffdf9-d8cd-4ce2-836d-96552b7ceece.html

Weitere relevante Gesetzestexte:

Teil 2 Verwandte Schutzrechte

Abschnitt 7 Schutz des Presseverlegers

§ 87f Presseverleger

§ 87f hat 1 frühere Fassung und wird in 2 Vorschriften zitiert

(1) 1Der Hersteller eines Presseerzeugnisses (Presseverleger) hat das ausschließliche Recht, das Presseerzeugnis oder Teile hiervon zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich zu machen, es sei denn, es handelt sich um einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte. 2Ist das Presseerzeugnis in einem Unternehmen hergestellt worden, so gilt der Inhaber des Unternehmens als Hersteller.

(2) 1Ein Presseerzeugnis ist die redaktionell-technische Festlegung journalistischer Beiträge im Rahmen einer unter einem Titel auf beliebigen Trägern periodisch veröffentlichten Sammlung, die bei Würdigung der Gesamtumstände als überwiegend verlagstypisch anzusehen ist und die nicht überwiegend der Eigenwerbung dient. 2Journalistische Beiträge sind insbesondere Artikel und Abbildungen, die der Informationsvermittlung, Meinungsbildung oder Unterhaltung dienen.

Text in der Fassung des Artikels 1 Achtes Gesetz zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes G. v. 7. Mai 2013 BGBl. I S. 1161 m.W.v. 1. August 2013

§ 87g Übertragbarkeit, Dauer und Schranken des Rechts

§ 87g hat 1 frühere Fassung und wird in 1 Vorschrift zitiert

(1) 1Das Recht des Presseverlegers nach § 87f Absatz 1 Satz 1 ist übertragbar. 2Die §§ 31 und 33 gelten entsprechend.

(2) Das Recht erlischt ein Jahr nach der Veröffentlichung des Presseerzeugnisses.

(3) Das Recht des Presseverlegers kann nicht zum Nachteil des Urhebers oder eines Leistungsschutzberechtigten geltend gemacht werden, dessen Werk oder nach diesem Gesetz geschützter Schutzgegenstand im Presseerzeugnis enthalten ist.

(4) 1Zulässig ist die öffentliche Zugänglichmachung von Presseerzeugnissen oder Teilen hiervon, soweit sie nicht durch gewerbliche Anbieter von Suchmaschinen oder gewerbliche Anbieter von Diensten erfolgt, die Inhalte entsprechend aufbereiten. 2Im Übrigen gelten die Vorschriften des Teils 1 Abschnitt 6 entsprechend.

Text in der Fassung des Artikels 1 Achtes Gesetz zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes G. v. 7. Mai 2013 BGBl. I S. 1161 m.W.v. 1. August 2013

§ 87h Beteiligungsanspruch des Urhebers

§ 87h hat 1 frühere Fassung und wird in 1 Vorschrift zitiert

Der Urheber ist an einer Vergütung angemessen zu beteiligen.

Text in der Fassung des Artikels 1 Achtes Gesetz zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes G. v. 7. Mai 2013 BGBl. I S. 1161 m.W.v. 1. August 2013

https://www.buzer.de/s1.htm?g=UrhG&a=87f-87h

RICHTLINIE 2012/28/EU DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES

vom 25. Oktober 2012

über bestimmte zulässige Formen der Nutzung verwaister Werke

(Text von Bedeutung für den EWR)

https://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2012:299:0005:0012:DE:PDF

Irreführende und vielleicht sogar gefährliche Fragen im „Amtlichen Fragenkatalog für die Führerscheinprüfung“?

07.10.2017

Aus aktuellem Anlaß habe ich mich mal mit den Fragen im „Amtlichen Fragenkatalog für die Führerscheinprüfung“ auseinandergesetzt und musste feststellen, dass dort Fragen gestellt werden, die mehr als irreführend gestellt sind, so dass die „richtige“ Beantwortung der Fragen laut Ersteller des Kataloges meiner Auffassung nach nicht unbedingt logisch oder sogar falsch ist!

Eine Frage, über die ich gestolpert bin, kann meiner Meinung nach auch zu höchst gefährlichen Manövern im Straßenverkehr führen, wenn sich der Fahrschüler von der diesbezüglich angeführten und absolut theoretischen Erklärung verleiten lässt, in der entsprechenden Situation gemäß dieser Vorgaben zu reagieren!

Die Frage lautet:

Was erhöht die Gefahr, bei schneller Fahrt aus der Kurve zu “fliegen”? (Anzahl an Fehlerpunkten ab einer falschen Antwort: 3)

1)    Bremsen

2)    Beschleunigen

3)    Auskuppeln

Als richtige Antworten sind A und B anzukreuzen, während „Auskuppeln“ diese Gefahr nicht erhöhen soll!

Die theoretische Erklärung im Kommentar zur Frage lautet:

Ist in Kurven die Fliehkraft höher als die Seitenführungskraft, geht der Kraftschluss (die Verzahnung zwischen Reifen und Fahrbahn) verloren und das Fahrzeug fliegt aus der Kurve. Die Fliehkraft wird umso höher, je schneller man fährt. Wenn dann beim schnellen Fahren noch andere Faktoren hinzukommen, die den Kraftschluss mindern, z.B. Bremsen oder Beschleunigen, erhöht sich die Gefahr, aus der Kurve zu fliegen.

Ich habe beim schnellen Fahren fett markiert, weil es genau darauf auch in der Frage ankommt, wenn man dort die Option Bremsen ankreuzt! Ich hatte dies richtig beantwortet, weil ich davon ausgegangen war, dass gemeint ist, dass man an abruptes Bremsen schon fast im Scheitelpunkt der Kurve denkt! Zwei von mir befragte Personen hingegen hätten Bremsen nicht angekreuzt, weil sie an vorsichtiges Bremsen noch vor dem Scheitelpunkt der Kurve dachten, denn man merkt in der Regel auch schon vorher, dass man zu schnell ist! Ergo führt die Art der Fragestellung bereits dazu, dass Prüflinge gar nicht genau wissen, was gemeint ist und schon deshalb hier etwas „Falsches“ ankreuzen! Vorsichtiges Abbremsen ist aus meiner persönlichen Erfahrung das Mittel der Wahl, um die Kontrolle über das Fahrzeug zu behalten! „Bremsen“ hingegen pauschal als gefahrerhöhend zu bewerten, halte ich für sehr gefährlich, da unerfahrene Fahrer vielleicht aufgrund dieser vermittelten Theorie in der Gefahrensituation nicht richtig reagieren!

Ich als Autofahrerin mit 36jähriger Fahrpraxis würde weiterhin nicht im Traum daran denken, während der Fahrt aus irgend einem anderen Grund auszukuppeln, als für das Wechseln des Ganges!

Auskuppeln führt dazu, dass das Fahrzeug zwar nicht schneller wird, aber weniger schnell langsamer wird, da auch die Gänge eine Bremswirkung haben! Je kleiner der Gang, desto höher die Bremswirkung! Deshalb darf man ja auch nicht bei höherer Geschwindigkeit von einem hohen Gang direkt in einen viel kleineren runterschalten, es sei denn, man würde gleichzeitig die Geschwindigkeit in der gleichen Zeit entsprechend reduzieren.

Wissen, was passiert, könnte man natürlich nur, wenn man es „ausprobiert“, aber ich würde jedem dringend davon abraten! In Fahrsicherheitstraining soll Auskuppeln in der Kurve erprobt werden und man soll die Erfahrung machen, dass es funktioniert. Ich kann es mir dennoch kaum vorstellen, was nicht heißt, dass ich damit richtig liege.

Übrigens umfasst der Fragenkatalog heutzutage mehr als 1.500 Fragen, wobei jede Frage mit 2 bis 5 Fehlerpunkten bewertet wird und selbst bei teilweise „richtiger“ Beantwortung, wie im vorliegenden Fall z.B. durch Ankreuzen aller drei Optionen, wie es ein erfahrene Fahrerin wie ich mit gesundem Menschenverstand und gesunder Kritikfähigkeit auch weiterhin sehen würde, selbst wenn die „Experten“, die sich solche Fragen ausdenken, dies anders bewerten, die Gesamtzahl der angesetzten Fehlerpunkte pro Frage zum Tragen kommt! Das heißt, dass man bereits beim teilweise „falschen“ Beantworten von 2 bis 3 von 30 Fragen durchgefallen ist, weil man insgesamt höchstens 10 Fehlerpunkte haben darf! Kein Wunder, würde ich sagen…

Man könnte jetzt auf auch auf den Gedanken kommen, dass es sich für den Staat durchaus lohnt, die Prüflinge sehr schnell durchfallen „zu lassen“, denn bei einer erneuten Vorstellung zu Prüfung dürfen die Gebühren von mehr als 20 Euro erneut gezahlt werden! Und natürlich darf man die Prüfung beliebig oft wiederholen…

Ein Fahrlehrer, den ich darauf ansprach, und der sich meiner Meinung zur vorstehenden Frage anschloss, kommentierte, dass der Verband der Fahrlehrer seit langem darauf dränge, den Fragenkatalog durch Leute aus der Praxis überarbeiten zu lassen, da es reine Theoretiker in den Behörden seien, die sich diese Fragen ausdenken. In Anbetracht der „Qualität“ bestimmter Fragen würde mich das auch wirklich nicht wundern!

Dieser Fahrlehrer hat genau wie mein Mann in einem Fahrsicherheitstraining „gelernt“, dass Auskuppeln die Gefahr, bei schneller Fahrt aus der Kurve zu fliegen, nicht erhöhen würde, ergo verringern müsste! Ausprobieren würde es aber weder der Fahrlehrer noch mein Mann! Aber was ist mit jungen Menschen, die vielleicht durch derlei Theorie, die uns früher nicht so vermittelt wurde, verunsichert werden und im Ernstfall vielleicht danach handeln würden? Wer kann im Nachhinein sagen, ob das Fahrzeug nicht gerade erst durch dieses in meinen Augen gefährliche Fahrmanöver aus der Kurve fliegt?

Googeln nach der wörtlichen Formulierung der oben zitierten Begründung im Kommentar zur Frage hat ergeben, dass man kein entsprechendes Suchergebnis findet, aber man stößt auf Quellen zum Thema zu schnelle Geschwindigkeit in Kurven im Zusammenhang mit Fliehkraft und Seitenführungskraft, wie z.B. nachstehende Quelle eines schweizerischen Fahrlehrer-Portals:

Die Flieh- und Seitenführungskräfte Beim Befahren von Kurven entstehen Kräfte, die dein Fahrzeug nach aussen ziehen.

Entgegengesetzt zur Fliehkraft wirken die Seitenführungskräfte der Reifen.

Solange die Seitenführungskräfte grösser sind als die Fliehkraft, folgt das Fahrzeug der Lenkbewegung.

Ist jedoch die Fliehkraft grösser, rutscht der Reifen seitlich weg. Das Fahrzeug bricht aus seiner Spur aus.

Die Fliehkraft (Zentrifugalkraft) wird grösser

–      bei zusätzlichem Gewicht

–      – bei kleinerem Kurvenradius

–      – bei höherer Geschwindigkeit

Oft musst du im Innerortsverkehr neben dem Lenken auch Bremsen oder Beschleunigen (Längskräfte).

Die Seitenführungskraft wird kleiner, je mehr Kraft zum Beschleunigen oder Bremsen verbraucht wird. Bei niedrigen Geschwindigkeiten fällt dieser Umstand nicht so ins Gewicht. Wenn du ausserorts oder speziell bei schwierigen Strassenverhältnissen unterwegs bist, solltest du die Risikofaktoren «Lenken – Bremsen – Beschleunigen» unterscheiden beziehungsweise möglichst nicht gleichzeitig ausführen.

http://www.fahrlehrer-portal.ch/__/frontend/handler/document.php?id=102&type=42

Hier ist ganz klar davon die Rede, dass Bremsen und Beschleunigen gemäß der Definition vom Zusammenwirken von Flieh- und Seitenführungskraft Risikofaktoren sind, die auch nur, wenn sie falsch angewendet werden (denn natürlich muß man immer Lenken!) die Gefahr erhöhen, die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren und damit auch in der entsprechenden Situation aus der Kurve zu fliegen! Das Thema Auskuppeln zur Gefahrminderung findet hingegen keinerlei Erwähnung! Und deshalb sollte auf keinen Fall durch eine Fragestellung, wie oben zitiert, zumindest der Eindruck erweckt werden, Auskuppeln könne diese Gefahr mindern! Wenn dem so wäre, dann hätte das doch auf auf der vorstehend zitierten Fachseite erwähnt werden müssen, oder nicht? Hier ist aber nur von den Risikofaktoren „Lenken – Bremsen – Beschleunigen“ die Rede, aber nicht von einem das Risiko angeblich mindernden Auskuppeln!

Und hier noch eine Antwort eines ebenfalls die Fragestellung hinterfragenden (und deshalb (?) gelöschten) Forenschreibers:

GeloeschterNutzer

Sept. ’14

Da du nach einer fahrphysikalischen Erklärung gefragt hattest, ist HansenPaules Erläuterung völlig richtig.

Ich halte die Frage dennoch für dusselig gestellt und die Auswahl der Antworten für irreführend falsch, denn den Autofahrer interessiert im Ernstfall nicht die Theorie, sondern die Praxis und die sieht u.U. so aus: In die Kurve hinein mit schneller Fahrt (wie in der Frage beschrieben, es ist ja nicht von der Haftgrenze die Rede), man stellt fest, oh, die Kurve ist eine sog. Hundekurve (wird immer enger im Radius). Da nur das Gas vorsichtig wegzunehmen kann unzureichend sein und in der Situation ist genau das, was du im Fahrsicherheitstraining gelernt hast, u.U. auch richtig anzuwenden. Allein schon die Feststellung “Kurve ist länger als erwartet” kann ein vorsichtiges Bremsen erforderlich machen, weil sie u.U. unübersichtlich ist. So lange schnell nicht (haftungs-) grenzwertig ist, kann vorsichtiges Bremsen (das man ja im Fahrsicherheitstraining übt) durchaus richtig und notwendig sein.

Für diese Antwortmöglichleiten und die als richtig bestimmten davon hätte die Frage lauten müssen:

Was erhöht die Gefahr, aus der Kurve zu “fliegen”, wenn das Fahrzeug knapp unterhalb der Haftgrenze bewegt wird?

So wie die Frage gestellt ist, kann sie aber unerfahrene Autofahrer abschrecken, in einer bestimmten Situation das Richtige zu tun. (Anmerkung: Nämlich auch vorsichtig zu bremsen!)

Und noch etwas: Auch Auskuppeln kann die Gefahr (…) erhöhen, nämlich wenn sich die Kurve im Gefälle befindet und man im Schubbetrieb (Motorbremse) unterwegs ist und das Fahrzeug nach dem Auskuppeln schneller wird.

Also: wer sich diese Frage überlegt hat, der hätte besser noch etwas mehr nachgedacht, bevor sie veröffentlicht wurde. (Anmerkung: GANZ GENAU!)

Dass es besser ist, es nicht zu solch einer Situation kommen zu lassen steht außer Frage aber hier ja auch nicht zur Debatte (nur nochmal zur Erinnerung für Alle, die dies lesen).

http://www.autoplenum.de/forum/d/56202/frage-zu-fahrphysik—fuehrerscheinfrage-

Und noch eine Meinung zum Thema „Auskuppeln“:

Re: Re: fragen zur Kupplung

Autor

sternenfahrer

Datum

Dienstag, 4. September 2007

Text

und darüber, ob das auskuppeln schadet, höre ich immer was andere, bin schon ganz verwirrt. aber kann es auch zu verschleiß kommen, wenn ich auskupple (die kupplung trete), wenn ich z.B. bei einer roten ampel STEHE?? oder meint ihr jetzt nur, dass es während der fahrt schlecht ist?

ähm… im Laufe einer Autofahrt musst du einige Mal auskuppeln, um einen geeigneten (nächsten) Gang einzulegen usw. Schaden tut das nicht wirklich – halt die übliche Abnutzung des Getriebes/Kupplung, ist aber weiter nicht schlimm (dürfte das ganze Autoleben überstehen). Schlimm ist FAHRtechnisch das Auskuppeln während der Fahrt, weil du dannn keine direkte Kontrolle mehr über das Fahrzeug hast. Z. B. darfst du nicht in einer Kurve auskuppeln, da du die Motorbremswikrung miteinnehmen und im Scheitelpunkt der Kurve wieder Gas geben solltest.
Auskuppeln, sollte man:
1. Gang-Wechsel (z. B. auch Leerlauf für Ampel)
2. Wenn das Fahrzeug rutscht/schlingert/unkontrolliert ist

Auskuppeln sollte man NICHT:
1. Während der freien Fahrt
2. Im Gefälle (auch in der Stigung) 
3. In (schlimmer noch: vor) der Kurve

Gibt bestimmt noch mehr Punkte, aber im Prinzip müsste das deine Antwort etwas umfassender erklären.

Schaden (vom Material, Mechanik) tut das auskuppeln aber eig so gut wie nicht!

http://www.fahrschulforum.de/fuehrerschein/fragen_zur_Kupplung,172808_msg.html

Die beiden vorstehenden Kommentare klingen meiner Auffassung nach völlig einleuchtend und decken sich mit meiner Meinung zum Thema, wenngleich ich es auch nicht so professionell hätte begründen können, sondern wohl mehr intuitiv an das Thema heran gehen würde! So wie ich in meiner gesamten Fahrpraxis intuitiv vorsichtig gebremst habe, wenn ich denn mal zu schnell in eine Kurve gefahren bin, was jedem noch so erfahrenen Fahrer auch nach Jahrzehnten Fahrpraxis an einem ihm bis dato unbekannten Straßenverlauf passieren kann, wenn er sich plötzlich vor einer nicht rechtzeitig erkennbaren starken Kurve befindet, der er sich zu schnell genähert hat!

Nachstehend noch zur Unterhaltung einige weitere Fragen, über die ich gestolpert bin und mit deren „richtiger“ Beantwortung ich nicht so ganz einverstanden bin:

Warum wirkt sich umweltschonendes Fahren im Allgemeinen auch auf die Verkehrssicherheit günstig aus? (Hier werden sogar 4 Fehlerpunkte ab einer falschen Antwort angerechnet, wodurch man bei den beiden bisher zitierten Fragen bereits 7 von 10 möglichen Fehlerpunkten, mit denen man die Prüfung gerade noch besteht, erreicht hat!)

Angeblich richtige Antwort (unter anderem):

Weil dabei vorausschauend gefahren wird, so dass etwaige Gefahren früh erkannt und deshalb gut vermieden werden können

Ich habe das nicht angekreuzt, denn natürlich bedeutet umweltschonendes Fahren nicht zwangsläufig, dass der Fahrer deshalb auch zwingend vorausschauend fährt bzw. vorausschauender fährt, als Autofahrer, die nicht umweltschonend fahren! Auch hier müsste man erst mal definieren, was unter umweltschonendem Fahren überhaupt zu verstehen ist! Mein Mann hat die Frage „richtig“ beantwortet, weil er sofort an langsames Fahren dachte, und jemand der langsamer fährt könne schneller reagieren und damit vorausschauend fahren. Sicher richtig, wenn man die Frage so versteht! Ich z.B. habe aber bei umweltschonendem Fahren erst mal an ein umweltschonendes Fahrzeug gedacht und nicht an langsameres Fahren! Man sieht, dass diese Fragestellungen geradezu dazu einladen, hier etwas „Falsches“ anzukreuzen und damit völlig ungeeignet sind, das theoretische Wissen eines Fahrprüflings festzustellen!

Aus logischer Sicht (und ich bin nun mal ein sehr logisch denkender Mensch) ist es richtig, die vorstehend genannte Antwort nicht anzukreuzen, da umweltschonendes Fahren nicht zwangsläufig und zu 100%, was die Fragestellung aber impliziert (!), bedeutet, dass der Fahrer deshalb auch zwingend vorausschauend fährt!

Nächste Frage:

Wie können Sie ausreichende Sicht durch die Frontscheibe erhalten? (Anzahl an Fehlerpunkten ab einer falschen Antwort: 3)

Hier hätte man ankreuzen sollen:

Bei Schneematsch die Scheibenwischer schon einschalten, bevor Ihnen andere Fahrzeuge Matsch auf die Scheibe schleudern

Auch hier habe ich diese Antwort nicht angekreuzt, denn bei Schneematsch schneit oder regnet es nicht automatisch, und wenn es nicht schneit, regnet oder nieselt und die Scheiben nicht nass werden, dann schalte ich auch keinen Scheibenwischer ein, der regelmäßig kratzt, wenn die Scheibe zu trocken ist!

An solchen Fragen, mit Verlaub dämlichen Fragen, kann man eindeutig erkennen, dass diese nicht nur inhaltlich völlig ungeeignet sind, sondern auch dazu führen, dass Prüflinge oftmals unnötig „durchfallen“!

Nächste Frage:

Sie fahren bei Dunkelheit mit Fernlicht. Wann müssen Sie abblenden? (Anzahl an Fehlerpunkten ab einer falschen Antwort: 3)

Eine der möglichen Antworten:

Wenn ich eine Straße mit durchgehender, ausreichender Beleuchtung befahre

Auch das habe ich nicht angekreuzt, obwohl es „richtig“ ist, weil die Gesetzgebung es offensichtlich so vorschreibt, wie anschließendes Googeln ergeben hat, was mir aber zugegebenermaßen nicht mehr präsent war! Sehr wahrscheinlich schon deswegen, weil es ebenfalls nicht logisch ist, dasss ich abblenden muß, wenn ich an einer ausreichend beleuchteten Stelle niemanden blende, weil mir z.B. weder ein Fahrzeug begegnet noch ein sonstiger Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer oder Fußgänger! Und genau deshalb habe ich, unter rein logischen Gesichtspunkten hier kein Kreuzchen gesetzt!

Und auch mit dieser Argumentation habe ich definitiv Recht, und deshalb ist das angeblich korrekte Ankreuzen dieser Antwort definitiv falsch! (Selbst wenn es fragwürdige Gesetze geben sollte, die so was eventuell vorschreiben…)

Nächste Frage:

Sie fahren einen PKW und während der Fahrt klingelt Ihr Mobiltelefon. Was ist hierbei zu beachten, wenn Sie keine Freisprechanlage haben? (Anzahl an Fehlerpunkten ab einer falschen Antwort: 3)

Eine der möglichen Antworten:

Zum Telefonieren muß der Motor ausgeschaltet sein

Auch zu dieser Antwort gibt es eine Gesetzesgrundlage:

§ 23(1a) StVO definiert wie folgt: “Wer ein Fahrzeug führt, darf ein Mobil- oder Autotelefon nicht benutzen, wenn hierfür das Mobiltelefon oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten werden muss. Dies gilt nicht, wenn das Fahrzeug steht und bei Kraftfahrzeugen der Motor ausgeschaltet ist.”

Aber wieso muß der Motor ausgeschaltet sein, wenn ich anhalte und kurz telefoniere? Klar, aus umweltbewussten Gründen würde ich sowieso den Motor immer ausschalten, aber eine wirklich logische Erklärung gibt es dafür nicht! Aber o.k., das kann man einfach so hinnehmen und sich einprägen, um die Frage dann im Sinne der Gesetzgeber und Macher des Fragenkataloges „richtig“ zu beantworten genauso wie die zuvor gestellte Frage mit dem Abblenden bei ausreichender Beleuchtung auch!

Nächste Frage:

Bei stockendem Verkehr müssen bestimmte Bereiche freigehalten werden. Welche sind dies? (Hier werden ebenfalls sogar 4 Fehlerpunkte ab einer falschen Antwort angerechnet!)

Neben Kreuzungen und Bahnübergängen habe ich hier auch die dritte Option Grundstückseinfahrten angekreuzt, und es will mir gar nicht einleuchten, dass man private Grundstückseinfahrten bei stockendem Verkehr nicht frei halten muß, während man aber gleichzeitig vor diesen ja auch nicht parken darf, um sie nicht zu versperren! Aber ebenfalls o.k., kann man sich einfach entsprechend einprägen.

Nächste Frage:

Zu welchem Zweck darf die Hupe außerorts benutzt werden? (Anzahl an Fehlerpunkten ab einer falschen Antwort: 2)

Die Antwort alsRufzeichen soll natürlich nicht angekreuzt werden, was schlüssig ist, genauso wie man die Antwort alsWarnsignal ebenfalls sinniger Weise ankreuzen muß! Als dritte Option aber wird alsÜberholsignal angegeben, was im Sinne der Prüfung angekreuzt werden soll! Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich das gelesen habe, denn ich würde ebenfalls im Traum nicht darauf kommen, während eines Überholvorgangs zu Hupen, weil Hupen immer andere Autofahrer erschreckt und verunsichert! Aber es ist in der Tat außerorts erlaubt… Auch hier o.k., kann man sich entsprechend einprägen, muß man aber nicht in die Tat umsetzen, was auch Gott sei Dank und bezeichnender Weise so gut wie niemand tut! Warum wohl nicht?

Ich habe einen simulierten Test mehrfach durchgeführt und habe ihn, nachdem ich zunächst 4 mal durchgefallen bin, beim 5. Anlauf endlich geschafft! (Ganz ohne vorheriges Vorbereiten, versteht sich, und wie gesagt: meine eigene Führerscheinprüfung liegt 36 Jahre zurück!)

Die Fragen, die wirklich relevant für die tägliche Fahrpraxis, wie Verhalten in bestimmten Fahrsituationen, sind meiner Auffassung nach die einfachsten! „Scheitern“ wird man eher an unklar formulierten Fragen im Stil der vorstehend zitierten! Und ich bin natürlich, weil ich nicht, wie Prüflinge den Prüfstoff zuvor erneut gelernt habe, an Fragen zu auswendig zu lernenden Formeln für z.B. Sicherheitsabstände oder Bremswege, weil man diese natürlich schnell wieder vergisst und in der Praxis eh nie anwendet und an Fragen zu wenig Sinn machenden Gesetzesvorgaben, die man schon aus diesem Grund „verdrängt“, „gescheitert“…

Auch hier gilt: Wer zu viel über Sinn oder Unsinn nachdenkt, weil er sich das selbstständige Denken bewahrt hat, wird hier eher Scheitern als der Unkritische, der brav und fleißig auswendig gelernt hat! Aber in fast allen Lebenssituationen, insbesondere den beruflichen, ist es ja nichts anderes! Kritisch mitdenkende Zeitgenossen sind nicht gerne gesehen…

Auch W1nChester kann mit dieser Art von Fragen nichts anfangen:

Frage von W1nChester 

vor 3 Jahren  115

Bescheuerte Fahrprüfungsfragen

Hallo Leute,

ich will in den nächsten Monaten mal meinen Führerschein machen und habe deshalb im Internet mal 30 Fragen probeweise beantwortet und bin irgendwie ziemlich sauer über einige Fragen.

ich konnte 20 von 30 richtig beantworten (erster Versuch), aber manche Fragen sind einfach extrem grenzwertig gestellt und ergeben (für mich) im Zusammenhang mit den Bildern auch keinen Sinn.

Das Problem ist, dass ich etwas logisch nachvollziehen können muss, wenn ich damit konfrontiert werde. Ist das nicht der Fall, dann verkacke ich ziemlich :-)

Denkt ihr ich gewinne noch einen “Blick” für diese meines Erachtens nach unlogischen Fragen? Denn das ist anscheinend überhaupt nicht mein Ding, weil ich mir die Antworten (sollte es so weitergehen) mit den Lösungen einfach nur einprägen werde, aber es nicht wirklich im Gehirn speichere und dementsprechend auch nicht im Straßenverkehr einsetze.

Das auswendig lernen ist überhaupt kein Problem, aber das ist ja nicht Sinn der Sache.

Antworten

https://www.gutefrage.net/frage/bescheuerte-fahrpruefungsfragen

Meine Antwort an dieser Stelle, denn es gelang mir partout nicht, mich in diesem Forum anzumelden:

Mir geht es wie Dir: Einige Fragen sind definitiv nicht logisch formuliert, und der Intelligente kreuzt dann das, was aus Sicht der Fragesteller “falsch” ist, an bzw. das, was aus Sicht der Fragesteller richtig ist, nicht an!

Es sind genau die, die einfach nur stumpfsinnig auswendig lernen, die vermutlich bei dieser Art von Fragen erfolgreich sind!

Also mach Dir keine Sorgen: Du gehörst definitiv zu denen, die mitdenken, wenn Dir bei der Art der Fragen bzw. der Art der Fragestellung Einiges spanisch vorkommt!

Und insbesondere zum Letzten Satz des Kommentarschreibers:

Auswendig lernen ist genau das, was bereits in meinen „Aus“-„Bildungen“ (das „Aus“ für die „Bildung“) in den 70er und 80er Jahren die Grundlage für „Erfolg“ war! Wer möglichst viele „Fakten“, die in den Lehrbüchern standen, am besten noch wortwörtlich (!) auswendig gelernt hatte, bekam die meisten Punkte! Alleine der Versuch, das Gelernte mit eigenen Worten wieder zu geben, führte regelmäßig zu einer schlechteren Bewertung!

Ich hatte Glück und konnte aufgrund meiner persönlichen Fähigkeiten die Leistungskurse Mathematik und Sprachen (Englisch und Französisch) wählen, so dass ich für die Arbeiten nie auswendig lernen musste, sondern Mathe einfach nur verstehen mußte, genauso wie man ein Händchen für Sprachen haben muß, und dann auch nicht wirklich lernen muß, sondern sich die Vokabeln sehr leicht merkt! Einzig die Grammatik muß man auch teils auswendig lernen, und auch das machte mir dann gleich weniger Spaß… All die reinen Lernfächer habe ich immer gehasst, weil ich mich auch für die Inhalte nicht interessierte! Heute weiß ich warum, denn das Wirklich Wissenswerte und Interessante, die Wahrheit, wird uns in unseren „Aus“-„Bildungen“ eh nicht erzählt! Heute interessiere ich mich brennend für politische Themen, für die Biologie, die Lehre vom Leben, die völlig unvereinbar ist mit der sogenannten Schulmedizin und für Vieles andere mehr, wie Sie meinen investigativen Artikeln entnehmen können!

Lesen Sie z.B. auch meinen Artikel Sinn oder Unsinn von „Potenzialanalysen“ bei Achtklässlern, der in den Zusammenhang passt.

Sehen Sie sich auch die Liste meiner Veröffentlichungen an und kontaktieren Sie mich, wenn Sie mehr lesen wollen!

„Gott spielen, wer leben darf?“

20.08.2015

Nachstehend mein Leserbrief zum Thema Embryonenschutz, der in der liechtensteinischen Sonntagszeitung LIEWO anlässlich der diesbezüglichen Volksabstimmung vom 14.06.2015 in der Schweiz abgedruckt wurde:

Am 19.05.2015 ging mir folgender Mailtext zu, auf den ich mit meiner untenstehenden Stellungnahme antwortete! Der Absender der Mail Emil Rahm (http://emil-rahm.ch), dessen Namen und Homepage ich hier mit seiner freundlichen Genehmigung nenne, bat mich, diesen Text als Leserbrief zu verfassen, um ihn dann an zahlreiche Schweizer bzw. Liechtensteiner Zeitungen weiterzuleiten. Leider konnte sich nur eine der Zeitungen zu einem Abdruck durchringen, aber besser als gar nichts! Einige Zeitungen antworteten, dass Ihr Medium die gegenteilige Position vertrete und daher eine nicht mit der Meinung des Mediums übereinstimmende Veröffentlichung nicht möglich sei! Sie sehen: Das Gros der Mainstreammedien entscheidet ganz im Sinne des Systems!

Hier zunächst der Mailtext:

Gott spielen, wer leben darf?

Soll nach der Abstimmung vom 14. Juni im Labor entschieden werden, ob behinderte Menschen aussortiert werden?

Das aus Kreisen der CVP, SVP, BDP, EVP und SP bestehende Komitee “Nein zu PID (Präimplantationsdiagnostik)” schreibt:Die Bundesverfassung hält heute unmissverständlich fest: „Der Mensch ist vor Missbräuchen der Fortpflanzungsmedizin und der Gentechnologie geschützt“ (Art. 119 Abs 1). Mit der geplanten Verfassungsänderung gibt es jedoch keinen Embryonenschutz mehr. Es können theoretisch beliebig viele Embryonen erzeugt und für medizinische Zwecke missbraucht werden!Mit der geplanten Verfassungsänderung kann die PID eingeführt werden. Dadurch wird ermöglicht, dass künftig im Labor entschieden wird, ob Menschen mit Behinderungen geboren oder ausselektioniert werden! Mit einem NEIN am 14. Juni sagen Sie somit auch NEIN zur PID.Die Verfassungsänderung ermöglicht die Erzeugung beliebig vieler Embryonen. Damit werden Tür und Tor für jedes künftig denkbare Fortpflanzungsverfahren geöffnet. Dass dies ein grosser Schritt hin zur schrankenlosen Reproduktionsmedizin darstellt, zeigen die weitergehenden Forderungen, die bereits im Raum stehen, so z.B. die Eizellspende, die Leihmutterschaft oder die Embryonenspende. Die PID führt zu einer Diskriminierung von Menschen mit einer Behinderung, indem sie als unerwünschte und vermeidbare Risiken betrachtet werden. Folge davon könnten Leistungsverweigerungen der Sozialversicherungen und der Krankenkassen sein. Auf der anderen Seite müssen sich Eltern künftig rechtfertigen, wenn sie sich gegen eine PID und für ein Kind mit Behinderung entscheiden.Die geplante Aufhebung des Gefrierverbots für Embryonen ist nicht akzeptabel: Weil durchschnittlich rund 40 Embryonen für eine erfolgreiche Geburt gezeugt werden müssen, würden tausende überzählige Embryonen einem ungewissen Schicksal überlassen bzw. müssten nach spätestens 10 Jahren vernichtet oder der Forschung übergeben werden.Das Parlament hat die bundesrätliche Vorlage massiv ausgeweitet. Es will die PID statt nur erblich belasteten Eltern allen Paaren, die mittels künstlicher Befruchtung ein Kind erhalten möchten, zugänglich machen. Damit werden alle Embryonen dem Selektionsverfahren „lebenswert – lebensunwert“ unterworfen. Über den Wert eines Menschen darf nicht im Labor entschieden werden!

Tja, in der Schweiz wird eine echte Demokratie gelebt mit direkten Volksabstimmungen, und nicht wie in dem nach wie vor durch die alliierten Streitkräfte besetzten Verwaltungskonstrukt BRD, in dem die Bürger Politiker als „Volksvertreter“ wählen, die das Volk regelmäßig mit ihren Wahlversprechungen, die sie genauso regelmäßig nicht einhalten, hinter’s Licht führen! Aber auch in der Schweiz kam es zu einer wenig nachvollziehbaren Entscheidung für die Präimplantationsdiagnostik, was, falls Wahlmanipulation auszuschließen wäre (was ich persönlich in keinem Land der Welt für ausgeschlossen halte!), nur zeigen würde, wie unmündig und uninformiert die breite Masse ist:

Der Weg zur Präimplantationsdiagnostik (PID) ist eröffnet: Das Schweizer Stimmvolk hat die Verfassungsänderung, die die Grundlage legt für die Untersuchung künstlich befruchteter Embryos vor der Einpflanzung in den Mutterleib, mit 61,9% angenommen. Auch das für Verfassungsänderungen nötige Ständemehr wurde klar erreicht: Von den 23 Standesstimmen entfielen 17 ganze und drei halbe auf die Vorlage.

Die Gegner kamen auf 38,1%. Die Stimmbeteiligung lag bei 43,5%. Die Umfragen vor dem Urnengang hatten noch auf eine enge Entscheidung hingedeutet.

http://www.swissinfo.ch/ger/spannung-um-retortenbabys/41481234

Nachstehend mein in der LIEWO (Sonntagszeitung für Liechtenstein und Werdenberg) vom 14.06.2015 abgedruckter Leserbrief:

“Embryonenschutz” gibt es schon lange keinen mehr und seit langem werden ungeborene Kinder vorgeburtlich aussortiert und abgetrieben! Immer von den Eltern “gewollt”, die sich das so haben einreden lassen!

Eine Bekannte hat eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen, weil sie auf gar keinen Fall ein behindertes Kind wollte! Die Risiken (Abgang der Frucht durch Platzen der Fruchtblase aufgrund des Einstichs noch bis zu Wochen nach dem Eingriff, die Zusammenhänge würden dann natürlich von den Ärzten negiert!) hat sie in Kauf genommen bzw. war sich dessen vielleicht auch nicht bewußt!

Für mich kamen derlei riskante Untersuchungen nicht in Frage, zumal ich sowieso Restzweifel an dem Ergebnis gehabt hätte! Auch wollte ich gar nicht vorab wissen, was Sache ist und war sowieso sehr zuversichtlich, kein behindertes Kind zu bekommen! Außerdem weiß ich, dass die Natur selbst dafür sorgt und behindertes Leben in der Regel von Natur aus in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft oftmals unbemerkt von der werdenden Mutter abgeht! Die Natur sorgt halt dafür, dass selbst solche Ereignisse psychisch gut verträglich (unbemerkt) ablaufen! Das aber, was die Schulmedizin den Menschen antut, hochgefährliche Untersuchungen mit grausamen potentiellen Folgen, ist nur abartig: Abgang durch die Untersuchung, Entscheidung zu einer Spätabtreibung, die ein traumatisierendes Erlebnis für die Mutter ist, weil der bereits voll entwickelte Fötus zur Welt gebracht, also geboren werden muß, was oftmals lebenslänglich nicht verarbeitet wird! Aber so weit denkt so gut wie keine werdende Mutter, wenn sie sich für solch folgenschwere Untersuchungen entscheidet!

http://avenue.argus.ch/email/1094584/58188203.pdf

Im Übrigen ist natürlich nicht nur die „Präimplantationsdiagnostik“ abartig im ureigensten Wortsinne, sondern auch die Implantation befruchteter Ei selbst, denn all das entspricht nicht der Natur und ich persönlich hätte auch immer einen Restzweifel, wessen Kind ich da eigentlich austrage, sowohl in Bezug auf das implantierte Ei als auch den verwendeten Samen!

Aber wir leben in einer kranken Welt, in der das Widernatürliche die Oberhand gewonnen hat und uns an allen Ecken und Enden eingeredet wird, dass all das völlig in Ordnung ist!

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Die Verfechter der klassischen Ehe ziehen sich NICHT zurück!

27.05.2015

Homo-Ehe

Die Verfechter der klassischen Ehe ziehen sich zurück

Die Gleichstellung der Lebenspartnerschaften wird schrittweise so weit ausgedehnt, dass am Ende niemand mehr weiß, worin eigentlich noch der rechtliche Unterschied zur Ehe besteht. Im Namen von Gerechtigkeit und Toleranz wird einfach alles für gleich erklärt.

…Die Verfechter der klassischen Ehe hingegen haben es offenbar akzeptiert, sich in eine Nische zurückziehen zu müssen, in der nur hinter vorgehaltener Hand über die erstaunlich weitverbreitete Tradition geredet wird, dass Mann und Frau dazu gehören, ein Kind zu zeugen. Geht es nach dem sogenannten Gender-Mainstreaming, also nach der offiziellen Richtschnur von Universitäten, Ministerien und wohl bald der Schulen, ist auch das, die Berufung auf die Natur, schon ein Zeichen latenter Homophobie…

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/homo-ehe-verfechter-der-ehe-ziehen-sich-zurueck-13611305.html

Ich spreche nicht hinter vorgehaltener Hand darüber, dass Mann und Frau dazu gehören, ein Kind zu zeugenGender Mainstreaming. Aber genau das ist es, was die Vorantreiber der Neuen Weltordnung wollen: Dass wir uns schämen, über das Normale zu sprechen und das Unnormale als Normal ansehen!

Und wie kann es sein, dass man von einer weitverbreiteten Tradition spricht, wenn davon die Rede ist, dass Mann und Frau dazu gehören, ein Kind zu zeugen?

Die Volksverblödung kennt keinerlei Grenzen mehr, denn die gehirngewaschenen Leser nehmen die Bedeutung der lächerlichen Worte, die uns da um die Ohren gehauen werden, gar nicht mehr wahr!

Oder hat jemand Zweifel daran, dass Mann und Frau dazu gehören, ein Kind zu zeugen?

Mann und Frau gehören dazu, ein Kind zu zeugen! Punkt!

Man kann zwar mittlerweile, was schlimm und abartig genug ist, Kinder im Labor erzeugen, aber dennoch benötigt man auch hierfür immer noch männlichen Samen und eine weibliche Eizelle! Ein besonders perverses Beispiel einer egomanen alten Frau gerade ganz aktuell in der schmutzigen Mainstreampresse, die uns auch derlei Eskapaden als normal suggerieren will:

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/vierlinge-von-65-jahre-alte-annegret-r-bleiben-risikopatienten-13614384.html

Wenigstens einer der Söhne ihrer bereits 13 Kinder findet auch, dass seine mittlerweile 65jährige Mutter bereits der heute 9jährigen Tochter genug damit angetan hat, dass diese sich immer in der Schule auf ihre Oma-Mama ansprechen lassen muß und macht sich Gedanken darüber, wer sich um die nun geborenen Vierlinge kümmern soll, sollte der alleinerziehenden Oma-Mama etwas passieren:

He said that his youngest sister Leila, who turned ten this week, is already bullied at school because of her “grandma mum” and he and his siblings fear they will be left to bring up the quads if anything happens to his aging mother.

http://www.mirror.co.uk/news/world-news/annegret-raunigk-tenth-child-woman-5522613

Und auch Wolfgang Henrich, Direktor der Klinik für Geburtsmedizin an der Charité findet, was erstaunlich genug ist, denn in der Mainstreampresse ist wenig Platz für die Wahrheit, die richtigen Worte:

Henrich appellierte an die Reproduktionsmediziner, nicht „Mehrlinge zu generieren“, und an die Gesellschaft, Frauen das frühere Kinderkriegen schmackhaft zu machen. Schwangerschaften zwischen 22 und 32 Jahren seien „optimal“. Es sei besser, Frauen nicht in Konflikte zwischen Kinder und Karriere geraten zu lassen.

Ich setze noch eins drauf: Es sollten überhaupt keine Kinder im Labor „generiert“ werden, denn wer denkt eigentlich mal darüber nach, welche Auswirkungen das auf den Seelenfrieden der Kinder haben kann, wenn diese irgendwann einmal erfahren, dass sie nicht in einem natürlichen Liebesakt von Eltern, die sich auch wirklich liebten, gezeugt wurde, sondern im Labor, und dann auch noch mit gespendeten fremden Samen oder Eizellen? Das ist doch nur noch pervers!

Und die Frauen sollten auch aus rein biologischer Sicht ihre Kinder wieder in jüngeren Jahren bekommen, denn dann sind die Mütter körperlich leistungsfähiger, denn Kinder großziehen ist auch rein körperlich eine anstrengende Sache und jüngere Eltern (auch Väter) sind dann auch jüngere Großeltern und können auch noch das Leben mit ihren Enkeln genießen!

Zurück zur Groß- und Mehrgenerationenfamilie in nur einer Ehe, die ein Leben lang hält, ist mein Motto, nachdem ich erkannt habe, welche Pläne die Elite hat, wenn Sie Frauen in langjährige Ausbildungen treibt!

Und wenn ich jetzt als „homophob“ gelte, weil ich sage, dass Mann und Frau dazugehören, ein Kind zu zeugen… Bitte schön! Ist mir doch egal, welche Keulen die Unterdrücker jeglicher Kritik an den kranken Weltanschauungen, die man uns unbedingt einimpfen will, noch auspacken!

Ich denke eh, was ich will, und lasse mir von niemandem vorschreiben, was ich zu denken oder zu glauben habe! Und die breite Masse sollte anfangen, es mir gleichzutun, und sich nicht länger indoktrinieren und bevormunden zu lassen!

Reaktivieren Sie Ihren gesunden Menschenverstand und merken Sie endlich, dass hier etwas ganz empfindlich aus dem Ruder läuft und dass diejenigen, die uns dieses ganze kranke Gedankengut einimpfen wollen, es ganz und gar nicht gut mit uns meinen!

Im Namen von Gerechtigkeit und Toleranz? Im Namen von Manipulation und Geburtenkontrolle!

Lesen Sie meine Artikel unter Gender Mainstreaming und besinnen Sie sich auf traditionelle Werte und Moralvorstellungen, die man uns unbedingt austreiben will!

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Sinn oder Unsinn von „Potenzialanalysen“ bei Achtklässlern

Publiziert am  von admin

Eine paar kurze Zitate aus diversen Quellen zum Thema um zu erläutern, worum es beim Thema „Potentialanalyse“ in den 8. Klassen der weiterführenden Schulen (die aber auch im Rahmen von Einstellungstests bei Erwachsenen zum Tragen kommen) eigentlich geht:

Kompetenzfeststellungsverfahren – variable und zielgruppenadäquate Tests (handlungs-

orientierte Verfahren, Online-Verfahren und schriftliche Tests) in den 8. Klassen, durchge-

führt von externen Trägern

http://www.bmbf.de/pubRD/Evaluationsbericht_BOP.pdf (PDF-Dokumente bitte immer in die Browserzeile kopieren, da sie sonst nicht funktionieren!)

Ergebnis:

Durch die vielfältigen Aufgabenstellungen werden folgende Potenziale sichtbar gemacht:

Kognitive Basiskompetenz: Schlussfolgerndes Denken, verbales Denken, räumliches Vorstellungsvermögen, Konzentrationsfähigkeit, Merkfähigkeit

Fachliche Basiskompetenz: Feinmotorische Fähigkeit, Präzision, Arbeitstempo

Sozialkompetenz: Kommunikationsfähigkeit, Kritikfähigkeit- und Konfliktfähigkeit, Teamfähigkeit

Selbstkompetenz: Selbstständigkeit, Durchhaltevermögen

Methodenfähigkeit: Problemlösefähigkeit, Planungsfähigkeit

Lern- und Arbeitsverhalten: Arbeitshaltung, Stressbewältigung

Berufliche Interessen und Neigungen

Praktisch gesagt, soll jeder Schüler nach der Potenzialanalyse in der Lage sein, folgende Fragen zu beantworten: „Was kann ich gut? Was interessiert mich und ist mir wichtig? Wie lerne ich? Wo brauche ich Unterstützung? Wo und wie kann ich meine Stärken besonders einbringen?“

Auswertungsgespräch:

In dem Auswertungsgespräch erhalten die SchülerInnen eine Rückmeldung über die beobachteten Ausprägungen und Verhaltensweisen. Des Weiteren werden die SchülerInnen sensibilisiert, ihr eigenes Lernverhalten zu hinterfragen, die verbleibende Schulzeit zu planen und inhaltlich zu gestalten, insbesondere im Hinblick auf die Wahlmöglichkeiten der Sekundarstufe II.

Für die anstehenden Berufsfelderkundungen und das in den folgenden Jahrgangsstufen anstehende Betriebspraktikum gewinnen die SchülerInnen wichtige Anhaltspunkte, um sich ein ihren Stärken, Interessen und Neigungen entsprechendes Tätigkeits- und Branchenumfeld herauszusuchen.

http://www.moment-talent.de/schulen/potenzialanalyse-an-oberbergischen-schulen.pdf

Es ist natürlich völlig unrealistisch davon auszugehen, dass der Schüler (der Einfachheit halber belasse ich es bei der männlichen Form) aufgrund des Testergebnisses auf Basis eines Online-Tests und kurzzeitiger Beobachtung seines Verhaltens in der Gruppe an nur einem Tag objektiven Aufschluß darüber erlangt, was er „gut kann“ oder was ihn „wirklich interessiert“.  Seine eigene Wahrnehmung in seinem bisherigen Leben sowie die Wahrnehmung derer, die ihn gut kennen, seiner Lehrer, deren Beruf es ist und deren Aufgabe es eigentlich sein sollte, die Potentiale ihrer Schüler zu erkennen, und insbesondere seiner Eltern, soll da also weniger aufschlussreich sein?

  • Potenzialanalyse als Bestandteil der Individuellen Förerdung im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung:

Die Potenzialanalyse ermöglicht es Jugendlichen, zu Beginn ihres systematischen Berufs- und Studienorientierungsprozesses durch Selbst- und Fremdeinschätzungund durch handlungsorientierte Verfahren ihre Potenziale zu entdecken.

Jugendliche entdecken dabei auch unabhängig von geschlechtsspezifischen Rollenerwartungen ihre fachlichen, methodischen, sozialen und personalen Potenziale im Hinblick auf die Lebens- und Arbeitswelt.

http://www.berufsorientierung-nrw.de/standardelemente/potenzialanalyse/

Genau das ist es: Die Fremdeinschätzung ist hier das wesentliche Element, das in der Potentialanalyse zum Tragen kommt, und zwar im wortwörtlichen Sinne: Mit fremden Personen sind nicht andere Personen aus dem engen Umfeld gemeint, die das Kind aber gut kennen, sondern die Pädagogen und Psychologen der externen Firma, die vom Land Nordrhein-Westfalen wie auch von anderen Bundesländern mit der Durchführung einer solchen Potentialanalyse in Schulen beauftragt werden. Diese Leute haben die Kinder nie zuvor gesehen oder gesprochen, wissen rein gar nichts über die Schüler und Schülerinnen.

Diese völlig fremden Menschen sollen dann in der Lage sein, durch reine Beobachtung von Verhalten in unterschiedlichen Situationen, die Persönlichkeit und die Fähigkeiten dieses ihnen völlig unbekannten Schülers einzuschätzen? Mit der Gefahr, dass einmal dokumentierte „Fakten“ (und alles, was der vermeintliche „Fachmann“ dokumentiert gilt leider unumstößlich als Fakt!) nicht mehr aus der Vita wegzubekommen sind?

Es besteht die Gefahr, dass das Kind in eine Schublade einsortiert wird, „katalogisiert“ wird. Quasi in einem späteren Bewerberpool online registriert ist, auf den potentielle Arbeitgeber ganz gezielt, durch Auswahl bestimmter Kriterien zurückgreifen können.

Das System spuckt dann bedarfsgerecht genau die Bewerber aus, die in das Anforderungsprofil, insbesondere auch  bezüglich der Persönlichkeit des potentiellen zukünftigen Mitarbeiters, passen.

Die eingesetzten Mitarbeiter der externen Firmen sollen speziell geschulte Leute mit pädagogischer oder psychologischer Ausbildung sein. Den Nachweis hierüber bleiben diese Firmen aber in der Regel schuldig, weil auch gar keiner danach fragt.

In einer Zwischenbilanz zum Thema Potentialanalyse des Bundesinstituts für Berufsbildung wurde ich fündig, was Informationen über die Erfahrungen des eingesetzten Personals angeht: …

Wenn Sie diesen hochinteressanten und sehr ausführlichen Artikel zum Thema weiterlesen wollen, klicken Sie bitte hier:

Wenn Sie mehr lesen wollen …

und hier:

Veröffentlichungen (zur Zeit in Überarbeitung)